Technische Daten
| Modell | Fazor C3000HG (Artikelnummer 1609517) |
|---|---|
| Bauart | Stationärrolle mit Frontbremse |
| Übersetzung | 6,2:1 (High Gear) |
| Schnureinzug | 93 cm pro Kurbelumdrehung |
| Bremskraft | 5,4 kg maximal |
| Bremssystem | Carbon-Bremsscheiben, Hydro-Sealed HS-Drag mit Friction Control System |
| Kugellager | 7+1 abgedichtete Edelstahl-Kugellager |
| Gewicht | 235 g |
| Schnurfassung | 150 m in 0,23 mm |
| Körper & Rotor | CRC, carbonverstärkter Verbundwerkstoff |
|---|---|
| Getriebe | Präzisionsgefräste Edelstahl-Zahnräder |
| Spule | Tapered Spool Lip, konisch auslaufende Spulenkante |
| Kurbel | Einteiliger CNC-gefräster Kurbelarm, links und rechts montierbar |
| Kurbelknauf | Gummierter T-Knauf (Größen 2500 bis 4000) |
| Schmierung | Duragrease und Duraoil ab Werk |
| Serie | Fazor in acht Ausführungen von 1000 bis C5000HG |
| Schwestermodell | Fazor C3000, gleiche Größe mit langsamerer Übersetzung |
| EAN | 5706301011220 |
Angaben laut Hersteller-Datenblatt und Händlerlistung, Abweichungen sind in der Tabelle vermerkt.
Unsere Einordnung
Das spricht dafür
- 93 cm Schnureinzug holen beim Twitchen und beim Faulenzen die Schnur schnell genug ein, um den Kontakt zum Köder nicht zu verlieren
- Carbon-Bremsscheiben laufen im ersten Moment einer Flucht feiner an als Filzpakete, dazu kommt die Hydro-Seal-Abdichtung gegen Regen und Spritzwasser
- Der einteilig gefräste Kurbelarm ist die Bauform, die unter Last kein Spiel entwickelt, geschraubte Kurbeln tun das mit den Jahren
- Sieben abgedichtete Kugellager plus Rücklaufsperre sind für die Preisklasse eine vollständige Bestückung
- Die konische Spulenlippe reduziert die Reibung beim Ablaufen der Schnur und damit Perücken bei geflochtener Schnur
- Der Kurbelarm lässt sich links wie rechts montieren, ohne Umbausatz
Das spricht dagegen
- 5,4 kg Bremskraft sind der schwächste Wert im direkten Umfeld: die eigene Savage Gear SG6 2500H nennt 12,5 kg, die Daiwa Ninja LT 4000-C 12 kg, beide zu niedrigeren Preisen
- 235 g sind für eine 3000er-Größe im oberen Bereich, die Shimano Stradic FM 2500HG bleibt bei 220 g und die Abu Garcia Zenon 3000MSH bei 155 g
- Savage Gear gibt die Schnurfassung nur in 0,23 mm an, für geflochtene Schnur musst du selbst umrechnen
- Körper und Rotor bestehen aus Verbundwerkstoff, kein Aluminiumgehäuse wie bei manchen Rollen dieser Preisklasse
- Eine Ersatzspule liegt nicht bei, die musst du separat kaufen
Die Savage Gear Fazor ist die Spinnrolle, mit der die dänische Raubfischmarke die Mittelklasse zwischen 100 und 150 € angreift. Die C3000HG ist darin die schnelle 3000er-Größe: 6,2:1 Übersetzung, 93 cm Schnureinzug, 5,4 kg Bremskraft aus Carbonscheiben und 235 g auf der Waage, aktuell ab 128,99 €. Diese Rezension ordnet sie datenbasiert ein, anhand von Herstellerangaben, Ausstattung und dem Vergleich mit Rollen derselben Preisklasse.
Wofür die Größe C3000 ausgelegt ist
Die Bezeichnung C3000 folgt einer Logik, die Savage Gear von den japanischen Herstellern übernimmt. Das C steht für einen kompakten Aufbau: Spulengröße 3000 auf dem Körper einer 2500er-Rolle. Das Ergebnis ist eine Rolle, die die Schnurmenge und die Bremsfläche der größeren Klasse mitbringt und dabei die Handlichkeit der kleineren behält.
Praktisch bedeutet das bei der Fazor: 150 m Schnur in 0,23 mm passen auf die Spule, die Bremse leistet 5,4 kg, und das Gehäuse bleibt so schmal, dass die Rolle an einer 2,40-m-Spinnrute nicht klobig wirkt. Für das Angeln auf Zander und mittlere Hechte ist diese Auslegung der übliche Kompromiss.
