Braucht man einen Angelschein in Frankreich? Carte de pêche

Im Süßwasser brauchst du in Frankreich die carte de pêche, ganz ohne Prüfung. Was sie 2026 kostet, was am Meer gilt und welche Strafe ohne Karte droht.

Grundlagen Veröffentlicht am 9 Min. Lesezeit

Inhalt
  1. Die kurze Antwort: ja, und sie heißt carte de pêche
  2. Welche Karte du brauchst und was sie 2026 kostet
  3. So kaufst du die Karte
  4. 1. und 2. Kategorie: zwei Gewässertypen, zwei Regelwerke
  5. Angelzeiten und Nachtangeln
  6. Hecht, Zander und Barsch: Schonzeit, Maße und Tagesgrenze
  7. Am Meer: keine Karte, aber seit 2026 eine Registrierung
  8. Angeln ohne carte de pêche: wo es erlaubt ist
  9. Gegenseitigkeit: eine Karte für viele Départements
  10. Weitere Regeln, die vom deutschen Recht abweichen
  11. Frankreich im Vergleich zu den Nachbarländern
  12. Fazit: Karte kaufen, Kategorie prüfen, Hecht schonen
  13. Häufige Fragen

Karpfen in der Saône, Hecht in den Seen des Nordens, Forellen in den Pyrenäen: Frankreich hat mehr Angelwasser, als man in einem Urlaub befischen kann. Der Papierkram dafür ist erfreulich schlank, folgt aber einer eigenen Logik mit Vereinsbeitritt, Gewässerkategorien und Département-Preisen. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Karte du brauchst, was sie 2026 kostet und welche Regeln am Wasser anders sind als zu Hause.

Das Wichtigste in Kürze

  • Süßwasser: ja. Für Flüsse, Seen und Kanäle brauchst du die carte de pêche. Eine Prüfung gibt es nicht.
  • Kauf in Minuten: online über cartedepeche.fr, als Jahres-, Wochen- oder Tageskarte.
  • Preise 2026: Jahreskarte rund 87 bis 92 €, Wochenkarte 36,50 €, Tageskarte ab 12 €, je nach Département.
  • Meer: keine Karte. Seit 12. Februar 2026 gilt ab 16 Jahren eine Registrierung in der RECFishing-App, im Atlantik für bestimmte Arten, im Mittelmeer generell.
  • Ohne Karte am Süßwasser: Übertretung mit bis zu 450 € Geldstrafe.

Die kurze Antwort: ja, und sie heißt carte de pêche

Wer in Frankreich im Süßwasser angelt, braucht eine carte de pêche. Rechtlich ist sie mehr als ein Angelschein: Mit dem Kauf trittst du einer örtlichen Angelvereinigung bei, einer AAPPMA (Association agréée pour la pêche et la protection du milieu aquatique), und zahlst die CPMA, eine landesweite Abgabe für den Gewässerschutz. Beides zusammen ergibt die Karte.

Der entscheidende Unterschied zu Deutschland: Es gibt keine Prüfung. Kein Kurs, kein Test, kein Sachkundenachweis. Der deutsche Fischereischein spielt in Frankreich deshalb keine Rolle, er wird weder verlangt noch als Ersatz akzeptiert. Du kaufst die Karte wie ein französischer Angler und hast dieselben Rechte.

Wo die Karte gilt, hängt vom gewählten Verein und Kartentyp ab. Mit der Jahreskarte darfst du alle Gewässer befischen, an denen deine AAPPMA und die mit ihr verbundenen Vereine des Départements das Fischereirecht haben. Über Gegenseitigkeitsabkommen wächst dieses Gebiet oft deutlich über das eigene Département hinaus (dazu unten mehr).

Welche Karte du brauchst und was sie 2026 kostet

Die Preise legt jede Départementsföderation selbst fest, sie liegen aber nah beieinander. Zwei Beispiele aus den offiziellen Tariflisten für 2026:

KartentypFür wenMaine-et-LoireLozère
Personne majeureErwachsene, ganze Saison87 €92 €
InterfédéraleErwachsene, mit erweiterter Gegenseitigkeit114 €–
Découverte femmeFrauen, eine Rute42 €42 €
Personne mineureunter 18 Jahren am 1. Januar27 €21 €
Découverte −12 ansunter 12 Jahren am 1. Januar8 €8 €
Hebdomadaire7 aufeinanderfolgende Tage36,50 €36,50 €
Journalièreein Tag12 €15 €

Quellen: Tariflisten der Föderation Maine-et-Loire und der Föderation Lozère.

