Karpfen · Okuma

Okuma Ceymar Baitfeeder CMBF-355 (Freilaufrolle)

3,9 / 5 · datenbasierte Einordnung

  • 9 kg maximale Bremskraft: mehr, als eine 0,30er Monofile aushält
  • Baitfeeder-Freilauf mit Alu-Spule, Umschalthebel am Rollenfuß
  • Graphit-Ersatzspule liegt bei, zweite Schnurstärke ohne Aufpreis
  • 4,5:1 Übersetzung mit 76,2 cm Schnureinzug pro Kurbelumdrehung
  • Drei Kaufwege: AngelPlatz und Gerlinger mit Feed-Preis plus Amazon

Rezension vom 8. August 2026

Okuma Ceymar Baitfeeder CMBF-355 (Freilaufrolle)

ab 48,75 €

Preise: Stand 23.08.2026, ohne Gewähr

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Technische Daten

Modell Okuma Ceymar Baitfeeder CMBF-355
Rollentyp Stationärrolle mit Freilaufsystem (Baitfeeder)
Übersetzung 4,5:1
Schnureinzug 76,2 cm pro Kurbelumdrehung
Maximale Bremskraft 9 kg
Gewicht 403 g laut Okuma
Lager 2 Kugellager + 1 Walzenlager (Quick-Set-Rücklaufsperre)
Schnurfassung mono 0,30 mm / 325 m · 0,35 mm / 240 m · 0,40 mm / 185 m (Okuma Europa)
Bremssystem Multi-Disc-Frontbremse mit geölten Filzscheiben
Hauptspule bearbeitete, eloxierte Aluminiumspule mit Baitfeeder-Schnellverschluss
Ersatzspule Graphit-Ersatzspule im Lieferumfang
Gehäuse korrosionsbeständiges Graphit
Antriebsritzel präzisionsgefrästes Messing
Getriebe elliptisches Präzisionsgetriebe (Schnurverlegung)
Rotor RES II, computerausgewuchtetes Rotor-Ausgleichssystem
Kurbel Aluminiumkurbel mit ABS-T-Knauf, links/rechts umbaubar
Bügel Aluminium, mit Metall-Schnurclip an der Spule
Weitere Größen CMBF-330 (232 g, 3 kg) · CMBF-340 (283 g, 6 kg) · CMBF-365 (586 g, 11 kg)
Zielfische Karpfen, Schleie, Brassen, Aal, Ansitz auf Hecht und Zander
Hersteller Okuma Fishing Tackle Co., Ltd.
EAN 4718947016256

Eine Freilaufrolle muss beim Ansitz genau zwei Dinge können: Schnur widerstandslos abgeben, wenn ein Fisch den Köder nimmt, und danach zuverlässig auf die eingestellte Bremse zurückschalten. Die Okuma Ceymar Baitfeeder CMBF-355 liefert dafür 9 kg Bremskraft, eine Aluminium-Freilaufspule und eine Graphit-Ersatzspule, und kostet ab 48,75 €. Diese Rezension ordnet ein, was die Werte im Alltag bedeuten und wo Okuma bei diesem Preis spart. Grundlage sind das Okuma-Datenblatt, die Händlerlistungen und der Vergleich mit den übrigen Größen der Serie.

Was das Baitfeeder-System hier konkret ist

Der Freilauf sitzt als Hebel hinten am Rollenfuß. Umgelegt koppelt er die Spule vom Bremssystem ab, sodass sie mit einem separat einstellbaren Restwiderstand frei abläuft. Ein Dreh an der Kurbel schaltet zurück auf die Frontbremse, ohne dass du am Hebel etwas machen musst.

Okuma nennt das System in der Modellübersicht zur Ceymar Baitfeeder „Baitfeeder Quick Release”, und der Zusatz meint die Spule selbst: Sie ist aus bearbeitetem, eloxiertem Aluminium gefertigt und sitzt auf einem Schnellverschluss statt auf einer klassischen Schraubkappe. Der Spulenwechsel dauert damit Sekunden, was in Kombination mit der beiliegenden Graphit-Ersatzspule Sinn ergibt: eine Spule mit 0,30er Monofil für den Karpfenansitz, die andere mit dünnerer Schnur oder Geflecht für Aal und Schleie.

