Raubfisch · Shimano

Shimano Stradic Spinning 2,69 m, 5-28 g (Spinnrute)

4,1 / 5 · datenbasierte Einordnung

  • High-Modulus-XSR-Carbon-Blank mit Diaflash im unteren Drittel gegen Blank-Twist
  • Wurfgewicht 5-28 g deckt Gummifische bis 12 cm und mittlere Wobbler ab
  • Fuji-Alconite-Beringung und Fuji-Rollenhalter statt Hausmarken-Bauteilen
  • Geteilter Korkgriff, 153 g Gewicht, Transportmaß 1,39 m
  • Moderate-Fast-Aktion: mehr Wurfweite und Köderkontrolle als eine harte Jigrute

Rezension vom 11. August 2026

Shimano Stradic Spinning 2,69 m, 5-28 g (Spinnrute)

147,99 €

Preise: Stand 23.08.2026, ohne Gewähr

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Technische Daten

Modell Shimano Stradic Spinning MOD-FAST 2,69 m, 5-28 g (SSTR810MLPMFC)
Länge 2,69 m (8'10'')
Wurfgewicht 5-28 g
Power-Klasse ML (Medium Light)
Aktion Moderate-Fast
Teile 2
Transportmaß 1,39 m
Gewicht 153 g
Blank High Modulus XSR Multi-Directional Carbon
Blank-Technologie Diaflash im unteren Blankbereich gegen seitliches Verdrehen
Beringung Fuji Alconite, K-, KW- oder KR-Type (Serienangabe)
Rollenhalter Fuji
Griff geteilter Griff aus Kork
Einsatzgebiet Raubfisch im Süßwasser, laut Shimano auch Spinnfischen an der Küste
Serie Stradic Spinning, 15 Modelle in Fast, Moderate-Fast und 4-teilig
Nicht ausgewiesen Ringanzahl, Rutenfutteral im Lieferumfang
Hersteller Shimano
EAN 8717009878517

Zwischen einer 60-€-Spinnrute und einer 300-€-Rute liegt eine breite Zone, in der sich Ausstattung und Blank erst nach dem zweiten Jahr am Wasser voneinander abheben. Die Shimano Stradic Spinning 2,69 m mit 5-28 g kostet ab 147,99 € und setzt genau dort an: XSR-Carbon-Blank, Fuji-Alconite-Ringe, Fuji-Rollenhalter, Korkgriff. Diese Rezension ordnet ein, was diese Bauteile im Alltag bringen und wo die Rute an ihre Grenze kommt. Grundlage sind die Shimano-Serienangaben und die Datenblätter der Händler.

Das Modell in der Serie: MOD-FAST, ML, 8’10”

Die Stradic-Spinning-Serie umfasst 15 Modelle in drei Bauarten. Zweiteilige Ruten mit Fast-Aktion tragen einen geteilten EVA-Griff, zweiteilige mit Moderate-Fast-Aktion einen geteilten Korkgriff, und die vierteiligen Reisemodelle haben Vollkork. Unser Modell trägt die Kennung SSTR810MLPMFC, was sich auflösen lässt: 8’10” Länge, ML für Medium Light, PMF für Moderate Fast, C für Cork.

Damit steht die Rute in der Serie an einer bestimmten Stelle: Sie ist die längste Rute im leichten Wurfgewichtsfenster. Wer 2,69 m fischt, will Wurfweite oder Führungshöhe über dem Wasser. Wer 5-28 g fischt, arbeitet mit mittleren Ködern. Beides zusammen ergibt die klassische Ufer-Spinnrute für Barsch, Zander und mittlere Hechte.

Blank: was XSR und Diaflash wirklich tun

Shimano nennt zwei Blank-Merkmale, und beide sind mehr als Marketing-Vokabeln.

High Modulus XSR Multi-Directional Carbon beschreibt, wie die Fasern liegen. In einem einfachen Blank verlaufen die Carbonfasern überwiegend längs. Das gibt Rückstellkraft, lässt das Rohr unter seitlicher Last aber oval werden. Multidirektional bedeutet zusätzliche Faserlagen quer und diagonal, die das Rohr rund halten. Ein rundes Rohr überträgt Kraft verlustärmer und meldet feiner zurück, was am Grund passiert.