Für einen Angelurlaub rechnet sich die Wahl schnell durch:

  • Bis zu zwei Angeltage: Tageskarten sind am günstigsten.
  • Drei bis sieben Tage am Stück: Die Wochenkarte für 36,50 € lohnt sich bei Tageskarten zu 15 € schon ab dem dritten, bei 12 € ab dem vierten Angeltag. Laut Föderation Maine-et-Loire hat sie dieselben Rechte wie die Jahreskarte.
  • Zwei Urlaube im Jahr oder längere Aufenthalte: Die Jahreskarte ist ab etwa dem dritten Wochenaufenthalt günstiger. Für den Herbst 2026 wirbt cartedepeche.fr zudem mit 50 Prozent Nachlass auf die Erwachsenenkarte.

Die Tageskarte hat einen Haken: In Maine-et-Loire gilt sie nur im eigenen Département, ohne die erweiterte Gegenseitigkeit der Jahreskarte.

So kaufst du die Karte

Der Weg führt fast immer über cartedepeche.fr, das offizielle Portal der französischen Anglerverbände:

  1. Département wählen, in dem du angeln willst.
  2. AAPPMA auswählen. Für Urlauber lohnt der Verein am Urlaubsort, weil dessen Gewässer in jedem Fall abgedeckt sind.
  3. Kartentyp wählen, Name, Geburtsdatum und Adresse angeben.
  4. Bezahlen und die Karte als PDF speichern. Sie gilt sofort und kann auf dem Handy vorgezeigt werden.

Wer es lieber analog mag, bekommt die Karte bei den dépositaires, meist Angelgeschäfte, Tabakläden oder Campingplätze. Im Hochsommer ist das Online-Portal der schnellere Weg, weil die Ausgabestellen an Wochenenden oft geschlossen haben.

1. und 2. Kategorie: zwei Gewässertypen, zwei Regelwerke

Französische Binnengewässer sind in zwei Kategorien eingeteilt, und fast alle Regeln hängen daran:

  • 1. Kategorie (première catégorie): Gewässer mit überwiegend Salmoniden, also Forellenbäche, Gebirgsflüsse und viele Bergseen.
  • 2. Kategorie (deuxième catégorie): alle übrigen, also die großen Tieflandflüsse, Seen, Stauseen und Kanäle mit Karpfen, Weißfisch, Hecht, Zander und Barsch.
Schematischer Längsschnitt vom Gebirge bis zum Meer in Frankreich mit drei Zonen: Im Oberlauf die Gewässer der 1. Kategorie mit carte de pêche und meist einer Rute sowie einer Forellensaison von Mitte März bis Ende September, im Mittel- und Unterlauf die Gewässer der 2. Kategorie mit carte de pêche, bis zu vier Ruten und einer Hechtschonzeit von Ende Januar bis Ende April samt Köderverbot, am Meer keine Karte, dafür seit Februar 2026 die RECFishing-Registrierung ab 16 Jahren; daneben ein geschlossener Privatteich, für den keine Karte nötig ist
Die Kategorie des Gewässers bestimmt Rutenzahl und Saison, am Meer und am geschlossenen Privatteich entfällt die Karte.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick, nach den Regelwerken der Föderationen Maine-et-Loire und Pyrénées-Atlantiques für 2026:

Regel1. Kategorie2. Kategorie
Rutenmeist 1, auf öffentlichen Strecken teils 2bis zu 4 (öffentliche Strecken), auf Privatstrecken teils 3
Saison2026 in den Pyrénées-Atlantiques 14. März bis 20. Septemberganzjährig, mit Artschonzeiten
Typische ArtenBach- und Regenbogenforelle, SaiblingKarpfen, Hecht, Zander, Barsch, Weißfisch
Découverte-Karteneine Ruteeine Rute

Ob ein Gewässerabschnitt zur 1. oder 2. Kategorie gehört, legt die Präfektur fest. Die Föderationen des Départements veröffentlichen Karten dazu, und an vielen Gewässern steht es auf Schildern. Im Zweifel fragst du beim Kartenkauf nach.

