Der Karpfen liegt im Kescher, der Haken sitzt tief, und die Matte ist eine dünne Schaumstoffplatte auf steinigem Untergrund. In dieser Situation entscheidet sich, ob der Fisch unbeschadet zurückgeht. Der Markt reicht von der 14-€-Faltmatte bis zur 200-€-Wanne, und die Produktnamen verraten kaum, welche Bauform man eigentlich kauft. Für diesen Vergleich haben wir sechs Abhakmatten von 14 bis 90 € herausgegriffen, die alle vier gängigen Bauformen abdecken.
Bewertet haben wir anhand der Herstellerangaben: Liegefläche, Polsterung, Randhöhe, Material, Packmaß und Gewicht. Dazu kam die Bedingung, dass jede Matte bei unseren Partnershops lieferbar ist. Grundlage der Einordnung sind Datenblätter, Ausstattung und Preis.
Das Wichtigste in Kürze
- Bester Schutz: Korda Basix Carp Cradle (ca. 67 €), Wanne mit 104 x 64 cm und 20 cm hohen gepolsterten Wänden.
- Preis-Leistungs-Tipp: Prologic Avenger Foam/Beani Mat (ca. 45 €), 120 x 75 cm mit Schaumkern und erhöhten Seitenwänden.
- Preisbrecher: DAM Fighter Pro (ca. 14 €), 100 x 60 x 1,2 cm, faltbar auf 60 x 33 cm.
- Mindestmaß: rund 100 cm Länge und 60 cm Breite, damit auch ein 30-Pfünder vollständig auf der Matte liegt.
- Wichtigste Regel: Die Matte wird vor jedem Landen gewässert. Trockener Stoff zieht Schleimhaut ab.
Die sechs Abhakmatten auf einen Blick
Hier alle sechs Matten in unserer Reihenfolge, von der einfachen Faltmatte bis zur besten Gesamtwahl. Über den Link Zur Einordnung springst du zur ausführlichen Begründung. Die Preise kommen live aus den Produktdaten unserer Partnershops, vier der sechs Matten gibt es zusätzlich bei Amazon.
Die vier Bauformen und was sie unterscheidet
Der Preis einer Abhakmatte hängt weniger an der Marke als an der Bauform. Vier Typen teilen den Markt unter sich auf, und sie lösen unterschiedliche Probleme.
Die flache Faltmatte ist eine gepolsterte Platte, die du auf den Boden legst. Sie schützt gegen Steine und Wurzeln, hindert den Fisch aber nicht am Abrutschen. Die Rollmatte ist dicker gepolstert und lässt sich an den Seiten hochziehen, viele Modelle werden dabei gleich zum Wiegesack. Die gepolsterte Matte mit erhöhtem Rand kombiniert einen Schaumkern mit gefüllten Seitenwülsten, die einen zappelnden Fisch abfangen. Die Wanne, im Karpfenbereich Cradle genannt, hat feste, 20 cm und höhere Wände und hält den Karpfen zuverlässig an Ort und Stelle.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Wer am Vereinssee kurze Ansitze macht und Fische bis rund 10 Pfund erwartet, kommt mit einer flachen Matte aus. Sobald größere Karpfen im Spiel sind oder du nachts allein arbeitest, ist ein erhöhter Rand die sinnvollere Investition. Ein Karpfen, der von einer flachen Matte auf Kies springt, verliert in Sekunden mehr Schuppen als beim gesamten Drill.
Worauf es bei einer Abhakmatte ankommt
Größe: die Matte muss länger sein als der Fisch
Die Liegefläche ist der Wert, der am häufigsten unterschätzt wird. Als Orientierung für Karpfenlängen:
- 10 Pfund (ca. 4,5 kg): rund 60 cm
- 20 Pfund (ca. 9 kg): rund 75 cm
- 30 Pfund (ca. 13,6 kg): rund 85 cm
- 40 Pfund und mehr: 95 bis 100 cm
Sinnvoll sind deshalb mindestens 100 cm Länge, damit auch ein guter Fisch mit Kopf und Schwanzflosse vollständig auf der Polsterung liegt. Bei der Breite gilt 60 cm als Untergrenze, weil ein Karpfen sich auf die Seite legt und dabei Platz braucht. Alle sechs Matten im Vergleich liegen zwischen 100 und 127 cm Länge, die schmalste misst 60 cm, die breiteste 105 cm.
