Technische Daten
| Lieferumfang | 3 Bissanzeiger + 1 Empfänger, dazu Schutzhüllen und Empfängertasche |
|---|---|
| Artikelnummer | SVS62040 |
| Gehäuse Anzeiger | gefräste 3K-Carbonhülle auf Aluminiumbasis |
| Wasserschutz Anzeiger | IPX6 (Schutz gegen starkes Strahlwasser) |
| Lautstärke | 4 Stufen inklusive Lautlos-Modus |
| Empfindlichkeit | 5 Stufen |
| Stummschaltung | Lautlos-Modus für 30 Sekunden zuschaltbar |
| Beta-Light-Slots | 2 je Anzeiger |
| Funkreichweite | bis 150 m |
| Funkkanäle | 6 wählbar |
| Batterie Anzeiger | je 1 × CR2 3 V, nicht im Lieferumfang |
| Empfänger-Tonhöhe | 4 Stufen |
| Empfänger-Lautstärke | 5 Stufen, inklusive stumm mit Vibration |
| Empfänger-Gehäuse | 3K-Carbon |
| Empfänger-Antenne | abnehmbar und klappbar |
| Bivvy-Lampe | integriert, manuell schaltbar oder automatisch beim Ablauf |
| Empfänger-Halterung | Magnethalter fürs Zelt, Schutztasche im Lieferumfang |
| Batterie Empfänger | 3 × AAA, nicht im Lieferumfang |
| Farbausführungen | Set in Rot, Gelb, Grün; Einzelanzeiger zusätzlich in weiteren Farben |
| Serie | K3, ergänzt um passende K3-Hänger und K3-Rod-Pods |
Beim Ansitz auf Karpfen liegt die Rute stundenlang still, und der Bissanzeiger ist das einzige Bauteil, das durchgehend arbeitet. Er hängt dabei im Regen, in der Sonne und nachts bei Tau. Das Prologic K3 Bite Alarm Set 3+1 begegnet dieser Dauerbelastung mit einem Gehäuse aus gefrästem Carbon und kostet derzeit ab 159,99 €. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben von Prologic, die Datenblätter der Händler und der Vergleich mit den Sets, die wir bereits besprochen haben.
Was im Set steckt
Enthalten sind drei Bissanzeiger und ein Funkempfänger, dazu Schutzhüllen für die Anzeiger sowie eine Tasche und ein Magnethalter für den Empfänger. Prologic führt das Paket unter der Artikelnummer SVS62040, gängig ist die Farbkombination Rot, Gelb, Grün.
Was fehlt, sind die Batterien. Du brauchst 3 × CR2 für die Anzeiger und 3 × AAA für den Empfänger, und beides solltest du vor der ersten Session besorgen. Dazu unten mehr, denn die Wahl der Zelle hat hier praktische Folgen.
3K-Carbon: was das Material tatsächlich bringt
Der auffälligste Punkt am K3 ist das Gehäuse. Prologic verwendet eine gefräste 3K-Carbonhülle auf einer Aluminiumbasis, während in dieser Preisklasse sonst Kunststoff-Spritzguss die Regel ist.
Die Bezeichnung 3K beschreibt das verwendete Carbongewebe: Jedes Faserbündel besteht aus 3.000 Einzelfilamenten. Das ist das gängige Gewebe im Sportgerätebau und liefert eine gute Balance aus Steifigkeit und Zähigkeit.
Für den Bissanzeiger bringt das zwei greifbare Vorteile. Carbon arbeitet bei Temperaturwechseln kaum, es dehnt sich also weniger als Kunststoff, wenn der Anzeiger tagsüber in der Sonne steht und nachts auf 5 °C abkühlt. Genau an solchen Dehnungsfugen dringt bei Kunststoffgehäusen mit den Jahren Feuchtigkeit ein. Zweitens ist die Aluminiumbasis die Stelle, an der der Anzeiger auf den Bankstick geschraubt wird, also der mechanisch am stärksten belastete Punkt. Metall statt Kunststoff hält dort spürbar länger, wenn regelmäßig fest angezogen wird.
