Technische Daten
| Modell | Tournament AGS Spin, Artikelnummer 11120-240 |
|---|---|
| Länge | 2,40 m |
| Wurfgewicht | 14 bis 42 g |
| Aktion | extra fast (extra schnell) |
| Gewicht | 125 g laut Daiwa |
| Teile | 2 (Steckrute) |
| Transportlänge | 126 cm |
| Ringe | 9 Stück, AGS-Ringe mit Kohlefaserrahmen, unterwickelt |
| Spitzenring | Fuji SiC |
|---|---|
| Blank | SVF-Nanoplus-Kohlefaser mit Micro Pitch Taping |
| Blankkonstruktion | X45X (Bias-Kohlefaser über die komplette Blankoberfläche) |
| Steckverbindung | V-Joint Alpha (Zapfenverbindung) |
| Rollenhalter | Daiwa Zero Seat |
| Griff | EVA und Kohlefaser |
| Serie | Tournament AGS Spinning (Spin, Jiggerspin, Solid Spin) |
| UVP | 547,00 € laut Daiwa |
Angaben laut Hersteller-Datenblatt und Händlerlistung, Abweichungen sind in der Tabelle vermerkt.
Unsere Einordnung
Das spricht dafür
- AGS-Ringe mit Kohlefaserrahmen sparen laut Daiwa bis zu 40 % Ringgewicht, das schärft die Rückmeldung an der Spitze spürbar
- 125 g auf 2,40 m sind für eine Rute dieser Kraftklasse ein sehr niedriger Wert
- SVF-Nanoplus mit reduziertem Harzanteil ergibt einen extrem schnellen Blank mit wenig Nachschwingen
- X45X legt Bias-Kohlefaser über die komplette Blankoberfläche und erhöht die Verwindungsfestigkeit laut Daiwa um weitere 25 %
- Wurfgewichtsfenster 14-42 g deckt die gängigen Zander- und Hechtköder am Jigkopf vollständig ab
- Sieben Modelle in der Spin-Reihe, dazu Jiggerspin und Solid Spin für angrenzende Einsatzzwecke
Das spricht dagegen
- AGS-Ringe aus Kohlefaser sind stoßempfindlicher als Metallrahmen, ein Schlag gegen die Bordwand oder einen Stein kann den Rahmen brechen
- Der Preis liegt selbst im Handel weit über dem, was die meisten Angler für eine Zanderrute ausgeben
- 126 cm Transportlänge bei zwei Teilen, für Flugreisen und kleine Autos ist das unpraktisch
- Daiwa weist keine Angabe zur passenden Rollengröße oder zum Schnurdurchlauf aus
- Die Vorgängergeneration ist im Handel deutlich günstiger und fängerisch sehr nah dran
Die Tournament AGS ist die Rutenserie, mit der Daiwa den technischen Anspruch der eigenen Marke abbildet: Kohlefaserringe, ein Blank mit reduziertem Harzanteil und ein Preisschild, das mit 547,00 € UVP eine klare Ansage macht. Das Modell mit 2,40 m Länge und 14 bis 42 g Wurfgewicht ist darin die klassische Zanderrute, im Handel derzeit ab 409,99 €. Diese Rezension ordnet sie datenbasiert ein, anhand des Daiwa-Datenblatts, der verbauten Komponenten und des Vergleichs mit den Nachbarmodellen.
Was AGS ist und warum Daiwa dafür Geld verlangt
Der Name der Serie steckt in den Ringen. AGS steht für Air Guide System: Der Rahmen, der die Ringeinlage trägt, besteht bei diesen Ruten aus Kohlefaser statt aus Metall. Laut Daiwa spart das bis zu 40 % Ringgewicht.
Diese Zahl klingt nach Detailoptimierung und hat zwei handfeste Folgen. Die erste ist physikalisch: Masse an der Rutenspitze wirkt am längsten Hebel. Jedes Gramm dort verlangsamt die Rückstellung des Blanks nach dem Wurf und nach jedem Zupfer. Neun leichtere Ringe verteilt über 2,40 m verändern das Schwingverhalten der ganzen Rute, nicht nur ihr Gesamtgewicht.
Die zweite Folge ist akustisch, wenn man so will. Kohlefaser leitet Schwingung anders weiter als Metall. Der Kontakt des Jigkopfs mit dem Grund, das Anfassen eines Zanders, das Schleifen über Muschelbänke: All das erreicht über den Ringrahmen den Blank und über den Blank die Hand. Genau das ist der Kaufgrund dieser Serie.