Polsterung und Randhöhe
Die Polsterung entscheidet, ob der Untergrund durchschlägt. 1 bis 1,5 cm wie bei der DAM Fighter Pro genügen auf Gras und weichem Boden. Auf Kies, Schotter und Wurzelwerk brauchst du 4 cm und mehr, sonst drückt sich jeder Stein durch. Die Korda Basix Carp Cradle arbeitet laut Hersteller mit einem 50 mm starken Schaumboden, was der höchste Wert im Vergleich ist. Der Händlertext nennt hier 5 mm, die Herstellerangabe ist die belastbarere Zahl.
Die Randhöhe ist der zweite Wert, und er trennt die Preisklassen sauber: kein Rand bei den flachen Faltmatten, ein hochziehbarer Rand bei der Rollmatte, gefüllte Seitenwülste bei der Prologic Avenger und 20 bis 22 cm feste Wände bei Korda Basix Cradle und Daiwa Carp Floating Mat.
Material, Nässe und Reinigung
Zwei Materialgruppen teilen sich den Markt. PVC und PVC-beschichtetes Polyester (Anaconda Rollmop, Daiwa Carp Floating Mat) nehmen kein Wasser auf, lassen sich abwischen und nehmen keinen Geruch an. Das Wasser bleibt auf der Oberfläche, was für die Schleimhaut des Fischs gut ist. Textilmaterialien wie das Polyester der DAM Fighter Pro saugen sich voll, polstern dafür weicher und sind leichter.
In beiden Fällen gilt dieselbe Regel: Die Matte wird vor jedem Landen gewässert. Trockener Stoff wirkt auf Fischhaut wie ein Handtuch und zieht die Schleimschicht ab, die den Karpfen vor Pilz und Bakterien schützt. Das Tierschutzgesetz verlangt in § 1 TierSchG, einem Tier ohne vernünftigen Grund keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Ein Eimer Wasser ist der billigste Beitrag dazu.
Packmaß und Gewicht
Wenn du mit dem Auto an den Platz fährst, ist das zweitrangig. Musst du tragen, wird es schnell relevant. Die Spanne im Vergleich ist erheblich: Die DAM Fighter Pro faltet sich auf 60 x 33 x 3,6 cm und passt in jeden Rucksack, die Anaconda Rollmop rollt auf 65 x 20 x 20 cm bei 1,4 kg zusammen, die Korda Basix Carp Cradle klappt auf 48 x 64 x 24 cm und wiegt rund 1 kg. Wannen und Cradles bleiben trotz Faltmechanik sperrig, weil die Wände Volumen behalten.
Die sechs Abhakmatten im Detail
Wir zählen von Platz 6 herauf bis zur Empfehlung auf Platz 1. Jede Matte hat ihre Berechtigung, die Reihenfolge folgt dem Verhältnis aus Schutzwirkung, Datenlage und Preis.
Platz 6: DAM Fighter Pro, der Preisbrecher
Die DAM Fighter Pro ist mit rund 14 € die günstigste Matte im Feld und macht genau eine Sache: Sie legt eine Schicht zwischen Fisch und Boden. Die Maße betragen 100 x 60 x 1,2 cm, das Material ist zu 100 % Polyester, zusammengelegt misst sie 60 x 33 x 3,6 cm. Damit passt sie in jeden Rucksack und wiegt kaum etwas.
Zwei Punkte kosten Plätze. Mit 1,2 cm Gesamtstärke ist die Polsterung dünn, auf Schotter und Wurzelwerk spürst du den Untergrund durch. Und ohne jeden Rand rutscht ein lebhafter Fisch in einer Sekunde herunter. Als Notlösung im Rucksack, als Zweitmatte für den Kurzansitz und für Gewässer mit Fischen bis rund 10 Pfund ist sie trotzdem besser als jede Alternative zum selben Preis. Wer regelmäßig größere Karpfen fängt, sollte weiter oben einsteigen.
Platz 5: Mikado First Mat 127 x 69 cm, die große Fläche fürs kleine Geld
Die Mikado First Mat kostet rund 21 € und bietet mit 127 x 69 cm die größte Liegefläche im gesamten Vergleich. Damit passt auch ein Fisch jenseits der 40-Pfund-Marke vollständig auf die Polsterung, ohne dass Kopf oder Schwanz überstehen. Die Matte ist dreiteilig ausgeführt und lässt sich entsprechend kompakt zusammenlegen, Mikado empfiehlt sie ausdrücklich für den Einsatz im Boot.