Diaflash sitzt laut Shimano im unteren Blankbereich und arbeitet gegen Blank-Twist, das seitliche Verdrehen unter Last. Der Effekt ist bei langen Ruten am größten: Beim Wurf wirkt die Rutenspitze als Hebel, und je länger dieser Hebel, desto stärker verdreht sich der Blank in der Beschleunigungsphase. Die Energie, die in diese Verwindung geht, fehlt dem Köder. Bei 2,69 m ist die Verstärkung an der richtigen Stelle eingebaut.

Wurfgewicht 5-28 g in echten Ködern

Die Zahlenspanne allein sagt wenig. Übersetzt in das, was tatsächlich am Karabiner hängt:

KöderGesamtgewichtLage im Fenster
7-cm-Gummifisch + 7-g-Jigkopfca. 12 gunteres Drittel, ideal
10-cm-Gummifisch + 12-g-Jigkopfca. 20 gMitte, Kernbereich
12-cm-Gummifisch + 14-g-Jigkopfca. 27 goberes Ende, geht
Wobbler 10 cm, schwimmend12-18 gMitte
Blinker 18 g18 gMitte
Spinner Größe 410-12 gunteres Drittel
15-cm-Gummifisch + 20-g-Kopfca. 40 güber der Grenze

Der praktische Kern: Die Rute deckt den meistgefischten Bereich beim Raubfischangeln ab. Die angegebenen 5 g markieren nach unten die reine Herstellergrenze. Ab etwa 7 g lädt der Blank sauber auf. Wer regelmäßig darunter fischt, greift zum kürzeren 3-14-g-Modell der Serie. Nach oben endet die Rute bei einem 12-cm-Shad mit schwerem Kopf. Für 15-cm-Köder auf Großhecht ist die passende Spinnrute für Hecht und Zander eine Nummer stärker gebaut.

Moderate-Fast: die Entscheidung, die vor dem Kauf ansteht

Die Aktion ist bei dieser Rute die eigentliche Kaufentscheidung, weil dieselbe Länge in der Serie auch mit Fast-Aktion existiert.

Fast biegt nur das obere Viertel. Das gibt einen direkten Anhieb, weil die Kraft ohne Umweg an der Schnur ankommt, und eine präzise Rückmeldung beim Jiggen. Moderate-Fast biegt etwa das obere Drittel bis zur Hälfte. Der Blank lädt beim Wurf mehr Energie und wirft dadurch bei gleichem Ködergewicht weiter. Im Drill federt er Fluchten ab, statt sie hart an den Haken weiterzugeben.

Daraus folgt die Zuordnung: Für das Jiggen mit Gummifisch auf Zander an langer Schnur ist Fast direkter, weil sich der Anhieb durch die Schnurdehnung ohnehin abschwächt. Für Wobbler, Blinker, Spinner und Kunstköder mit Eigenaktion ist Moderate-Fast die stimmigere Wahl, weil weiche Spitzen dem Köder das Laufen lassen und Aussteiger bei Barsch und Forelle seltener werden.

Wer beim Spinnfischen mit geflochtener Schnur arbeitet, bekommt mit Moderate-Fast zusätzlich einen Puffer: Geflecht dehnt sich kaum, die Dämpfung muss also der Blank leisten.

Fuji-Ringe und Fuji-Rollenhalter: das Bauteil, das zuletzt kaputtgeht

Bei einer Rute überlebt der Blank meist die Beringung. Genau deshalb ist die Ausstattung dieser Stradic bemerkenswert.

Fuji Alconite ist eine Keramik-Einlage, die deutlich härter ist als die Aluminiumoxid-Einlagen der Einstiegsklasse. Bei geflochtener Schnur zählt das doppelt: Geflecht arbeitet wie eine feine Säge, und im Drill entsteht Reibungswärme, die Alconite besser abführt. Eine eingelaufene Rille im Ring zerstört anschließend jede Schnur, die darüber läuft.

Die Rahmenformen K, KW und KR sind nach innen geneigt. Löst sich beim Wurf eine Schlaufe von der Spule, rutscht sie an der Schräge ab, statt sich am Ringfuß zu verhaken. Der Nutzen zeigt sich bei Gegenwind, wenn Perücken entstehen.

Der Fuji-Rollenhalter ist der zweite unauffällige Vorteil. Hausmarken-Halter arbeiten sich über die Jahre lose oder korrodieren an der Gewindehülse. Ein Fuji-Halter hält den Rollenfuß dauerhaft spielfrei, was auch das Gefühl in der Hand verbessert, weil Vibrationen ohne Spiel weitergeleitet werden.