Der Nachteil steht in derselben Zeile. Ein Kohlefaserrahmen bricht, wo ein Metallrahmen sich verbiegt. Wer die Rute im Boot achtlos gegen die Bordwand legt oder sie am Ufer über Steine zieht, riskiert einen gebrochenen Rahmen. Das gehört zur Bauart und ist der Preis für das gesparte Gewicht.
Der Blank: SVF Nanoplus, X45X und V-Joint Alpha
Daiwa nennt für die aktuelle Serie drei Technologien, die zusammenarbeiten.
SVF Nanoplus beschreibt eine Kohlefaser mit reduziertem Harzanteil. Harz ist das, was die Fasern zusammenhält, es trägt aber selbst kaum Last und bringt Gewicht mit. Weniger Harz bei gleicher Faserzahl ergibt einen leichteren Blank, der nach der Biegung schneller in die Ausgangsform zurückkehrt. Genau daher kommt die Aktionsangabe extra fast.
X45X ist die Faseranordnung. Klassisch werden Kohlefasermatten längs und quer gewickelt, X45 legt zusätzlich Fasern in 45 Grad Winkel darüber. Das X am Ende steht bei der aktuellen Generation dafür, dass diese Bias-Kohlefaser über die komplette Blankoberfläche liegt statt nur zonenweise. Daiwa beziffert den Gewinn auf weitere 25 % Verwindungsfestigkeit.
Verwindungsfestigkeit klingt abstrakt, ist beim Jiggen aber der entscheidende Wert. Wenn du einen 20-g-Jig auf 40 m Entfernung anhebst, will sich der Blank unter der seitlichen Last leicht verdrehen. Jede dieser Verdrehungen schluckt Energie, die sonst am Köder ankäme, und verwischt die Rückmeldung. Ein verwindungssteifer Blank überträgt beides sauberer.
V-Joint Alpha ist die Steckverbindung. Statt einer Überschub- oder Spitzsteckverbindung nutzt Daiwa eine Zapfenverbindung, bei der ein Kohlefaserzapfen im Handteil sitzt. Der Vorteil ist eine durchgehende Biegekurve über die Steckstelle hinweg, ohne den steifen Bereich, den eine überschobene Muffe erzeugt.
Die Zahl, die im Alltag zählt: 125 g
Auf dem Datenblatt steht 125 g bei 2,40 m Länge und 14-42 g Wurfgewicht. Zur Einordnung ein Blick auf Ruten mit vergleichbarer Kraftklasse aus eigenen Rezensionen:
| Rute | Länge | Wurfgewicht | Gewicht | Gewicht je Meter |
|---|---|---|---|---|
| Daiwa Tournament AGS Spin | 2,40 m | 14-42 g | 125 g | 52 g/m |
| Sportex Jig-Xpert Zander JX2502 | 2,50 m | 15-45 g | 149 g | 60 g/m |
| Balzer Shirasu Senso Zander 2,35 m | 2,35 m | 14-38 g | 162 g | 69 g/m |
| Savage Gear Revenge SG2 Fast Shad | 2,74 m | 20-70 g | 212 g | 77 g/m |
Der Wert je Meter macht die Ruten trotz unterschiedlicher Längen vergleichbar. Die Tournament AGS liegt rund 13 % unter der nächstleichteren Rute im Feld, und das bei einer Bauart, die auf Steifigkeit ausgelegt ist.
Was dieser Unterschied wert ist, hängt an deiner Angelzeit. Beim Jiggen hebst du die Rute an einem Angeltag mehrere tausend Mal an. 20 g weniger Rutengewicht klingen nach nichts und summieren sich über diese Zahl an Bewegungen zu einem spürbaren Unterschied in der Unterarmermüdung. Wer drei Stunden am Wochenende fischt, wird das kaum merken. Wer ganze Tage am Fluss steht, merkt es am Abend.