Angelzeiten und Nachtangeln

Geangelt werden darf grundsätzlich von einer halben Stunde vor Sonnenaufgang bis eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. Nachts ist das Angeln verboten, mit einer bekannten Ausnahme: der carpe de nuit, dem Nachtangeln auf Karpfen.

Die carpe de nuit ist nur auf ausdrücklich freigegebenen Strecken erlaubt, die jede Föderation in ihrem Regelwerk aufführt. In den Pyrénées-Atlantiques etwa gilt sie 2026 an einzelnen Flüssen und Seen, vom Ufer aus und nur mit pflanzlichen Ködern. Boilies, Mais und Tigernüsse passen, Wurm oder Köderfisch nicht. Wer außerhalb dieser Strecken nachts eine Rute im Wasser hat, angelt verbotenerweise. Für Karpfenangler mit Nachtansitz ist der Blick in die Streckenliste deshalb der wichtigste Schritt der Planung. Allgemeine Tipps für den Ansitz im Dunkeln stehen im Ratgeber Tipps zum Nachtangeln.

Hecht, Zander und Barsch: Schonzeit, Maße und Tagesgrenze

Für Raubfischangler ist Frankreich besonders reizvoll, die Regeln sind aber strenger, als viele erwarten.

Hechtschonzeit mit Köderverbot. In der 2. Kategorie ist der Hecht grob von Ende Januar bis Ende April geschont. 2026 lief die Schonzeit laut Föderation Pyrénées-Atlantiques vom 26. Januar bis 24. April. In dieser Zeit ist das Angeln mit lebendem und totem Köderfisch und mit Kunstködern verboten, die einen Hecht nicht nur zufällig fangen könnten. In der Praxis trifft das auch das Spinnfischen auf Zander und Barsch.

Mindestmaße. In der 2. Kategorie gelten landesweit 60 Zentimeter für den Hecht und 50 Zentimeter für den Zander, für den Schwarzbarsch (Black-Bass) nennt die Föderation Pyrénées-Atlantiques 40 Zentimeter. Die Präfekturen dürfen strengere Werte festlegen.

Tagesgrenze. Nach dem Regelwerk der Pyrénées-Atlantiques darfst du pro Tag höchstens drei Raubfische aus Hecht, Zander und Schwarzbarsch entnehmen, davon höchstens zwei Hechte.

Die Messlatte liegt damit höher als in den meisten deutschen Bundesländern. Wer mit der Erwartung eines 45er-Mindestmaßes anreist, muss in Frankreich viele Hechte zurücksetzen. Wie sich die Schonzeit-Regeln grundsätzlich lesen lassen, erklärt der Ratgeber Angeln in der Schonzeit.

Am Meer: keine Karte, aber seit 2026 eine Registrierung

Das Angeln im Meer ist in Frankreich ohne carte de pêche erlaubt, vom Strand, von der Mole und vom Boot. Seit dem 12. Februar 2026 gilt aber eine neue Pflicht, die auf der EU-Kontrollverordnung beruht:

  • Wer: Freizeitangler ab 16 Jahren, auch wer alles zurücksetzt.
  • Wie: Registrierung in der kostenlosen RECFishing-App, gültig für zwölf Monate.
  • Atlantik und Ärmelkanal: nur, wenn du empfindliche Arten befischst. Im Ärmelkanal sind das Pollack, Wolfsbarsch und Rote Fleckbrasse, im Golf von Biskaya zusätzlich die Makrele, in der Nordsee die Makrele.
  • Mittelmeer: alle Freizeitangler, ausgenommen das Sammeln zu Fuß.
  • Fangmeldung: Fänge der betroffenen Arten meldest du laut Seebehörde innerhalb von 24 Stunden in der App.