Warum ein Freilauf beim Ansitz überhaupt gebraucht wird und welche Bauarten es gibt, steht ausführlich in unserem Ratgeber zur Karpfenrolle mit Freilauf.

9 kg Bremskraft: Reserve statt Einstellwert

Die 9 kg sind der Wert, mit dem die Rolle beworben wird, und er wird regelmäßig missverstanden. Niemand fischt mit 9 kg Bremsdruck.

Die Rechnung geht andersherum. Eine 0,30-mm-Monofile trägt je nach Hersteller 6 bis 8 kg. Als Faustregel wird die Bremse auf etwa ein Drittel der Schnurtragkraft eingestellt, also auf 2 bis 3 kg. Die 9 kg bedeuten damit: Selbst im ungünstigsten Fall, bei voll zugedrehter Bremse und einem Karpfen, der ins Kraut zieht, arbeitet die Bremse noch innerhalb ihres Bereichs und ruckelt nicht.

SchnurTragkraftSinnvoller BremsdruckAnteil an 9 kg
0,28 mm monorund 6 kg2 kg22 %
0,30 mm monorund 7 kg2,3 kg26 %
0,35 mm monorund 9 kg3 kg33 %
0,16 mm geflochtenrund 12 kg4 kg44 %

Die Tabelle zeigt zugleich, wo die Bremse tatsächlich gefordert wird: beim Fischen mit Geflecht. Dort fehlt die Dehnung der Monofilen, jeder Fluchtstoß landet direkt auf der Bremse, und dann zählt, wie gleichmäßig sie anläuft.

Wo Okuma spart: die Filzbremse

Das Bremspaket besteht aus mehreren gestapelten Scheiben aus geöltem Filz. Das ist in dieser Preisklasse üblich und funktioniert für den Zweck, hat aber zwei bekannte Grenzen.

Filz nimmt Wasser auf. Läuft bei Regen oder beim Landen des Fisches Wasser in die Spule, verändert sich der Bremsdruck spürbar. Und Filz erwärmt sich bei langen, schnellen Fluchten stärker als Karbon, wodurch der Druck über den Drill hinweg nachlässt. Für einen Karpfen, der im Stillwasser zwei bis drei Fluchten macht, spielt das keine Rolle. In starker Strömung oder bei Fischen, die 50 m Schnur am Stück nehmen, ist eine Karbonbremse die verlässlichere Lösung.

Praktische Konsequenz: Nach jeder nassen Session die Spule abnehmen, das Bremspaket trocknen lassen und die Bremse für die Lagerung öffnen. Dauerhaft zugedrehte Filzscheiben verpressen und verlieren ihre Anlaufcharakteristik.

Übersetzung 4,5:1 und was sie beim Ansitz bringt

Mit 4,5:1 ist die CMBF-355 langsam übersetzt, der Schnureinzug liegt bei 76,2 cm pro Kurbelumdrehung. Beides passt zum Einsatzzweck.

Eine langsame Übersetzung bedeutet mehr Kraft am Kurbelgriff und weniger Weg. Beim Drill eines schweren Fischs auf Distanz ist das genau richtig: Du kurbelst kürzer, dafür ohne zu ächzen. Beim schnellen Einholen einer leeren Montage über 80 m ist es lästig, weil du rund hundert Umdrehungen brauchst.

Zum Vergleich: Eine schnelle Spinnrolle in vergleichbarer Größe kommt auf 6,2:1 und über einen Meter Einzug. Für den Ansitz mit Method Feeder oder Boilie-Montage ist die langsame Übersetzung der bessere Kompromiss, für aktives Fischen der schlechtere.

Die 403 g und die Frage nach der Rute

Das Gewicht ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob die Rolle zu deiner Kombination passt. Die Händlerlistungen sind hier uneinheitlich: Okuma weist im Datenblatt 403 g aus, das Artikelgewicht in einer Handelslistung liegt bei 362,7 g. Im Zweifel gilt der Herstellerwert.