Der Preis dafür steht auf der Waage. Mit 235 g wiegt die C3000HG so viel wie manche 4000er-Rolle vor zehn Jahren und deutlich mehr als die Leichtbau-Konkurrenz. Eine Abu Garcia Zenon 3000MSH kommt mit 155 g aus, kostet allerdings mehr als das Doppelte.
Übersetzung und Schnureinzug: was 93 cm bedeuten
Die HG-Version arbeitet mit 6,2:1. Diese Zahl beschreibt, wie oft sich der Rotor bei einer Kurbelumdrehung dreht. Interessanter für die Praxis ist der daraus abgeleitete Wert: 93 cm Schnureinzug pro Umdrehung bei voller Spule.
Diese Zahl entscheidet mit, welche Köderführung du sauber fischen kannst:
| Methode | Anforderung | Passt 93 cm? |
|---|---|---|
| Faulenzermethode | Schnur nach dem Absinken schnell auf Spannung bringen | ja, zwei Kurbelumdrehungen reichen für den Sprung |
| Twitchen und Jerken | Schnur zwischen den Schlägen zügig aufnehmen | ja, das ist der Hauptgrund für eine HG-Rolle |
| Gleichmäßiges Einleiern mit Spinner | langsame, konstante Geschwindigkeit | eingeschränkt, du kurbelst bewusst langsamer |
| Drill mit schwerem Fisch | Kraft an der Kurbel | eingeschränkt, hier ist eine langsame Übersetzung im Vorteil |
Der Zusammenhang ist mechanisch nicht zu umgehen. Eine schnelle Übersetzung nimmt pro Umdrehung mehr Schnur auf und braucht dafür mehr Kraft an der Kurbel. Wer viel mit Gummifisch am Jigkopf oder mit Twitchbaits arbeitet, gewinnt durch die HG-Variante Zeit und Kontakt. Wer überwiegend große Köder gleichmäßig durchs Wasser zieht, fährt mit der langsameren Fazor C3000 besser.
Die Bremse: Carbonscheiben und Hydro-Seal
Das eigentliche Argument der Fazor steckt in der Bremse. Savage Gear verbaut Carbon-Bremsscheiben in einem Paket, das die Marke Hydro Sealed HS-Drag nennt, dazu ein Friction Control System zur Feineinstellung.
Carbon als Bremsmaterial hat eine Eigenschaft, die in Datenblättern selten auftaucht und im Drill den Unterschied macht: Der Widerstand beim Anlaufen liegt nah am Widerstand während der Bewegung. Bei Filz- oder Kunststoffscheiben klafft zwischen beiden Werten eine Lücke. Die Bremse hält zunächst fest, gibt dann ruckartig nach, und genau in diesem Ruck reißt ein dünnes Vorfach oder schlitzt der Haken aus.
Beim Spitzenwert bleibt die Fazor allerdings zurück. 5,4 kg Maximalbremskraft stehen im Datenblatt, und das ist im direkten Umfeld die kleinste Zahl: Die Savage Gear SG6 2500H weist 12,5 kg aus, die Daiwa Ninja LT 4000-C 12 kg, beide zu niedrigeren Preisen. Zur Einordnung: Beim Spinnfischen stellst du die Bremse üblicherweise auf ein Viertel bis ein Drittel der Schnurtragkraft ein, bei einer 10-kg-Geflochtenen also auf etwa 2,5 bis 3 kg. In diesem Bereich arbeitet die Fazor sauber. Die Reserve zählt trotzdem, weil eine Bremse, die weit unterhalb ihres Maximums läuft, weniger Wärme entwickelt und ihre Kennlinie über einen langen Drill hält.
Die Abdichtung schützt das Scheibenpaket vor Wasser von oben. Bei einer Rolle, die im Regen und am Ufer arbeitet, ist das die Stelle, an der Feuchtigkeit sonst zuerst ankommt.
Getriebe, Lager und Kurbelarm
Savage Gear beschreibt das Getriebe als präzisionsgefräste Edelstahl-Zahnräder. Edelstahl ist das härtere Material gegenüber dem verbreiteten Messing oder Zinklegierungen und behält seine Verzahnung unter Last länger. Die Kehrseite: Edelstahl wiegt mehr, was einen Teil der 235 g erklärt.
Die Lagerung besteht aus sieben abgedichteten Kugellagern plus Rücklaufsperre. Für die Preisklasse ist das eine vollständige Bestückung, entscheidend ist ihre Position: Ritzelwelle, Rotorachse und Kurbelarm sind die drei Stellen, an denen ein fehlendes Lager sich sofort als Rauheit bemerkbar macht.
