Technische Daten
| Betrachtetes Modell | Compac Rucksack 45 Dark Kamo, KLUG106 |
|---|---|
| Volumen | 45 l |
| Außenmaße | 45 × 42 × 32 cm (Korda-Wissensseite: 45 × 45 × 32 cm) |
| Hauptfach | 31 × 42 × 24 cm, Reißverschluss rundum am Deckel |
| Außentaschen | 5: vier Seitentaschen, eine Fronttasche |
| Seitentaschen | mit Reißverschluss, passend für Compac 100 (130 × 110 × 60 mm) oder Compac 110 (180 × 110 × 60 mm) |
| Fronttasche | passend für die Korda Tackle Box |
| Deckeltasche | kleines Reißverschlussfach, etwa für Autoschlüssel |
| Innen | Reißverschluss-Innentasche, Netzfach in der Größe einer großen Korda RigSafe |
| Material | strapazierfähiges, wasserabweisendes Gewebe |
| Boden | verstärkt und wasserdicht |
| Innenfutter | abwischbar |
|---|---|
| Reißverschlüsse | Heavy-Duty-Ausführung |
| Tragesystem | voll gepolstertes Rückenteil, verstellbare Schultergurte, Brustgurt mit Schnellverschluss |
| Hüftgurt | nicht vorhanden |
| Griffe | zwei gepolsterte Tragegriffe oben |
| Leergewicht | weist Korda nicht aus |
| Farben | Dark Kamo und Olivgrün |
| Weitere Größen | 30 l (36 × 44 × 30 cm, nur Dark Kamo), 60 l (52 × 46 × 32 cm) |
| Transportwagen | passt laut Korda auf den Carp Porter Barrow |
| EAN | 5060929023707 |
Angaben laut Hersteller-Datenblatt und Händlerlistung, Abweichungen sind in der Tabelle vermerkt.
Unsere Einordnung
Das spricht dafür
- Die Seitentaschen sind auf die Compac-EVA-Taschen zugeschnitten, Kleinteile sitzen in festen Modulen außen am Rucksack
- Die Tackle Box bekommt ein eigenes Frontfach und blockiert das Hauptfach nicht
- Wasserdichter Boden: der Rucksack kann am nassen Ufer stehen, ohne Feuchtigkeit aufzusaugen
- Abwischbares Innenfutter, Futterreste und Schlamm lassen sich mit einem feuchten Tuch entfernen
- Drei Größen mit denselben Modulen, wer wechselt, nimmt seine EVA-Taschen mit
Das spricht dagegen
- Kein Hüftgurt: bei voller Beladung hängt das Gewicht komplett an den Schultern
- Korda nennt kein Leergewicht, weder auf der Produktseite noch in der Übersicht der Rucksäcke
- Zwei Korda-Seiten nennen unterschiedliche Außenmaße, 42 oder 45 cm in der Breite
- Das Hauptfach fasst rechnerisch nur rund 31 l, der Rest des Volumens steckt in den Außentaschen
- Bankstick-Schlaufen hat nur die 30-l-Version, einen Rutenhalter nennt Korda bei keiner Größe
Der Compac Rucksack ist Kordas Angelrucksack für Karpfenangler, die Kleinteile, Rigs und Werkzeug ohne Karre ans Wasser tragen. Das betrachtete Modell, der Compac Rucksack 45, fasst 45 l, misst laut Korda 45 × 42 × 32 cm und hat vier Seitentaschen, die genau auf Kordas EVA-Taschen zugeschnitten sind. Im Handel kostet er ab 87,94 €. Grundlage der Einordnung sind die Korda-Produktseite, die Korda-Übersicht über alle drei Größen und der Herstellertext in den Händlerlistungen.
Ein Rucksack als Modulsystem
Die Compac-Reihe besteht bei Korda aus Taschen, Boxen, Kühltaschen, Stühlen und Rucksäcken, die aufeinander abgestimmt sind. Kern sind die Compac-EVA-Taschen, feste, abwischbare Boxen in festen Größen. Die Compac 100 misst 130 × 110 × 60 mm, die Compac 110 180 × 110 × 60 mm.