Wurfgewicht 14 bis 42 g: was hineinpasst
Das Fenster ist auf die Standard-Zanderköder zugeschnitten. Was das praktisch bedeutet:
| Ködermontage | Gesamtgewicht | Lage im Fenster |
|---|---|---|
| Gummifisch 10 cm am 10-g-Kopf | rund 16 g | unteres Drittel |
| Gummifisch 12 cm am 14-g-Kopf | rund 22 g | Arbeitsbereich |
| Gummifisch 15 cm am 21-g-Kopf | rund 32 g | Arbeitsbereich |
| Gummifisch 15 cm am 28-g-Kopf | rund 40 g | oberes Ende |
| Großer Twitchbait 14 cm | 25 bis 40 g | Arbeitsbereich |
| Gummifisch 23 cm am 40-g-Kopf | rund 70 g | zu schwer |
Der nutzbare Kern liegt zwischen 20 und 35 g, also genau dort, wo das Gummifischangeln auf Zander in deutschen Flüssen stattfindet. Welcher Kopf zu welcher Ködergröße gehört, steht im Ratgeber zur Jigkopf-Größe beim Gummifisch.
Nach oben endet die Rute konsequent. Für Big Baits auf Hecht führt Daiwa in derselben Länge die Variante mit 18-64 g (Art. 11120-245, UVP 564,00 €) und die Power-Version bis 84 g (Art. 11120-246, UVP 581,00 €).
Die Serie im Überblick
Daiwa führt die Tournament AGS Spin in sieben Ausführungen:
| Artikelnummer | Länge | Wurfgewicht | Gewicht | Transportlänge | UVP |
|---|---|---|---|---|---|
| 11120-210 | 2,10 m | 5-21 g | 110 g | 110 cm | 470,00 € |
| 11120-215 | 2,10 m | 14-42 g | 115 g | 110 cm | 530,00 € |
| 11120-240 | 2,40 m | 14-42 g | 125 g | 126 cm | 547,00 € |
| 11120-245 | 2,40 m | 18-64 g | 145 g | 126 cm | 564,00 € |
| 11120-246 | 2,40 m | bis 84 g | 155 g | 126 cm | 581,00 € |
| 11120-270 | 2,70 m | 14-42 g | 145 g | 141 cm | 581,00 € |
| 11120-275 | 2,70 m | 18-64 g | 165 g | 142 cm | 599,00 € |
Alle Modelle sind zweiteilig, tragen neun Ringe und eine extra schnelle Aktion. Die Wahl der Länge folgt dem Gewässer: 2,10 m für das Boot und für enge Uferabschnitte, 2,40 m als Allrounder für Fluss und See, 2,70 m für Uferangler, die weit werfen und die Schnur hoch über der Wasseroberfläche halten wollen.
Daneben gibt es zwei verwandte Reihen. Die Tournament AGS Jiggerspin in L und M ist auf leichteres Jiggen ausgelegt, die Tournament AGS Solid Spin hat eine Vollcarbon-Spitze für Bisse, die sich sonst kaum zeigen. Die vollständigen Daten stehen auf der Produktseite von Daiwa Germany.
Alte und neue Generation im Handel
Ein Punkt, der beim Kauf Geld kostet oder spart: Es sind aktuell zwei Generationen der Tournament AGS gleichzeitig im Handel.
Die ältere Fassung arbeitet mit X45 und der einfachen V-Joint-Verbindung und trägt zusätzlich ein Kohlefaser-Handteil, das Daiwa in der Beschreibung besonders herausstellte. Die aktuelle Fassung nutzt X45X und V-Joint Alpha, hat einen EVA-/Kohlefasergriff und den Zero Seat als Rollenhalter. Beide Generationen tragen denselben Namen und dasselbe Wurfgewichtsfenster, ihre Artikelnummern und EANs unterscheiden sich.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Wenn du ein Angebot der Vorgängergeneration findest, bekommst du die AGS-Ringe, den SVF-Blank und die V-Joint-Verbindung für spürbar weniger Geld. Der Unterschied liegt in der Blankkonstruktion, und den bezifferten Zugewinn von 25 % Verwindungsfestigkeit wirst du am Wasser eher erahnen als messen. Achte beim Kauf auf die Artikelnummer, wenn dir die aktuelle Fassung wichtig ist.