Gewicht und Balance: 153 g und eine offene Frage

153 g bei 2,69 m sind für eine zweiteilige Carbon-Rute dieser Klasse durchschnittlich. Interessanter ist die Staffelung innerhalb der Serie, denn die Zahlen der Händlerlistung passen nicht zur Erwartung:

Modell (2,69 m)WurfgewichtGewicht
Stradic Spinning MOD-FAST5-28 g153 g
Stradic Spinning MOD-FAST7-35 g130 g
Stradic Spinning MOD-FAST14-42 g153 g

Normalerweise steigt das Gewicht mit der Power-Klasse. Hier wiegt die mittlere Variante 23 g weniger als beide Nachbarn. Eine Herstellererklärung dazu gibt es nicht, plausibel ist ein abweichender Blank-Aufbau bei der 7-35-g-Version. Für die Kaufentscheidung heißt das: Wer maximal leicht fischen will und mit 7 g Untergrenze leben kann, bekommt in derselben Serie und Länge die leichtere Rute.

Für die Balance gilt: Mit einer 2500er bis 3000er Rolle um 200 bis 250 g liegt der Schwerpunkt knapp vor dem Rollenfuß. Das ist die Zone, in der eine Rute über acht Stunden nicht ins Handgelenk drückt. Eine passende Shimano Stradic FM 2500HG aus derselben Familie wiegt 210 g und trifft diesen Bereich genau.

Kork: Vorteil mit Pflegeaufwand

Shimano gibt allen Moderate-Fast-Modellen einen geteilten Korkgriff. Der geteilte Aufbau spart Material am Blank zwischen Vorder- und Hintergriff, was Gewicht spart und die Rückmeldung erhöht, weil die Hand den Blank näher am Rohr hält.

Kork hat drei echte Vorteile: Er ist leichter als EVA, er bleibt bei Nässe und Kälte griffig, und er wird über die Jahre nicht klebrig. Der Preis dafür ist Pflege. Kork ist offenporig und nimmt Fischschleim, Sonnencreme und Salz auf. Wer nach dem Ansitz nicht abwischt, hat nach zwei Saisons dunkle Flecken, die sich nicht mehr lösen. Nach Salzwassereinsatz gehört der Griff mit Süßwasser abgespült.

Transport: 1,39 m sind die halbe Miete

Das Transportmaß von 1,39 m klingt unspektakulär und entscheidet trotzdem oft über den Alltag. Quer in den Kofferraum passt diese Länge bei praktisch jedem Kombi und den meisten Kompaktwagen. Wer regelmäßig mit dem Rad oder öffentlich zum Wasser fährt, findet in der Serie die vierteiligen Modelle mit Transportmaßen um 0,60 bis 0,73 m.

Ein Futteral führt Shimano für dieses Modell nicht auf. Bei einer Rute jenseits von 140 € ist das eine Lücke, die sich mit einem einfachen Rutenschutz für rund 20 € schließen lässt.

Alternativen im Vergleich

ModellLängeWurfgewichtGewichtAktionPreisniveau
Shimano Stradic Spinning2,69 m5-28 g153 gModerate-Fastab rund 148 €
Shimano Stradic Spinning2,69 m7-35 g130 gModerate-Fastab rund 159 €
Shimano Stradic Spinning2,42 m7-35 g123 gModerate-Fastab rund 166 €
Shimano Sustain Spinning 2,70 m2,70 m14-40 g165 gFastab rund 230 €
Savage Gear Parabellum CCS 2,46 m2,46 m9-32 g154 gFastab rund 105 €

Die Tabelle zeigt die Einordnung. Innerhalb der Serie ist das 7-35-g-Modell die leichtere Rute bei mehr Reserve, was den Aufpreis von rund 11 € wert sein kann. Die Sustain liegt eine Klasse höher und bringt die härtere Fast-Aktion für schweres Jiggen mit. Die Parabellum unterbietet die Stradic um rund 40 € und ist die Wahl für alle, denen Fuji-Bauteile weniger wichtig sind als der Preis.

Für wen sich diese Stradic lohnt

Sie passt für den Uferangler mit gemischtem Köderprogramm: morgens Wobbler an der Kante, mittags Gummifisch am Kraut, abends Blinker über der Rinne. Genau in diesem Wechsel spielt die Moderate-Fast-Aktion ihre Stärke aus, weil sie mehrere Techniken gleich gut bedient.

Sie passt außerdem für Angler, die eine Rute lange behalten wollen. Fuji-Ringe und Fuji-Rollenhalter sind die Bauteile, an denen billige Ruten nach drei Jahren scheitern, und sie kosten hier keinen Aufpreis gegenüber Wettbewerbern mit Hausmarken-Beschlägen.