Der Rucksack ist um diese Module herum gebaut. In jede der vier Seitentaschen passt eine Compac 100 oder 110, die Fronttasche nimmt die Korda Tackle Box auf. Wer seine Kleinteile ohnehin in Compac-Taschen sortiert, steckt sie in die Außentaschen und hat das Hauptfach frei für Kleidung, Futter und Kocher. Die passende Box, ihre 29 Fächer und das Rig-Board ordnet die Rezension zur Korda Tackle Box ein.
Der Vorteil zeigt sich beim Umpacken. Für eine Tagestour nimmst du die Seitentaschen mit Bleien, Haken und Rigs, für das Nachtangeln am Zelt dieselben Module plus Kleidung im Hauptfach. Nichts muss neu sortiert werden.
45 Liter, aber nur rund 31 im Hauptfach
Korda nennt 45 l Volumen. Das Hauptfach misst 31 × 42 × 24 cm, rechnerisch sind das rund 31 l. Der Rest verteilt sich auf die vier Seitentaschen, die Fronttasche und die Deckeltasche.
Ein Daunenschlafsack oder eine dicke Thermojacke füllt das Hauptfach fast allein. Wer viel Kleidung mitnimmt, kommt mit dem 45er knapp aus, die 60-l-Version mit 52 × 46 × 32 cm bietet dann mehr Luft. Wer überwiegend Kleinteile trägt, nutzt dagegen die Außentaschen voll aus und profitiert von der Aufteilung.
Bei den Außenmaßen gibt es eine Unstimmigkeit. Die Korda-Produktseite nennt 45 × 42 × 32 cm, die Korda-Übersicht aller Rucksäcke 45 × 45 × 32 cm. Die 3 cm Unterschied spielen beim Tragen kaum eine Rolle, für den Kofferraum oder ein Fach im Bivvy kann es knapp werden.
Wasserdichter Boden und abwischbares Futter
Der Boden ist verstärkt und wasserdicht. Am Karpfenwasser steht der Rucksack meist auf nassem Gras, im Schlamm oder auf dem feuchten Boden im Zelt. Ein Gewebeboden saugt sich dabei voll und gibt die Nässe an den Inhalt weiter, ein wasserdichter Boden hält sie draußen.
Das Gewebe selbst ist wasserabweisend. Bei einem kurzen Schauer perlt Wasser ab, bei Dauerregen dringt es an Nähten und Reißverschlüssen durch. Elektronik und Ersatzkleidung gehören dann zusätzlich in eine eigene Tasche.
Innen ist der Rucksack mit einem abwischbaren Futter ausgekleidet. Partikel, Boiliekrümel, Pellets und Schlamm lassen sich mit einem feuchten Tuch entfernen. Bei einem Rucksack, in dem regelmäßig Futter transportiert wird, verhindert das Gerüche und Schimmel im Gewebe.
Tragesystem ohne Hüftgurt
Korda gibt ein voll gepolstertes Rückenteil, verstellbare Schultergurte und einen Brustgurt mit Schnellverschluss an, dazu zwei gepolsterte Griffe oben. Ein Hüftgurt fehlt.
Beim Karpfenangeln ist das vertretbar. Die meisten Wege vom Parkplatz zum Platz sind kurz, und wer weiter laufen muss, packt eine Karre. Mit Blei, Futter und Wasser kommen bei voller Beladung aber schnell 10 kg und mehr zusammen. Ohne Hüftgurt tragen die Schultern das komplette Gewicht, auf einem Kilometer Uferweg wird das spürbar. Der Brustgurt hält die Schultergurte zusammen, entlastet aber nicht.
Ein Leergewicht nennt Korda nicht. Bei einem Rucksack, der zur Hälfte aus festen Taschen besteht, wäre der Wert für den Vergleich mit leichteren Modellen interessant.