Was fehlt und was du zusätzlich brauchst
Daiwa liefert die Rute im Rutenbeutel, sonst nichts. Für den Betrieb kommt dazu:
- eine Stationärrolle Größe 2500 bis 3000 im LT-Maß, rund 200 bis 250 g
- geflochtene Schnur 0,10 bis 0,16 mm, Empfehlungen dazu im Ratgeber zur geflochtenen Schnur beim Spinnfischen
- ein Fluorocarbon-Vorfach ab 0,30 mm, in Hechtgewässern ein Stahl- oder Titanvorfach
- ein Hartschalenfutteral, das bei dieser Ringbauart mehr ist als Zubehör
Was Daiwa nicht ausweist: eine empfohlene Rollengröße, den Schnurdurchlauf oder das Ringmaterial der Einlage. Der Spitzenring ist als Fuji SiC benannt, für die übrigen acht Ringe steht nur der AGS-Kohlefaserrahmen im Datenblatt.
Für wen sich die Rute lohnt
Sie lohnt sich für Angler, die viel Zeit mit dem Gummifisch verbringen und für die Rückmeldung das Hauptkriterium ist. Wer beim Zanderangeln den Grundkontakt auf 50 m Entfernung sauber lesen will und dafür bereit ist, ein Werkzeug in dieser Preisklasse zu kaufen, bekommt hier eines der technisch aufwendigsten Angebote am Markt.
Weniger passend ist sie für zwei Gruppen. Wer gelegentlich angelt, bekommt für ein Drittel des Geldes eine Rute, die dieselben Fische fängt. Und wer sein Gerät hart transportiert, im Boot zwischen Kisten oder ungeschützt im Kofferraum, sollte die AGS-Ringe im Hinterkopf behalten und eher zu einer Rute mit Metallrahmen greifen.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Länge | Wurfgewicht | Gewicht | Ringe | Preisniveau |
|---|---|---|---|---|---|
| Daiwa Tournament AGS Spin 2,40 m | 2,40 m | 14-42 g | 125 g | 9 × AGS-Kohlefaserrahmen | ab rund 410 € |
| Sportex Jig-Xpert Zander JX2502 | 2,50 m | 15-45 g | 149 g | 9 × SIC im KL/KT-Style | ab rund 152 € |
| Balzer Shirasu Senso Zander 2,35 m | 2,35 m | 14-38 g | 162 g | Titanium-SIC im Pro Guide Concept | ab rund 80 € |
| Shimano Sustain Spinning 2,70 m | 2,70 m | 15-40 g | 161 g | 10 × Fuji Alconite, K-Type | ab rund 150 € |
Die Tabelle zeigt die Position der Tournament AGS deutlich: Sie ist mit Abstand die leichteste und mit Abstand die teuerste. Der Aufpreis gegenüber der Sportex beträgt rund 260 €, gegenüber der Balzer über 320 €. Dafür bekommst du 24 bis 37 g weniger Rutengewicht, Kohlefaserringe und den technisch aufwendigsten Blank der vier. Ob dieses Verhältnis stimmt, entscheidet allein die Zahl der Stunden, die du damit fischen wirst.
Einordnung: technisch führend, preislich kompromisslos
Datenbasiert betrachtet ist die Tournament AGS Spin 2,40 m eine sehr konsequent gebaute Zanderrute. AGS-Ringe, SVF-Nanoplus-Blank, X45X-Konstruktion und V-Joint Alpha ergeben zusammen 125 g auf 2,40 m, und das bei einer Kraftklasse bis 42 g Wurfgewicht. Der Blank ist das Beste, was Daiwa in dieser Rutengattung baut.
Die Schwächen liegen erwartbar dort, wo der Anspruch am höchsten ist: Die Kohlefaser-Ringrahmen wollen sorgsam behandelt werden, und der Preis liegt selbst nach dem Handelsabschlag jenseits dessen, was der durchschnittliche Zanderangler ausgibt. Mit 4,4 von 5 ist sie eine Empfehlung für Vielangler mit hohem technischem Anspruch, während Gelegenheitsangler mit einer Rute für ein Drittel des Preises fängerisch gleichauf liegen.
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Alle Spinnruten im Ranking →Häufige Fragen
Für welche Angelei ist die Daiwa Tournament AGS Spin 2,40 m gebaut?
Für das Gummifischangeln auf Zander, Hecht und große Barsche. Daiwa nennt genau diese drei Zielfische für die 14-42-g-Modelle. Der straffe, extra schnelle Blank ist darauf ausgelegt, Gummiköder aggressiv zu jiggen und den Anhieb ohne Verzögerung durchzusetzen. Große Twitchbaits laufen ebenfalls sauber daran.
Was sind AGS-Ringe und was bringen sie?