Weniger passend ist sie für reines Vertikalangeln vom Boot, wo 2,69 m zu lang sind, und für konsequentes Jiggen auf Zander an langer Schnur, wo die Fast-Modelle der Serie den direkteren Anhieb liefern. Wer überwiegend mit 15-cm-Ködern auf Großhecht fischt, braucht ohnehin eine stärkere Klasse.

Einordnung: die Ausstattung trägt den Preis

Datenbasiert betrachtet bekommt man hier eine Rute, deren Preis in den Bauteilen steckt: Fuji-Alconite-Beringung, Fuji-Rollenhalter, XSR-Carbon mit Diaflash-Verstärkung, Korkgriff. Das sind vier Punkte, die im Prospekt langweilig aussehen und über die Nutzungsdauer entscheiden.

Die Schwächen sind benennbar und klein: Die Ringanzahl bleibt offen, das Gewicht von 153 g wird von der stärkeren Variante derselben Länge unterboten, und ein Futteral fehlt. Nichts davon ist ein Ausschlusskriterium, alles davon gehört in eine ehrliche Rechnung.

Mit 4,1 von 5 ist die Stradic Spinning 2,69 m die Empfehlung für Angler, die eine Allround-Spinnrute im mittleren Wurfgewicht suchen und Wert auf Bauteile legen, die halten. Wer leichter fischen will, nimmt die 7-35-g-Version derselben Länge. Welche Schnur dazu passt, klärt unser Ratgeber zum Verbinden von geflochtener Schnur mit Fluorocarbon.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Fuji-Alconite-Ringe und Fuji-Rollenhalter sind in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit und bestimmen die Lebensdauer der Rute stärker als der Blank
  • Die Diaflash-Verstärkung im unteren Blankbereich arbeitet genau dort, wo eine 2,69-m-Rute beim Wurf am stärksten verdreht
  • 5-28 g decken den meistgefischten Bereich beim Raubfischangeln ab: Gummifisch bis 12 cm mit 10-14 g Kopf, Wobbler bis 12 cm, mittlere Blinker
  • Moderate-Fast lädt beim Wurf weiter auf als eine harte Fast-Aktion und verzeiht schnelle Fluchten am kurzen Schnurweg
  • Kork bleibt bei Kälte und Nässe griffig und wird im Gegensatz zu EVA über Jahre nicht klebrig
  • Transportmaß 1,39 m passt quer in fast jeden Kofferraum

Schwächen

  • Mit 153 g wiegt dieses Modell mehr als die stärkere 2,69-m-Version mit 7-35 g (130 g), eine Erklärung für die Staffelung nennt Shimano nicht
  • Shimano weist die Ringanzahl weder im Datenblatt noch in den Händlerlistungen aus
  • Die Moderate-Fast-Aktion ist für harte Anhiebe beim Vertikal- und Jigangeln auf Zander die zweite Wahl, dafür gibt es die Fast-Modelle der Serie
  • Kork braucht Pflege: Salzwasser und Schuppenreste gehören nach jedem Ansitz abgewaschen
  • Ein Futteral gehört bei einer Rute jenseits von 140 € bei manchen Wettbewerbern zum Lieferumfang, Shimano führt keines auf

Bewertung im Detail

Blank & Aktion 4,5
Ausstattung 4,5
Gewicht & Handling 3,5
Preis-Leistung 4,0
Gesamtwertung 4,1 / 5

Häufige Fragen

Für welche Köder ist die Shimano Stradic Spinning 2,69 m mit 5-28 g gedacht?

Für den Standardbereich beim Raubfischangeln. Ein 10-cm-Gummifisch mit 12-g-Jigkopf liegt bei rund 20 g und damit mittig im Fenster. Wobbler zwischen 8 und 12 cm wiegen meist 10 bis 25 g, Spinner der Größen 3 bis 5 zwischen 7 und 18 g. Nach oben endet die Rute bei einem 12-cm-Shad mit schwerem Kopf. Nach unten arbeitet sie ab etwa 7 g sauber, weil die angegebenen 5 g die reine Herstellergrenze markieren.

Was bedeutet Moderate-Fast bei einer Spinnrute?