Der Kompromiss ist derselbe wie bei der DAM: kein erhöhter Rand. Die Fläche schützt gegen den Untergrund, gegen einen springenden Karpfen richtet sie nichts aus. Die Polsterstärke weist Mikado nicht aus, was wir hier als Datenlücke benennen. Für Angler mit Boot, für den Ansitz auf weichem Untergrund und für alle, die vor allem Fläche brauchen, ist sie das beste Angebot unter 25 €.
Platz 4: Daiwa Carp Floating Unhooking Mat, die schwimmende Lösung
Die Daiwa Carp Floating Unhooking Mat löst ein Problem, das die anderen fünf gar nicht angehen: Sie muss den Fisch nicht ans Ufer bringen. Die Wanne misst 100 x 65 x 22 cm, besteht aus PVC-beschichtetem Polyester und schwimmt, sodass du den Karpfen im flachen Wasser versorgen kannst. Die Kiemen bleiben feucht, der Fisch liegt ruhiger, und an steilen oder steinigen Ufern sparst du dir den Transport.
Zwei Details machen sie im Wasser praktikabel: Die Wanne lässt sich oben verschließen, damit der Fisch nicht herausspringt, und zwei Ösen erlauben es, sie am Boden zu sichern, statt sie treiben zu lassen. Ein langer Tragegriff gehört dazu. Der Preis von rund 90 € ist der höchste im Feld, und an Gewässern ohne flaches Uferwasser bleibt die Schwimmfähigkeit ungenutzt. Für Kiesgruben mit steilen Kanten, für heiße Sommertage und für alle, die im Wasser stehend arbeiten, ist sie die konsequenteste Lösung im Vergleich.
Platz 3: Anaconda PVC Rollmop, Matte und Wiegesack in einem
Die Anaconda PVC Rollmop ist mit rund 33 € der Doppelnutzen im Vergleich. Ausgeklappt misst sie 125 x 105 x 4 cm und ist damit die breiteste Ablage im Feld. Über die seitlichen Reißverschlüsse faltest du sie in Sekunden zum Wiegesack mit 105 x 65 x 8 cm, zwei Griffe an der Oberseite dienen zum Tragen und zum Anhängen an die Waage. Damit ersetzt sie zwei Ausrüstungsteile.
Das Material ist PVC, entsprechend pflegeleicht und schleimhautschonend. Mit 1,4 kg Gewicht und einem Transportmaß von 65 x 20 x 20 cm bleibt sie tragbar. Die 4 cm Polsterung liegen im soliden Mittelfeld und reichen auf Kies aus. Nicht weiter oben steht sie, weil der Rand erst durch das Falten entsteht: Solange die Matte flach ausgelegt ist, liegt der Fisch ohne seitlichen Schutz. Wer Wiegen und Abhaken in einem Arbeitsgang erledigen will und Platz im Kofferraum sparen muss, findet hier die durchdachteste Lösung.
Platz 2: Prologic Avenger Foam/Beani Mat, der Preis-Leistungs-Sieger
Die Prologic Avenger Foam/Beani Mat liefert für rund 45 € die auffälligste Kombination im Vergleich. Die Liegefläche misst 120 x 75 cm, das Mittelteil besteht aus großzügig gepolstertem Schaumstoff, und die Seitenwände sind mit dicht gepackten Polyesterkugeln gefüllt. Diese Bauweise ist der eigentliche Kniff: Die Wülste stellen sich auf, sobald du die Matte auslegt, und fangen einen zappelnden Fisch ab, ohne dass ein Gestell nötig wäre.
Dazu kommt ein schnell trocknendes Gewebe, was bei mehrtägigen Sessions zählt, und die Camou-Optik der Avenger-Serie. Auf Platz 1 fehlt ihr die feste Wandhöhe einer echten Wanne: Gefüllte Wülste geben nach, wenn sich ein 30-Pfünder mit Kraft dagegen wirft. Wer den besten Kompromiss aus Schutz, Fläche, Packmaß und Preis sucht, bekommt hier klar am meisten fürs Geld.