Welche Größe für welchen Angler
Korda baut den Compac Rucksack in drei Größen mit gleicher Grundausstattung:
| Größe | Außenmaße | Seitentaschen | Besonderheit | Farben |
|---|---|---|---|---|
| 30 l | 36 × 44 × 30 cm | Compac 100, 110 oder 125 | Schlaufen für Banksticks und Buzzer Bars | Dark Kamo |
| 45 l | 45 × 42 × 32 cm | 4 × Compac 100 oder 110 | Netzfach für eine große RigSafe | Dark Kamo, Olivgrün |
| 60 l | 52 × 46 × 32 cm | 2 × Compac 100 oder 110, 1 × durchgehend für Compac 125 | Seitentasche über die ganze Höhe für längere Teile | Dark Kamo, Olivgrün |
Maße und Ausstattung laut Korda. Fronttasche für die Tackle Box, Deckeltasche, Innentasche und wasserdichter Boden haben alle drei.
Der 30-l-Rucksack ist für das Stalking und kurze Sessions gedacht. Er ist der einzige mit außen angebrachten Schlaufen für Banksticks und Buzzer Bars, damit reicht er für einen mobilen Tag mit zwei Ruten. Der 60-l-Rucksack passt zu Anglern, die über Nacht bleiben und ohne Karre ans Wasser gehen. Der 45er liegt dazwischen und ist der Allrounder für Tagesansitze mit Kleidung zum Wechseln.
Wo der Compac Rucksack an Grenzen stößt
Einen Rutenhalter nennt Korda beim 45er nicht. Ruten trägst du getrennt im Futteral, und der Rucksack bleibt eine reine Gepäcklösung. Für Spinnfischer, die mit einer Rute am Rucksack wandern, gibt es besser passende Modelle mit Rutenhalter und Werkzeugschlaufen.
Auch die Bindung an das Compac-System hat zwei Seiten. Wer bereits Compac-Taschen besitzt, nutzt die Seitentaschen perfekt. Wer Boxen anderer Hersteller hat, muss prüfen, ob sie in die 130 × 110 mm oder 180 × 110 mm Grundfläche passen, sonst bleibt Platz ungenutzt. Den Compac-Gedanken setzt Korda auch bei den Stühlen fort, etwa beim Compac Low Chair, den es ebenfalls in Dark Kamo gibt.
Für wen sich der Compac Rucksack 45 lohnt
Der Rucksack passt zu Karpfenanglern, die ohne Karre ans Wasser gehen und ihre Kleinteile schon in Compac-Taschen oder einer Tackle Box organisiert haben. Für Tagesansitze und kurze Nächte mit überschaubarer Kleidung ist das 45-l-Modell die richtige Größe.
Weniger passend ist er für lange Wege mit voller Beladung, weil der Hüftgurt fehlt, und für Angler, die vor allem Kleidung und Schlafsack transportieren müssen. Sie fahren mit der 60-l-Version oder einem Rucksack mit größerem Hauptfach besser.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Volumen | Maße | Besonderheit | Preis | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Korda Compac Rucksack 45 | 45 l | 45 × 42 × 32 cm | Seitentaschen für Compac-EVA | ab 87,94 € | 4,1 |
| Greys Prodigy Tackle Base | rund 60 l | 60 × 45 × 35 cm | isoliertes Köderfach, Hüftgurt | ab 84,33 € | 4,3 |
| Fox Rage Camo Voyager | rund 35 l | 32 × 28 × 39 cm | fünf Tackleboxen inklusive | ab 79,98 € | 4,3 |
Amazon-Preise: Stand 03.11.2026, 15:35 MEZ · Details
Der Greys Prodigy Tackle Base bietet mehr Volumen, ein isoliertes Köderfach und einen Hüftgurt, ist aber auf die Klip-Lok-Boxen von Greys abgestimmt. Der Fox Rage Camo Voyager ist ein Spinnfisch-Rucksack mit fünf mitgelieferten Boxen und Werkzeughaltern, für den Karpfenansitz ist er zu klein.
Fazit
Der Korda Compac Rucksack 45 ist ein durchdachter Karpfenrucksack für Angler im Compac-System. Die Seitentaschen auf Maß der EVA-Taschen, das Frontfach für die Tackle Box, der wasserdichte Boden und das abwischbare Futter machen ihn am Wasser angenehm. Abzüge gibt es für den fehlenden Hüftgurt, das fehlende Leergewicht und das im Verhältnis zum Gesamtvolumen kleine Hauptfach.