Die Aktion beschreibt, welcher Anteil des Blanks sich unter Last biegt. Bei Fast krümmt sich nur das obere Viertel, bei Moderate-Fast etwa das obere Drittel bis zur Hälfte. Der weichere Aufbau lädt beim Wurf mehr Energie und wirft dadurch bei gleichem Ködergewicht weiter. Im Drill federt er Fluchten ab, was bei dünnem Vorfach und kurzem Schnurweg der entscheidende Punkt ist. Für harte Anhiebe über 30 m Schnur ist eine Fast-Aktion direkter.

Welche Rollengröße passt zur Stradic Spinning 2,69 m?

Eine 2500er bis 3000er Stationärrolle. Bei 153 g Rutengewicht liegt der Balancepunkt mit einer Rolle um 200 bis 250 g knapp vor dem Rollenfuß, was über einen langen Angeltag das Handgelenk schont. Shimano baut die Serie ausdrücklich passend zu den Stradic-Rollen, technisch spricht aber nichts gegen jede andere Rolle dieser Größenklasse.

Was ist ein XSR-Carbon-Blank?

XSR steht bei Shimano für einen multidirektionalen Carbon-Aufbau: Die Fasern liegen in mehreren Winkeln übereinander statt nur längs. Längsfasern liefern Rückstellkraft, quer und diagonal liegende Fasern halten das Rohr rund. Ein Blank, der unter Last rund bleibt, überträgt Kraft verlustärmer und gibt feiner zurück, was am Grund gefischte Köder spürbar macht.

Wozu dient die Diaflash-Technologie?

Diaflash sitzt im unteren Blankbereich und arbeitet gegen Blank-Twist, also das seitliche Verdrehen des Rohrs unter Last. Verdreht sich der Blank beim Wurf, geht ein Teil der Energie in die Verwindung statt in den Köder, und die Ringe laufen kurzzeitig aus der Flucht. Bei 2,69 m Länge wirkt dieser Hebel stärker als bei einer kurzen Rute, deshalb sitzt die Verstärkung genau dort.

Was bringen Fuji-Alconite-Ringe?

Alconite ist eine Keramik-Einlage mit hoher Härte und guter Wärmeableitung. Bei geflochtener Schnur zählt beides: Geflecht sägt in weichere Einlagen, und beim schnellen Drill entsteht Reibungswärme. Die K-, KW- und KR-Rahmenformen von Fuji sind zusätzlich nach innen geneigt, wodurch sich lösende Schnurschlaufen selbst wieder freigeben statt sich am Ring zu verhaken.

Kork oder EVA am Griff, was ist besser?

Kork ist leichter, bleibt bei Nässe und Kälte griffig und wird nicht klebrig. Dafür ist er druckempfindlich und nimmt Fischschleim und Salz auf, was regelmäßiges Abwaschen nötig macht. EVA ist robuster und pflegeleichter, dämpft aber die Rückmeldung minimal stärker. Shimano gibt in der Stradic-Serie den Moderate-Fast-Modellen Kork und den Fast-Modellen EVA.

Welche Modelle gibt es in der Stradic-Spinning-Serie?

Die Serie umfasst 15 Modelle in drei Bauarten: zweiteilige Ruten mit Fast-Aktion und EVA-Griff, zweiteilige mit Moderate-Fast-Aktion und Korkgriff sowie viertteilige Reiseruten mit Moderate-Fast-Aktion und Vollkorkgriff. Die Längen reichen von 2,03 m bis 3,00 m, die Wurfgewichte von 1-7 g bis 21-56 g. Die Preise liegen laut Händlerlistungen zwischen rund 122 und 185 €.

Taugt die Rute zum Angeln an der Küste?

Shimano nennt das Spinnfischen an der Küste ausdrücklich als Einsatzgebiet, und 2,69 m mit 5-28 g sind für Meerforelle eine gängige Kombination. Zwei Punkte gehören dazu: Die Rute muss nach jedem Salzwassertag mit Süßwasser abgespült werden, und der Korkgriff verträgt Salzkristalle schlecht. Wer überwiegend an der Küste fischt, fährt mit einer 3,00-m-Version der Serie beim Wurf über die Brandung weiter.

Wie viel wiegt die Rute im Vergleich zur Konkurrenz?

153 g bei 2,69 m sind für eine zweiteilige Carbon-Spinnrute dieser Preisklasse durchschnittlich. Auffällig ist die Staffelung innerhalb der Serie: Die Version mit 7-35 g wiegt bei identischer Länge nur 130 g, das stärkere 14-42-g-Modell wieder 153 g. Eine Erklärung dafür nennt Shimano nicht, plausibel ist ein abweichender Blank-Aufbau bei der mittleren Variante.

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