403 g sind für eine 5000er-Größe kein Leichtgewicht. Entscheidend ist die Rute darunter:

Beim Ansitz mit Rutenauflage relativiert sich das komplett, weil die Rute den Großteil der Zeit liegt. Wer die Rolle dagegen an eine leichte Feederrute wie die Daiwa Ninja X Feeder 360 hängt und aktiv fischt, merkt jedes Gramm.

Verarbeitung: Messing, Graphit, Aluminium

Der Aufbau ist für die Preisklasse ordentlich sortiert. Das Antriebsritzel besteht aus präzisionsgefrästem Messing, was für die Haltbarkeit des Getriebes der wichtigste Einzelpunkt ist. Der Körper aus Graphit spart Gewicht gegenüber Aluminium und rostet nicht, gibt unter hoher Last aber leicht nach. Bügel und Kurbel sind aus Aluminium, der Kurbelknauf aus ABS.

Dazu kommen zwei Details, die Okuma in allen Ceymar-Modellen einsetzt: RES II, ein computerausgewuchteter Rotor, der Vibrationen beim Kurbeln reduziert, und ein elliptisches Getriebe, das den Spulenhub verändert und die Schnur kreuzweise verlegt. Kreuzwicklung ist beim Weitwurf wichtig, weil sich die Schnur beim Ablaufen dann seltener selbst einklemmt.

Bei den Lagern bleibt es sparsam: 2 Kugellager plus 1 Walzenlager in der Rücklaufsperre. Das ist wenig, und man merkt es am Lauf, der zweckmäßig statt seidig ist. Für eine Rolle, die überwiegend still auf der Auflage liegt, ist die Lagerzahl allerdings die am wenigsten kaufentscheidende Zahl im ganzen Datenblatt.

Die Serie: welche Größe zu welchem Angeln passt

ModellGewichtÜbersetzungBremskraftFassung monoEinsatz
CMBF-330232 g5,0:13 kg240 m bei 0,20 mmSchleie, Brassen, leichte Feeder
CMBF-340283 g5,0:16 kg300 m bei 0,25 mmAal, kleine Karpfen, Feeder
CMBF-355403 g4,5:19 kg325 m bei 0,30 mmKarpfenansitz, 12-Fuß-Ruten
CMBF-365586 g4,8:111 kg390 m bei 0,35 mmWeitdistanz, große Gewässer

Die 355 ist die Größe, die für den klassischen deutschen Karpfenansitz gebaut ist. Wer überwiegend auf Schleie und Brassen sitzt, fährt mit der 340 leichter und günstiger. Die 365 lohnt erst, wenn regelmäßig über 100 m geworfen wird.

Alternativen im Vergleich

RolleGewichtBremskraftÜbersetzungPreisniveau
Okuma Ceymar Baitfeeder CMBF-355403 g9 kg4,5:1ab rund 49 €
Shimano Baitrunner ST 6000550 g6 kg4,6:1ab rund 58 €
Fox EOS 14000 FS713 gohne Herstellerangabe4,3:1ab rund 117 €
Daiwa Black Widow BR LT 5000-C315 g12 kgkraftbetontab rund 70 €

Die Tabelle zeigt die Position der Ceymar deutlich: Sie ist die günstigste und die zweitleichteste im Feld. Beim reinen Datenblatt schlägt sie die Shimano sogar, deren Heckbremse nur 6 kg ausweist, bei 150 g mehr Gewicht und rund 9 € höherem Preis; die Shimano hat dafür ihren Ruf beim Getriebe und die bequemere Heckbremse. Die Fox spielt mit 700 m Fassung in einer anderen Liga der Wurfweite, wiegt dafür 310 g mehr, kostet mehr als das Doppelte und lässt die Bremskraft offen. Die Daiwa Black Widow BR LT ist die interessanteste Konkurrenz, weil sie bei 315 g mehr Bremskraft angibt, kostet aber rund 20 € mehr.

Für wen sich die CMBF-355 lohnt

Sie passt, wenn du zwei bis drei Ruten am Rod Pod fischst und dafür Freilaufrollen brauchst, ohne dreimal 100 € auszugeben. Für Nachtansitze auf Karpfen und Aal ist sie das richtige Werkzeug: Der Freilauf funktioniert, die Bremse hat Reserve, die Ersatzspule spart eine Anschaffung. Wie sich so ein Ansitz organisieren lässt, steht in unseren Tipps zum Nachtangeln.