Die verbindlichen Vorgaben stehen auf der Seite des französischen Meeresministeriums. Zusätzlich gilt eine französische Besonderheit: Bestimmte entnommene Arten müssen markiert werden, indem man den unteren Teil der Schwanzflosse abschneidet. Das soll den Weiterverkauf von Freizeitfängen verhindern, welche Arten betroffen sind, nennt das Ministerium.

Dieselbe EU-Regel gilt übrigens auch in den Niederlanden, dort bereits seit dem 10. Januar 2026. Wie sie dort umgesetzt ist, steht im Ratgeber Braucht man einen Angelschein in Holland?.

Angeln ohne carte de pêche: wo es erlaubt ist

Neben dem Meer gibt es einen zweiten legalen Weg ohne Karte: die eaux closes. Das sind geschlossene Gewässer ohne Verbindung zu einem Fließgewässer, etwa private Teiche. Sie fallen nicht unter die Kartenpflicht, dort genügt die Erlaubnis des Eigentümers.

Viele kommerzielle Karpfenseen, die bei deutschen Anglern beliebt sind, gehören in diese Gruppe. Du buchst dort beim Betreiber und angelst nach seinen Regeln, oft auch nachts. Ob ein Teich wirklich als eau close gilt, weiß der Betreiber. Ein Stausee oder ein Baggersee mit Zufluss gehört meist nicht dazu.

Alle übrigen Gewässer sind eaux libres mit Kartenpflicht. Wer dort ohne Karte angelt, begeht eine Übertretung der 3. Klasse nach dem Code de l’environnement, dem französischen Umweltgesetzbuch. Der Strafrahmen reicht bis 450 Euro. Kontrolliert wird von den Fischereiaufsehern der Vereine und von Beamten der französischen Biodiversitätsbehörde OFB, auch an Urlaubsorten.

Gegenseitigkeit: eine Karte für viele Départements

Die Jahreskarte gilt zunächst für die Gewässer deiner AAPPMA. Über Gegenseitigkeitsabkommen wird daraus schnell ein großes Revier:

  • Innerhalb des Départements sind die meisten Vereine über die Föderation miteinander verbunden.
  • Über das Département hinaus gibt es drei große Verbünde: EHGO, CHI und URNE. Die Interfédérale-Karte in Maine-et-Loire gilt für alle Départements dieser drei Verbünde.

Wer mit dem Wohnmobil durch mehrere Regionen fährt, spart mit der Interfédérale-Karte also Einzelkarten. Wer eine Woche an einem See verbringt, braucht sie nicht.

Weitere Regeln, die vom deutschen Recht abweichen

Einige Vorgaben überraschen deutsche Angler regelmäßig:

  • Karpfen nachts nur zurück: Auf vielen carpe-de-nuit-Strecken dürfen nachts gefangene Karpfen nicht mitgenommen werden, das Regelwerk der Föderation nennt die Details.
  • Rutenzahl je nach Karte: Die Découverte-Karten für Frauen und Kinder erlauben immer nur eine Rute, auch in der 2. Kategorie.
  • Präfekturen und Vereine regeln nach: Mindestmaße, Schonzeiten und Sperrstrecken können je Département abweichen. Die Föderationen veröffentlichen jedes Jahr ein neues Regelwerk.

Wer mit Ausrüstung im Flugzeug anreist, findet die Regeln für den Transport im Ratgeber Angelrute im Flugzeug.

Frankreich im Vergleich zu den Nachbarländern

LandWas du brauchstPrüfung nötig
Frankreichcarte de pêche über eine AAPPMA, am Meer keine Kartenein
NiederlandeVISpas über einen Angelverein, ab 14 Jahrennein
Italienregionale Angellizenz, dazu oft ein Gewässerpermitnein (für Urlauber)
DeutschlandFischereischein nach Fischerprüfung plus Angelkarteja

Wie es jenseits der Alpen läuft, erklärt der Ratgeber Braucht man einen Angelschein in Italien?. Die deutschen Regeln fasst der Ratgeber Braucht man einen Angelschein? zusammen.

Fazit: Karte kaufen, Kategorie prüfen, Hecht schonen

Für einen Angelurlaub in Frankreich brauchst du im Süßwasser genau ein Dokument: die carte de pêche, ohne Prüfung online gekauft. Für einen Urlaub von drei bis sieben Tagen ist die Wochenkarte für 36,50 € meist die beste Wahl.