Platz 1: Korda Basix Carp Cradle, die beste Gesamtwahl
Die Korda Basix Carp Cradle holt den ersten Platz, weil sie das Kernproblem am konsequentesten löst. Die Wanne misst offen 104 x 64 x 20 cm, der Boden besteht laut Korda aus 50 mm starkem Schaumstoff, und die Wände sind gepolstert statt nur straff gespannt. Ein Karpfen liegt zwischen 20 cm hohen Seiten und kommt dort nicht ohne Weiteres heraus, was allein nachts und bei der Arbeit ohne Helfer den Unterschied macht.
Die Außenhaut ist wasserdicht ausgeführt und laut Hersteller so abgestimmt, dass sie im nassen Zustand die Schleimschicht des Fischs nicht angreift. Zusammengefaltet misst die Cradle 48 x 64 x 24 cm bei rund 1 kg Gewicht, in der Faltung findet ein Carp-Care-Kit samt Wiegeschlinge Platz. Die Tragegriffe lassen sich zusätzlich zum Fixieren am Boden nutzen, damit die leere Wanne bei Wind nicht wegweht. Korda gibt die Belastbarkeit mit 18 kg (40 lb) an, für schwerere Fische gibt es die XL-Version mit 114 x 75 x 27 cm.
Für rund 67 € bekommst du damit die höchste Schutzwirkung im Vergleich. Der Preis dafür ist das Packmaß: Auch gefaltet bleibt eine Cradle sperriger als jede flache Matte, für den spontanen Kurzansitz mit dem Fahrrad ist sie zu viel Gepäck. Die ausführliche Einordnung mit allen Maßen und der Abgrenzung zur XL-Version steht in unserer Rezension zur Korda Basix Carp Cradle.
Alle sechs im Daten-Überblick
Die Mattennamen führen direkt zum Angebot bei unserem jeweiligen Partnershop.
| Abhakmatte | Preis | Liegefläche | Bauform | Rand | Packmaß |
|---|---|---|---|---|---|
| Korda Basix Carp Cradle* | ca. 67 € | 104 x 64 cm | Wanne (Cradle) | 20 cm, gepolstert | 48 x 64 x 24 cm |
| Prologic Avenger Foam/Beani Mat* | ca. 45 € | 120 x 75 cm | Matte mit Wülsten | erhöht, gefüllt | keine Angabe |
| Anaconda PVC Rollmop* | ca. 33 € | 125 x 105 cm | Rollmatte + Wiegesack | hochziehbar | 65 x 20 x 20 cm |
| Daiwa Carp Floating Unhooking Mat* | ca. 90 € | 100 x 65 cm | schwimmende Wanne | 22 cm, verschließbar | keine Angabe |
| Mikado First Mat 127 x 69 cm* | ca. 21 € | 127 x 69 cm | flache Faltmatte | ohne | dreiteilig faltbar |
| DAM Fighter Pro* | ca. 14 € | 100 x 60 cm | flache Faltmatte | ohne | 60 x 33 x 3,6 cm |
Warum genau diese sechs?
Bei unseren Partnershops stehen über 50 Abhakmatten. Die Auswahl folgt drei Regeln:
- Karpfentauglichkeit: Jede Matte bietet mindestens 100 cm Länge und 60 cm Breite, damit auch ein 30-Pfünder vollständig aufliegt. Kurze Raubfischmatten und reine Wiegeschlingen sind draußen geblieben.
- Alle Bauformen vertreten: Flache Faltmatte, Rollmatte, gepolsterte Matte mit Rand und Wanne sind jeweils mit mindestens einem Modell dabei, dazu die schwimmende Sonderform.
- Belastbare Datenlage: Jede Matte weist Maße und Material aus. Wo trotzdem ein Wert fehlt, etwa die Polsterstärke der Mikado First Mat, benennen wir die Lücke, statt zu schätzen.
Dass Korda, Prologic, Anaconda und Daiwa die vorderen Plätze belegen, entspricht der Marktlage im Karpfenbereich: Diese Hersteller decken alle Bauformen mit lieferbaren Modellen und passendem Zubehör ab.
Welche Abhakmatte für welchen Einsatz?
- Kurzansitz, kleine Gewässer, Fische bis 10 Pfund: DAM Fighter Pro. Faltet sich auf Rucksackformat und kostet weniger als eine Packung Boilies.