Weniger passend ist sie, wenn du aktiv und viel wirfst. Die 403 g an einer leichten Feederrute und die 4,5:1-Übersetzung machen jedes Einholen zur Arbeit. Und wer in starker Strömung auf Großfische geht, sollte in eine Karbonbremse investieren.

Einordnung: der günstige Weg zur zweiten und dritten Rute

Datenbasiert betrachtet bekommst du bei der Ceymar Baitfeeder CMBF-355 die Kernfunktionen einer Freilaufrolle ohne Abstriche: einen bedienbaren Freilauf, 9 kg Bremsreserve, eine Aluminiumspule am Schnellverschluss und ein Messing-Ritzel. Gespart wird an den Stellen, die beim Ansitz am wenigsten wehtun: an der Lagerzahl, am Bremsmaterial und am Gewicht.

Mit 3,9 von 5 ist sie die Empfehlung für Einsteiger ins Karpfen- und Aalangeln und für alle, die ihr Rod Pod ohne großes Budget auf drei Ruten erweitern wollen. Welche Köder darauf gehören, klärt unser Ratgeber zum Karpfenköder, und wer stattdessen auf Aal ansitzt, findet die passende Auswahl unter bester Köder für Aal.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • 9 kg Bremskraft liegen über der Tragkraft jeder Schnur, die man auf diese Rolle spult: Die Bremse ist nie das schwächste Glied
  • Der Freilauf lässt sich über den Hebel am Rollenfuß bedienen, ohne die Hand von der Rute zu nehmen
  • Die Aluminium-Hauptspule sitzt auf einem Schnellverschluss und lässt sich in Sekunden gegen die mitgelieferte Graphitspule tauschen
  • Messing-Ritzel und Graphitgehäuse sind in dieser Preisklasse eine solide Kombination aus Belastbarkeit und Korrosionsschutz
  • Rund 49 € für eine Freilaufrolle mit Alu-Spule, Ersatzspule und 9 kg Bremse ist ein günstiger Einstieg in den Ansitz mit zwei bis drei Ruten

Schwächen

  • 403 g sind für eine 5000er-Größe schwer, an einer leichten Feederrute kippt die Balance nach vorn
  • Die geölte Filzbremse ist einfacher Standard: Karbonscheiben laufen unter Dauerlast gleichmäßiger und vertragen Nässe besser
  • 2 Kugellager plus 1 Walzenlager sind wenig, der Lauf ist zweckmäßig statt seidig
  • Okuma nennt in Europa 325 m bei 0,30 mm, das globale Datenblatt 380 m: Die Fassung ist nicht eindeutig dokumentiert
  • Die Ersatzspule besteht aus Graphit, nicht aus Aluminium wie die Hauptspule

Bewertung im Detail

Freilauf & Bremse 4,0
Ausstattung 4,0
Gewicht & Handling 3,0
Preis-Leistung 4,5
Gesamtwertung 3,9 / 5

Häufige Fragen

Wofür braucht man eine Freilaufrolle wie die Okuma Ceymar Baitfeeder?

Beim Ansitz liegt die Rute in der Auflage und die Bremse ist fest eingestellt. Nimmt ein Karpfen den Köder auf und zieht ab, würde er gegen die geschlossene Bremse ziehen und im schlimmsten Fall die Rute vom Rod Pod reißen. Der Freilauf entkoppelt die Spule: Sie gibt Schnur mit einstellbarem, sehr geringem Widerstand ab. Ein Kurbeldreh schaltet zurück auf die eingestellte Kampfbremse.

Wie viel Schnur passt auf die Okuma Ceymar Baitfeeder CMBF-355?

Okuma Europa gibt 325 m bei 0,30 mm, 240 m bei 0,35 mm und 185 m bei 0,40 mm an. Das globale Datenblatt desselben Modells nennt für 0,30 mm dagegen 380 m. Für die Praxis heißt beides dasselbe: Für Karpfen- und Aalansitz auf normalen Gewässern liegt die Fassung deutlich über dem, was du je brauchst.