Vor dem ersten Wurf klärst du drei Dinge: die Kategorie deines Gewässers (sie bestimmt Rutenzahl und Saison), die Hechtschonzeit mit ihrem Köderverbot, falls du im Frühjahr anreist, und bei Nachtansitzen die carpe-de-nuit-Strecken der Föderation. Am Meer brauchst du keine Karte, ab 16 Jahren aber je nach Zielart und Küste die Registrierung in der RECFishing-App.

Häufige Fragen

Braucht man in Frankreich einen Angelschein?

Im Süßwasser ja. Für Flüsse, Seen und Kanäle brauchst du die carte de pêche, die du über den Beitritt zu einem Angelverein (AAPPMA) erwirbst. Eine Prüfung wie die deutsche Fischerprüfung gibt es nicht, die Karte ist online in wenigen Minuten gekauft. Am Meer brauchst du keine Karte, dort gilt seit Februar 2026 aber teils eine Registrierung in der RECFishing-App.

Gilt der deutsche Fischereischein in Frankreich?

Nein, er spielt in Frankreich keine Rolle. Die carte de pêche setzt keinerlei Sachkundenachweis voraus und wird auch ausländischen Anglern ohne Prüfung ausgestellt. Umgekehrt ersetzt der deutsche Schein die französische Karte an keinem Gewässer.

Was kostet die carte de pêche 2026?

Das hängt vom Département ab. Die Jahreskarte für Erwachsene kostet 2026 etwa 87 Euro in Maine-et-Loire und 92 Euro in der Lozère, die Wochenkarte 36,50 Euro, die Tageskarte je nach Département ab 12 Euro. Frauen zahlen für die Découverte-Karte 42 Euro, Kinder unter 12 Jahren 8 Euro.

Wo kauft man die carte de pêche?

Am einfachsten online über cartedepeche.fr, das Portal des französischen Anglerverbands. Du wählst Département und Verein, bezahlst per Karte und bekommst die Karte als PDF zum Ausdrucken oder fürs Handy. Alternativ verkaufen Angelgeschäfte und andere Ausgabestellen die Karten vor Ort.

Braucht man in Frankreich am Meer einen Angelschein?

Nein. Das Angeln im Meer ist in Frankreich ohne Karte erlaubt. Seit dem 12. Februar 2026 müssen sich aber Angler ab 16 Jahren in der europäischen RECFishing-App registrieren, im Atlantik und Ärmelkanal, sobald sie bestimmte Arten wie Wolfsbarsch oder Pollack befischen, im Mittelmeer alle Freizeitangler außer beim Sammeln zu Fuß.

Wie hoch ist die Strafe fürs Angeln ohne carte de pêche?

Angeln ohne Karte ist in Frankreich eine Übertretung der 3. Klasse nach dem Umweltgesetzbuch, die mit bis zu 450 Euro Geldstrafe geahndet werden kann. Dazu kommen gegebenenfalls Verstöße gegen Schonzeiten, Mindestmaße oder Rutenzahl, die getrennt geahndet werden. Kontrolliert wird von Fischereiaufsehern der Vereine und der Behörden.

Darf man in Frankreich ohne Angelschein am Privatteich angeln?

An geschlossenen Privatgewässern ohne Verbindung zu einem Fließgewässer, den sogenannten eaux closes, brauchst du keine carte de pêche. Dort genügt die Erlaubnis des Eigentümers. Viele kommerzielle Karpfen- und Forellenteiche fallen in diese Gruppe, ob ein Teich wirklich als eau close gilt, weiß der Betreiber.

Wie viele Ruten darf man in Frankreich benutzen?

In den Gewässern der 1. Kategorie, also den Forellengewässern, meist eine Rute, auf öffentlichen Strecken teils zwei. In der 2. Kategorie sind mit der Jahres- oder Wochenkarte bis zu vier Ruten erlaubt, auf privaten Vereinsstrecken legen manche Départements drei fest. Mit den Découverte-Karten für Frauen und Kinder ist es immer eine Rute.

Das könnte dich auch interessieren