- Boot und maximale Fläche zum kleinen Preis: Mikado First Mat 127 x 69 cm.
- Wiegen und Abhaken in einem Arbeitsgang: Anaconda PVC Rollmop, die per Reißverschluss zum Wiegesack wird.
- Bester Kompromiss für den regelmäßigen Ansitz: Prologic Avenger Foam/Beani Mat mit erhöhten Seitenwänden für rund 45 €.
- Große Fische, Nachtangeln, Arbeit ohne Helfer: Korda Basix Carp Cradle mit 20 cm hohen Wänden.
- Steile oder steinige Ufer, heiße Sommertage: Daiwa Carp Floating Unhooking Mat, mit der du im flachen Wasser arbeitest.
Zur Matte gehört der Rest der Ansitzausrüstung. Womit du die Karpfen an den Platz bekommst, steht im Ratgeber zu Ködern fürs Karpfenangeln, die passende Rolle findest du im Vergleich der Karpfenrollen mit Freilauf. Wenn du über Nacht bleibst, lohnt der Blick auf die 2-Mann-Karpfenzelte und auf eine Kopflampe fürs Angeln, weil das Abhaken im Dunkeln beide Hände braucht.
Fisch versorgen: drei Punkte, die über den Zustand entscheiden
Alles vorbereiten, bevor der Fisch im Kescher liegt. Matte gewässert und ausgelegt, Hakenlöser, Desinfektion und Wiegeschlinge griffbereit, Kamera eingeschaltet. Wer erst nach der Landung sucht, hält den Karpfen doppelt so lange an Land. Das gilt nachts besonders, deshalb gehört die Kopflampe auf den Kopf und nicht in die Tasche.
Den Fisch tief halten und ruhig arbeiten. Ein Karpfen wird über der Matte gehalten, nie über Kies oder Wiese. Auf Fotos sitzt oder kniet man, damit der Fisch bei einem Rutscher nur wenige Zentimeter fällt. Nasse Hände sind Pflicht, trockene ziehen genauso Schleimhaut ab wie eine trockene Matte.
Zeit an Land konsequent begrenzen. Zwei Minuten sind ein realistisches Ziel für Haken lösen, wiegen und ein Foto. Bei warmem Wasser ist Sauerstoff knapp, dann zählt jede halbe Minute. Zum Zurücksetzen den Karpfen im Wasser stützen, bis er selbst mit der Schwanzflosse Druck aufbaut, und ihn erst dann loslassen.
Fazit: 45 Euro reichen für fast alles, 67 Euro für den Ernstfall
Für den regelmäßigen Karpfenansitz ist die Prologic Avenger Foam/Beani Mat für rund 45 € die vernünftigste Wahl: 120 x 75 cm Liegefläche, ein echter Schaumkern und Seitenwülste, die einen zappelnden Fisch abfangen. Damit deckst du alles ab, was an Vereinsgewässern und Kiesgruben vorkommt.
Wer große Fische erwartet, nachts allein arbeitet oder auf hartem Untergrund sitzt, legt die rund 22 € Aufpreis für die Korda Basix Carp Cradle* an und bekommt 20 cm feste Wände und einen 50 mm starken Schaumboden. Und wer nur gelegentlich ans Wasser kommt, sollte statt gar keiner Matte zumindest die DAM Fighter Pro für 14 € im Rucksack haben. Der teuerste Fehler ist der Karpfen auf dem Kies, nicht die falsche Matte.
Häufige Fragen
Welche Abhakmatte ist die beste für Karpfen?
Den besten Schutz im Vergleich bietet die Korda Basix Carp Cradle für rund 67 €: eine Wanne mit 104 x 64 cm Liegefläche, 20 cm hohen gepolsterten Wänden und einem 50 mm starken Schaumboden. Wer weniger ausgeben oder weniger tragen will, bekommt mit der Prologic Avenger Foam/Beani Mat für etwa 45 € eine gepolsterte Matte mit erhöhten Seitenwänden auf 120 x 75 cm. Für den kurzen Ansitz mit kleinen Fischen genügt eine flache Faltmatte ab 14 €.
Wie groß muss eine Abhakmatte sein?