Ist die CMBF-355 zu schwer für eine Feederrute?

403 g sind für eine leichte Feederrute mit 100 bis 120 g Eigengewicht viel. Die Kombination liegt dann kopflastig in der Hand, was beim Ansitz auf der Auflage nicht stört, beim aktiven Werfen im Zwei-Minuten-Takt aber schon. An 12-Fuß-Karpfenruten mit 3 lbs oder an schweren Grundruten passt das Gewicht dagegen gut, weil solche Ruten selbst 300 g und mehr wiegen.

Was bedeuten die 9 kg Bremskraft in der Praxis?

Sie sind eine Reserve, keine Einstellempfehlung. Eine 0,30er Monofile trägt je nach Marke 6 bis 8 kg, gefischt wird üblicherweise mit rund einem Drittel der Schnurtragkraft, also 2 bis 3 kg Bremsdruck. Die 9 kg sagen vor allem, dass die Bremse selbst bei voll zugedrehter Einstellung nicht ihre Grenze erreicht und im Drill sauber weiterarbeitet.

Welche Größe der Ceymar Baitfeeder passt zu welchem Angeln?

Die 330 mit 232 g und 3 kg Bremse ist eine Friedfischgröße für Schleie und Brassen. Die 340 mit 283 g und 6 kg passt zu leichtem Karpfen- und Aalansitz. Die hier besprochene 355 mit 403 g und 9 kg ist die klassische Karpfengröße für 12-Fuß-Ruten. Die 365 mit 586 g und 11 kg ist eine schwere Ansitzrolle für weite Distanzen und große Fische.

Was ist eine Filzbremse und wo liegt ihr Nachteil?

Die Bremse besteht aus mehreren gestapelten Scheiben, bei der Ceymar aus geöltem Filz. Filz ist günstig, greift weich an und läuft anfangs sehr geschmeidig. Karbonscheiben, wie sie in teureren Rollen sitzen, halten ihren Druck über lange Drills konstanter und reagieren weniger empfindlich auf eindringendes Wasser. Für Karpfen am Ansitz reicht Filz, für stundenlange Drills an starker Strömung ist Karbon die haltbarere Lösung.

Ist bei der Okuma Ceymar Baitfeeder eine Ersatzspule dabei?

Ja, eine Ersatzspule aus Graphit gehört zum Lieferumfang. Die Hauptspule aus bearbeitetem, eloxiertem Aluminium bleibt damit für die Hauptschnur reserviert, während du auf der Zweitspule zum Beispiel eine dünnere Monofile oder eine Geflochtene bereithältst. Der Wechsel läuft über den Schnellverschluss und dauert nur Sekunden.

Taugt die CMBF-355 auch für Salzwasser?

Okuma bewirbt das Graphitgehäuse als korrosionsbeständig, das gilt für den Körper. Bügel und Kurbel sind aus Aluminium, das Ritzel aus Messing. Für gelegentliches Brandungs- oder Hafenangeln funktioniert das, wenn du die Rolle danach mit klarem Süßwasser abspülst und trocknen lässt. Eine dauerhaft im Salz gefischte Rolle sollte abgedichtete Lager haben, die weist Okuma hier nicht aus.

Kann man die Kurbel auf Linkshand umbauen?

Ja, die Kurbel ist wie bei praktisch allen Stationärrollen auf beide Seiten montierbar. Sie wird herausgeschraubt, auf der Gegenseite eingesetzt und die Blindkappe wandert auf die freie Seite. Werkzeug brauchst du dafür nicht.

Reicht eine Freilaufrolle für rund 49 € beim Karpfenangeln?

Für den Einstieg und für zwei bis drei Ruten am Rod Pod reicht sie. Entscheidend sind beim Ansitz ein funktionierender Freilauf, eine Bremse mit Reserve und eine Spule, die die Schnur sauber abgibt. Das leistet die CMBF-355. Wer dagegen weit werfen und viel kurbeln muss, merkt die 403 g und die einfache Filzbremse und ist mit einer teureren Rolle besser bedient.

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