IPX6 im Klartext
Prologic gibt für die Anzeiger IPX6 an. Die Kennzeichnung liest sich so:
| Zeichen | Bedeutung |
|---|---|
| IP | International Protection, die genormte Schutzart |
| X | Staubschutz wurde nicht separat geprüft |
| 6 | Schutz gegen starkes Strahlwasser aus jeder Richtung |
Für den Einsatz heißt das: Ein Gewitter über dem Rod Pod, stundenlanger Landregen und die Reinigung mit dem Wasserschlauch sind unkritisch. Untertauchen im See wäre es nicht, dafür bräuchte es IPX7 oder höher. Für ein Gerät, das dauerhaft senkrecht am Bankstick sitzt, ist IPX6 die passende Auslegung.
Funk: 150 m und sechs Kanäle
Der Empfänger arbeitet laut Hersteller auf bis zu 150 m. Wie bei allen Funkangaben gilt dieser Wert für freie Sicht. Ein Bivvy zwischen Anzeiger und Empfänger, eine Böschung oder nasses Schilf dämpfen das Signal, weshalb in der Praxis eher 80 bis 120 m übrig bleiben. Für den üblichen Abstand zwischen Rutenständer und Zelt ist das reichlich.
Wichtiger als die reine Reichweite sind die sechs wählbaren Kanäle. Wer an einem gut besuchten See fischt, kennt das Problem: Der Nachbar hat dieselbe Marke, und plötzlich piept dein Empfänger bei seinem Biss. Sechs Kanäle geben dir genug Ausweichmöglichkeiten. Beim Aufbau kostet das eine Minute und erspart eine Nacht voller Fehlalarme.
Am Empfänger stehen 4 Tonhöhen und 5 Lautstärkestufen bereit, die unterste davon stumm mit Vibration. Praktisch ist die integrierte Bivvy-Lampe: Sie lässt sich von Hand schalten oder geht beim Ablauf automatisch an. Wer schon einmal nachts im Schlafsack nach der Stirnlampe getastet hat, während die Rute abzog, weiß den Wert dieser Funktion einzuschätzen. Weitere Tipps für die Nacht am Wasser stehen im Ratgeber zum Nachtangeln.
Die Batteriefrage: CR2 ist eine bewusste Entscheidung
Prologic setzt bei den Anzeigern auf CR2-Lithiumzellen mit 3 Volt. Das ist eine Entscheidung mit zwei Seiten.
Dafür spricht die Physik: Lithiumzellen halten ihre Spannung bis kurz vor dem Ende weitgehend stabil und liefern auch bei Frost noch zuverlässig Strom, wo Alkaline-Zellen deutlich einbrechen. Für ein Gerät, das im Winter am Wasser steht, ist das ein echter Vorteil.
Dagegen spricht der Alltag: CR2 ist eine Fotobatterie und deutlich seltener im Regal als AA oder AAA. Wenn sie an einem Sonntagabend am See leer ist, hast du kein Ersatzteil in der Tackle Box, sofern du nicht vorgesorgt hast. Kaufe die Zellen im Mehrfachpack und leg zwei Reserven in die Box.
Eine Laufzeit je Batteriesatz weist Prologic nicht aus. Bei vergleichbaren Anzeigern liegt sie im Bereich mehrerer Monate normaler Nutzung, eine belastbare Herstellerzahl für genau dieses Modell fehlt jedoch. Die vollständige Modellübersicht der Serie samt der übrigen Bissanzeiger führt Prologic in seiner Bissanzeiger-Kategorie.
Was du noch brauchst
Das Set liefert die Anzeigeseite komplett. Zwei Dinge kommen für einen funktionierenden Ansitz dazu.
Hänger oder Swinger: Der Anzeiger meldet Schnurbewegung über sein Laufrad. Zieht ein Karpfen dagegen auf dich zu, wird die Schnur locker, das Laufrad steht still, und ohne Zusatzgerät bleibt dieser Fallbiss unbemerkt. Ein Hänger unter der Rute hält die Schnur gespannt und dreht das Rad rückwärts. Prologic bietet dafür passende K3-Hänger und K1-Swinger an.
Rod Pod oder Banksticks: Bissanzeiger und Rutenständer nutzen branchenweit dasselbe 3/8-Zoll-Gewinde, die K3 passt damit auf jeden gängigen Bankstick. Ein montagefertiges Beispiel ist der Anaconda Magist Rod Pod. Wie sich der Rest der Ansitzausrüstung zusammensetzt, behandelt der Ratgeber zu den Karpfen-Angeltipps; zur Rollenwahl passt der Ratgeber zur Karpfenrolle mit Freilauf.