Mit 4,1 von 5 ist er die Empfehlung für Tagesansitze ohne Karre. Wer mobil mit zwei Ruten fischt, greift zur 30-l-Version mit Bankstick-Schlaufen, wer über Nacht bleibt, zur 60-l-Version.
Ähnliche Rutenfutterale und Taschen in dieser Preisklasse
Zur Rangliste Futterale & Taschen →Häufige Fragen
Wie groß ist der Korda Compac Rucksack 45?
Laut Korda-Produktseite misst er 45 × 42 × 32 cm, das Hauptfach 31 × 42 × 24 cm. Die Wissensseite von Korda nennt für die Außenmaße 45 × 45 × 32 cm. Das Volumen gibt Korda mit 45 l an, davon entfallen rechnerisch rund 31 l auf das Hauptfach und der Rest auf die fünf Außentaschen.
Welche Compac-Taschen passen in die Seitentaschen?
In die vier Seitentaschen des 45-l-Rucksacks passt je eine Compac 100 mit 130 × 110 × 60 mm oder eine Compac 110 mit 180 × 110 × 60 mm. Die größere Compac 125 mit 200 × 130 × 60 mm passt in die Seitentaschen des 30-l-Rucksacks und in die durchgehende Seitentasche der 60-l-Version.
Passt die Korda Tackle Box in den Compac Rucksack?
Ja. Korda hat die Fronttasche aller drei Rucksackgrößen auf die Korda Tackle Box zugeschnitten. Die Box mit rund 27 × 19 × 7 cm sitzt damit außen und ist erreichbar, ohne das Hauptfach zu öffnen.
Was ist der Unterschied zwischen Compac Rucksack 30, 45 und 60?
Der 30-l-Rucksack ist der kleinste, nur in Dark Kamo erhältlich und hat außen Schlaufen für Banksticks und Buzzer Bars. Der 45-l-Rucksack hat vier Seitentaschen und ein Netzfach für eine große RigSafe. Der 60-l-Rucksack hat drei Seitentaschen, davon eine über die ganze Höhe für eine Compac 125 und längere Teile. Fronttasche für die Tackle Box, Deckeltasche und wasserdichter Boden sind bei allen gleich.
Hat der Korda Compac Rucksack einen Hüftgurt?
Nein. Korda nennt ein gepolstertes Rückenteil, verstellbare Schultergurte und einen Brustgurt mit Schnellverschluss. Einen Hüftgurt gibt es bei keiner der drei Größen. Bei kurzen Wegen vom Parkplatz zum Platz spielt das kaum eine Rolle, auf längeren Strecken mit voller Beladung tragen die Schultern das ganze Gewicht.
Ist der Korda Compac Rucksack wasserdicht?
Der Boden ist laut Korda wasserdicht und verstärkt, das Gewebe wasserabweisend. Der Rucksack kann also am nassen Ufer stehen, ohne dass Wasser von unten eindringt. Bei Dauerregen ist er nicht dicht, Kleidung und Elektronik gehören dann in eine eigene Tasche oder eine EVA-Box.
Wie schwer ist der Korda Compac Rucksack 45?
Ein Leergewicht nennt Korda weder auf der Produktseite noch in der Übersicht der Rucksäcke, auch die Händlerlistungen schweigen dazu. Zum Vergleich: Der Greys Prodigy Tackle Base mit rund 60 l wiegt laut Greys 1,4 kg.
Passt der Compac Rucksack auf eine Karpfenkarre?
Laut Korda lassen sich alle drei Größen auf dem Carp Porter Barrow transportieren. Der wasserdichte Boden hilft dabei, weil der Rucksack auf der Ladefläche oft im Nassen steht.
Welche Farbe hat der Korda Compac Rucksack?
Den 45-l- und den 60-l-Rucksack gibt es in Olivgrün und in Dark Kamo, einem dunklen Tarnmuster. Der 30-l-Rucksack ist nur in Dark Kamo erhältlich. Technisch unterscheiden sich die Farbvarianten laut Korda nicht.