AGS steht für Air Guide System. Der Ringrahmen besteht aus Kohlefaser statt aus Metall, laut Daiwa spart das bis zu 40 % Ringgewicht. Zwei Effekte folgen daraus: Der Blank trägt weniger Masse an der Spitze und schwingt schneller aus, und Kohlefaser leitet Vibration besser weiter als Metall. Beides zusammen ergibt die feine Rückmeldung, für die die Serie bekannt ist.
Sind AGS-Ringe empfindlich?
Sie vertragen weniger Stoß als Metallrahmen. Ein Kohlefaserrahmen bricht, wo ein Metallrahmen sich verbiegt. Im Alltag heißt das: nicht gegen die Bordwand schlagen, die Rute nicht ungeschützt im Kofferraum ablegen, beim Transport ein Futteral nutzen. Der Ring selbst mit seiner SiC-Einlage ist so haltbar wie üblich, die Empfindlichkeit betrifft den Rahmen.
Welche Rolle passt zur Tournament AGS Spin 2,40 m?
Eine Stationärrolle der Größe 2500 bis 3000 im LT-Maß mit rund 200 bis 250 g Eigengewicht. Bei 125 g Rutengewicht kippt der Schwerpunkt mit einer schweren 4000er hinter den Rollenfuß, und beim stundenlangen Jiggen arbeitet dein Handgelenk dann gegen dieses Ungleichgewicht. Daiwa selbst gibt für die Rute keine Rollengröße an.
Was unterscheidet die aktuelle Tournament AGS von der Vorgängergeneration?
Die aktuelle Serie nutzt die X45X-Konstruktion, bei der Bias-Kohlefaser über die komplette Blankoberfläche liegt, und die V-Joint-Alpha-Verbindung. Die Vorgängergeneration arbeitete mit X45 und dem einfachen V-Joint. Beide Generationen sind derzeit im Handel, erkennbar an der EAN und daran, dass die ältere Fassung deutlich günstiger angeboten wird.
Welche Modelle hat die Tournament AGS Spin?
Sieben: 2,10 m mit 5-21 g und mit 14-42 g, 2,40 m mit 14-42 g, mit 18-64 g und mit bis zu 84 g, dazu 2,70 m mit 14-42 g und mit 18-64 g. Die UVPs reichen von 470,00 € bis 599,00 €. Ergänzend führt Daiwa die Tournament AGS Jiggerspin und die Tournament AGS Solid Spin mit Vollglasspitze.
Welche Schnur gehört auf die Tournament AGS Spin?
Geflochtene Schnur zwischen 0,10 und 0,16 mm, dazu ein Fluorocarbon-Vorfach ab 0,30 mm. Eine Rute, die auf feinste Rückmeldung ausgelegt ist, verliert ihren Vorteil an einer dehnbaren Monoschnur. In Gewässern mit Hechtbestand gehört ein Stahl- oder Titanvorfach davor, weil ein Zanderköder regelmäßig auch Hechte anlockt.
Lohnt sich die Tournament AGS gegenüber einer Rute für 150 €?
Das hängt davon ab, wie viel du fischst. Die messbaren Unterschiede sind 125 g statt rund 160 bis 200 g Rutengewicht, deutlich leichtere Ringe und ein schnellerer Blank. Wer zwei Tage im Monat angelt, wird diese Differenz kaum in Fängen ausdrücken können. Wer regelmäßig lange Jig-Sessions fischt, spürt die geringere Ermüdung und die feinere Bissanzeige über den Tag hinweg deutlich.
Ist die Rute für Vertikalangeln vom Boot geeignet?
Mit 2,40 m ist sie dafür zu lang. Vertikalruten liegen üblicherweise zwischen 1,80 m und 2,10 m, damit der Köder senkrecht unter der Rutenspitze geführt werden kann. Für das Vertikalangeln passt aus der Serie eher die 2,10-m-Variante, gebaut ist die Tournament AGS Spin aber fürs Werfen und Jiggen.
Was bedeutet extra fast bei dieser Rute?
Die Biegung findet fast ausschließlich im obersten Blankdrittel statt, der Rest bleibt steif. Beim Jiggen liefert das zwei Vorteile: Die Spitze zeigt den Grundkontakt und den zaghaften Zanderbiss sichtbar an, und das steife Rückgrat leitet die Anhiebskraft ohne Umweg in den Haken. Der Preis dafür ist ein direkteres, weniger fehlerverzeihendes Drillverhalten.