Beachte außerdem, dass die zulässige Rutenzahl beim Karpfenangeln Landesrecht ist und je nach Bundesland und Gewässerordnung abweicht. Ein 3er-Set passt zur häufigsten Regelung, prüfe die Vorgaben für dein Gewässer trotzdem vorab.
Alternativen im Vergleich
| Set | Anzeiger | Besonderheit | Preisniveau |
|---|---|---|---|
| Prologic K3 Bite Alarm Set 3+1 | 3 + Empfänger | 3K-Carbon, IPX6, 6 Kanäle | rund 160 € |
| Prologic C-Series Pro Alarm Set 3+1+1 | 3 + Empfänger + Funklampe | 6 Stufen je Parameter, Fallbiss-LED | rund 65 bis 115 € |
| Fox Mini Micron X 3+1 | 3 + Receiver | D-Tec-Sensorik, Multicolor-LEDs | rund 180 bis 200 € |
Die drei Sets zielen auf verschiedene Prioritäten. Die C-Series Pro bietet die größere Funktionstiefe mit sechs Stufen je Parameter und getrennter Fallbiss-Anzeige, dazu eine Funk-Bivvy-Lampe im Set. Der Fox Mini Micron X punktet mit der ausgereiften D-Tec-Sensorik und frei wählbaren LED-Farben. Die K3 setzt ihren Schwerpunkt auf Material und Wetterfestigkeit: Carbon und Alu statt Kunststoff, IPX6 statt allgemeiner Spritzwasserfestigkeit.
Fazit
Das K3-Set beantwortet die Frage, was mit Bissanzeigern nach drei Jahren Dauereinsatz passiert. Gefrästes 3K-Carbon auf Aluminiumbasis und eine geprüfte IPX6-Einstufung sind in dieser Preisklasse ungewöhnlich und zielen genau auf die Stellen, an denen günstigere Anzeiger altern: Gehäusefugen und Gewindeaufnahme. Funkseitig ist das Set mit 150 m und sechs Kanälen sauber ausgestattet, der Empfänger mit automatischer Bivvy-Lampe durchdacht.
Mit 4,1 von 5 ist es die Empfehlung für Karpfenangler, die viele Nächte im Jahr am Wasser verbringen und Wert auf langlebige Hardware legen. Punktabzug gibt es für den Funktionsumfang, der mit 4 Lautstärke- und 5 Empfindlichkeitsstufen hinter der C-Series zurückbleibt, und für die CR2-Zellen, die du bewusst auf Vorrat kaufen solltest. Wer stattdessen maximale Einstellmöglichkeiten zum kleineren Preis sucht, ist mit der C-Series Pro besser bedient.
Stärken und Schwächen
Stärken
- 3K-Carbon auf Aluminiumbasis ist in dieser Preisklasse ungewöhnlich, üblich sind Kunststoffgehäuse
- IPX6 deckt genau den Fall ab, für den Bissanzeiger gebaut werden: stundenlanger Regen auf dem Rod Pod
- 6 Funkkanäle verhindern Fehlalarme, wenn am selben See mehrere Angler dieselbe Marke fischen
- Der Empfänger bringt eine Bivvy-Lampe mit, die beim Ablauf automatisch angeht, das spart die Suche nach der Stirnlampe
- Zwei Beta-Light-Slots je Anzeiger: die Rute ist nachts auch ohne Strom eindeutig zuzuordnen
- Der Straßenpreis liegt deutlich unter dem, was Amazon für dasselbe Set aufruft
Schwächen
- Batterien fehlen komplett, für ein Set brauchst du 3 × CR2 und 3 × AAA vor dem ersten Einsatz
- CR2-Zellen sind teurer und seltener zu bekommen als die verbreiteten AA- oder AAA-Batterien
- 4 Lautstärke- und 5 Empfindlichkeitsstufen sind solide, Sets mit 6 Stufen bieten feinere Abstufung
- Prologic weist keine Laufzeit je Batteriesatz aus, die Einsatzdauer bleibt damit offen
- Ohne Swinger oder Hänger im Lieferumfang: die Fallbiss-Erkennung will separat ergänzt werden
Häufige Fragen
Was ist im Prologic K3 Bite Alarm Set 3+1 enthalten?