Die Matte muss länger sein als der Fisch, den du erwartest. Ein 20-Pfünder misst rund 75 cm, ein 30-Pfünder etwa 85 cm, richtig große Karpfen kommen auf 95 bis 100 cm. Sinnvoll sind deshalb mindestens 100 cm Länge und 60 cm Breite. Alle sechs Matten im Vergleich liegen zwischen 100 und 127 cm Länge. Zu kurz wird es erst, wenn Kopf oder Schwanz über den Rand auf den Boden ragen.
Braucht man beim Karpfenangeln zwingend eine Abhakmatte?
Rechtlich hängt das vom Gewässer ab: Viele Vereine und Gewässerordnungen schreiben eine Abhakmatte für Karpfen ausdrücklich vor, an anderen Gewässern gibt es keine ausdrückliche Regel. Fachlich ist die Antwort eindeutig, weil das Tierschutzgesetz verlangt, dem Fisch keine vermeidbaren Schmerzen oder Schäden zuzufügen. Ein Karpfen auf Kies, Wurzeln oder trockener Wiese verliert Schleimhaut und Schuppen, und genau davor schützt die Matte.
Was ist der Unterschied zwischen Abhakmatte und Cradle?
Eine klassische Abhakmatte liegt flach auf dem Boden, der Fisch liegt oben auf. Eine Cradle ist eine Wanne mit Gestell oder festen Wänden, bei der Karpfen zwischen 20 und 27 cm hohen Seiten liegt. Der Unterschied zählt bei lebhaften Fischen: Aus einer flachen Matte springt ein Karpfen in einer Sekunde heraus, aus einer Cradle kommt er nicht ohne Weiteres. Bezahlt wird das mit mehr Gewicht und einem größeren Packmaß.
Was kostet eine gute Abhakmatte?
Brauchbare Faltmatten beginnen bei rund 14 €, etwa die DAM Fighter Pro mit 100 x 60 cm. Der Preis-Leistungs-Bereich liegt zwischen 30 und 50 €, dort stehen die Anaconda PVC Rollmop und die Prologic Avenger Foam/Beani Mat mit echter Polsterung und erhöhten Rändern. Ab etwa 65 € bekommst du Wannen und Cradles, die Daiwa Carp Floating Unhooking Mat mit Schwimmfähigkeit kostet rund 90 €.
Wozu dient eine schwimmende Abhakmatte?
Sie erlaubt es, den Fisch im flachen Wasser zu versorgen, statt ihn ans trockene Ufer zu legen. Das ist an steilen, steinigen Ufern und bei warmem Wetter die schonendere Lösung, weil die Kiemen feucht bleiben und der Fisch weniger Stress hat. Die Daiwa Carp Floating Unhooking Mat im Vergleich lässt sich zusätzlich oben verschließen und über zwei Ösen am Boden sichern, damit sie nicht abtreibt.
Muss die Abhakmatte vor dem Gebrauch nass gemacht werden?
Ja, und das ist der am häufigsten übersehene Punkt. Eine trockene Matte zieht Schleimhaut vom Fisch ab wie ein Handtuch. Vor jedem Landen wird die Matte mit dem Eimer großzügig gewässert, im Sommer besser zweimal. PVC-Modelle wie die Anaconda Rollmop und die Daiwa Floating Mat halten das Wasser an der Oberfläche, Textilmatten saugen es auf und trocknen entsprechend langsamer.
Wie reinige und lagere ich eine Abhakmatte?
Nach dem Ansitz mit klarem Wasser abspülen, Schleim und Sand abwischen, danach vollständig trocknen lassen. Feucht eingerollte Matten fangen innerhalb weniger Tage an zu riechen und schimmeln an den Nähten. PVC lässt sich einfach abwischen, geflocktes Textilmaterial braucht länger. Zum Lagern flach oder locker gerollt aufbewahren, damit sich der Schaumkern nicht dauerhaft verformt.
Reicht eine Abhakmatte auch für Hecht und Wels?
Für Hechte eignen sich lange, schmale Matten besser als quadratische, weil ein Meterhecht deutlich länger als ein gleichschwerer Karpfen ist. Für Welse braucht es Sondermaße ab etwa 180 cm. Die Karpfenmatten im Vergleich decken Hechte bis rund 110 cm mit ab, solange du sie längs auf die Matte legst. Wichtiger als der Zuschnitt ist bei Raubfischen, dass der Rand ein Zappeln abfängt.