Drei Bissanzeiger und ein Funkempfänger. Dazu kommen Schutzhüllen für die Anzeiger sowie eine Tasche und ein Magnethalter für den Empfänger. Batterien gehören nicht dazu, du brauchst 3 × CR2 für die Anzeiger und 3 × AAA für den Empfänger.
Wie weit reicht der Funk des K3-Sets?
Prologic gibt bis zu 150 m an. Dieser Wert gilt für freie Sicht zwischen Anzeiger und Empfänger. Zelte, Böschungen, dichter Bewuchs und nasse Vegetation dämpfen das Signal, in der Praxis sind daher eher 80 bis 120 m realistisch. Für den üblichen Abstand zwischen Rod Pod und Bivvy reicht das mit klarem Abstand.
Was bedeutet IPX6 beim Bissanzeiger?
Die zweite Ziffer beschreibt den Wasserschutz, 6 steht für Schutz gegen starkes Strahlwasser aus beliebiger Richtung. Ein Anzeiger mit IPX6 übersteht also stundenlangen Starkregen auf dem Rod Pod. Das X an erster Stelle bedeutet, dass der Staubschutz nicht separat geprüft wurde. Untertauchen sollte das Gerät trotzdem nicht.
Welche Batterien brauche ich für die K3-Anzeiger?
Je Anzeiger eine CR2-Lithiumzelle mit 3 Volt, für ein 3er-Set also drei Stück. Der Empfänger läuft mit drei AAA-Batterien. Beides liegt nicht bei. CR2-Zellen sind im Fotobedarf und online problemlos zu bekommen, kosten aber mehr als Standardbatterien und lohnen sich im Mehrfachpack.
Wozu dienen die sechs Funkkanäle?
Sie trennen dein Set vom Set des Nachbarn. Fischen an einem See mehrere Angler mit Anzeigern derselben Marke, können sich die Funksignale sonst überlagern und Fehlalarme auslösen. Mit sechs Kanälen weichst du auf eine freie Frequenz aus. Beim Aufbau lohnt es sich, das einmal durchzuprobieren.
Zeigt das K3-Set auch Fallbisse an?
Der Anzeiger selbst registriert Schnurbewegung über sein Laufrad. Damit ein Fallbiss zuverlässig ankommt, brauchst du zusätzlich einen Hänger oder Swinger, der die Schnur unter Spannung hält. Prologic bietet dafür passende K3-Hänger und K1-Swinger an, im Set enthalten sind sie nicht.
Wofür sind die Beta-Light-Slots gut?
In die beiden Aussparungen je Anzeiger stecken sich selbstleuchtende Beta-Lights, kleine Glasröhrchen mit Tritiumfüllung. Sie leuchten jahrelang ohne Strom und markieren die Anzeiger im Dunkeln. Nachts erkennst du damit sofort, welche Rute wo steht, ohne die Lampe einzuschalten und dein Nachtsehen zu verlieren.
Was unterscheidet die K3-Serie von der C-Series von Prologic?
Die K3 setzt auf ein gefrästes Carbongehäuse und punktet bei Material und Wetterschutz. Die C-Series Pro bietet dafür mehr Einstellstufen, unterscheidet Biss und Fallbiss über getrennte LEDs und liegt im Set mit zusätzlicher Funk-Bivvy-Lampe darüber. Wer maximale Funktionstiefe will, schaut auf die C-Series, wer Wert auf Material und Robustheit legt, auf die K3.
Lohnt sich ein 3er-Set gegenüber Einzelanzeigern?
In fast allen Fällen ja. Der Empfänger ist im Set bereits enthalten, einzeln gekauft kostet er extra. Drei Ruten sind zudem in vielen Bundesländern die zulässige Obergrenze beim Karpfenangeln, prüfe das für dein Gewässer und Bundesland vorab. Zum Nachrüsten einer vierten Rute gibt es die Anzeiger auch einzeln.
Kann ich das K3-Set auf jedem Rod Pod nutzen?
Ja. Bissanzeiger und Rutenständer nutzen branchenweit dasselbe 3/8-Zoll-Gewinde, die K3 passt damit auf praktisch jeden gängigen Bankstick und jedes Rod Pod. Prologic führt mit dem K3 Carbon Low Profile Rod Pod ein optisch passendes Gegenstück, zwingend ist das für die Nutzung nicht.