Der einteilig CNC-gefräste Kurbelarm ist die konstruktiv saubere Lösung. Ein geschraubter Kurbelarm hat eine Verbindungsstelle, die unter Wechselbelastung mit den Jahren Spiel entwickelt. Bei einem gefrästen Arm aus einem Stück gibt es diese Stelle nicht. Der Arm lässt sich links wie rechts montieren, den gummierten T-Knauf teilt sich die C3000HG mit allen Größen von 2500 bis 4000.
Die Serie: welche Fazor für welchen Einsatz
Savage Gear bietet die Fazor in acht Ausführungen an. Die Unterschiede liegen in Spulengröße und Übersetzung:
| Modell | Schnurfassung | Schnureinzug | Gewicht | Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Fazor 1000 | 200 m / 0,12 mm | 65 cm | 185 g | Ultraleicht auf Barsch und Forelle |
| Fazor C2000 | 150 m / 0,16 mm | keine Angabe | 190 g | leichtes Spinnfischen |
| Fazor 2500 | 230 m / 0,16 mm | 73 cm | 230 g | Allround mit Kraftreserve an der Kurbel |
| Fazor 2500HG | 230 m / 0,16 mm | 88 cm | 230 g | leichtes Spinnfischen mit schnellem Einzug |
| Fazor C3000 | 150 m / 0,23 mm | keine Angabe | 235 g | Zander und Hecht, langsame Übersetzung |
| Fazor C3000HG | 150 m / 0,23 mm | 93 cm | 235 g | Zander und Hecht, schneller Einzug |
| Fazor 4000 | 190 m / 0,25 mm | 86 cm | 275 g | schwere Köder, Wels und Küste |
| Fazor C5000HG | 330 m / 0,25 mm | 105 cm | 290 g | Weitwurf, Meerforelle und Brandung |
Die Schnureinzugswerte der beiden Nicht-HG-Größen C2000 und C3000 weist Savage Gear nicht durchgehend aus. Aus der Übersetzung der 4000er (5,2:1 bei 86 cm) lässt sich für die C3000 ein Bereich um 78 cm ableiten, belastbar veröffentlicht ist die Zahl nicht.
Was die Fazor gegen die Konkurrenz aufbietet
In der Klasse um 130 € ist die Rolle nicht allein. Der Vergleich zeigt, wo sie Punkte sammelt und wo sie Federn lässt:
| Modell | Übersetzung | Gewicht | Bremskraft | Lager | Preisniveau |
|---|---|---|---|---|---|
| Savage Gear Fazor C3000HG | 6,2:1 | 235 g | 5,4 kg | 7+1 | ab rund 129 € |
| Savage Gear SG6 2500H | 6,2:1 | 222 g | 12,5 kg | 8+1 | ab rund 100 € |
| Shimano Stradic FM 2500HG | 5,8:1 | 220 g | 9,0 kg | 6+1 | ab rund 159 € |
| Abu Garcia Revo SX Spin 4000 | 6,2:1 | 228 g | 5,2 kg | 8+1 | ab rund 121 € |
| Daiwa 23 Ninja LT 4000-C | 5,2:1 | 270 g | 12,0 kg | 4 | ab rund 50 € |
Der Vergleich fällt für die Fazor gemischt aus. Beim Gewicht liegt sie am oberen Ende, bei den Lagern im Mittelfeld, und beim Bremsmaximum bildet sie das Schlusslicht. Bemerkenswert ist dabei die Konkurrenz aus dem eigenen Haus: Die SG6 2500H setzt ebenfalls auf versiegelte Carbonscheiben, nennt 12,5 kg Bremskraft, wiegt 13 g weniger und kostet rund 30 € weniger. Savage Gear stellt die beiden Serien nebeneinander in den Markt, und aus Datensicht steht die ältere SG6 dabei besser da.
Was für die Fazor spricht, ist der schnellere Einzug (93 gegenüber 82 cm) und die etwas größere Spulenkapazität in dicker Schnur. Wer den Aufpreis zur Stradic zahlt, bekommt eine deutlich stärkere Bremse bei geringerem Gewicht.
Schnurwahl und Aufspulen
Die Angabe 150 m in 0,23 mm bezieht sich auf monofile Schnur. Für geflochtene Schnur beim Spinnfischen rechnest du selbst um, weil Savage Gear dafür keinen eigenen Wert nennt.
Als Faustwerte für die C3000HG:
| Geflochtene | ungefähre Füllmenge |
|---|---|
| 0,10 mm | 300 m und mehr, Unterfutter nötig |
| 0,13 mm | rund 250 bis 280 m |
| 0,16 mm | rund 200 m |
| 0,20 mm | rund 140 bis 160 m |
Für Zander und Hecht reichen 120 bis 150 m Geflochtene völlig aus. Den Rest der Spule füllst du mit monofilem Unterfutter, damit die Schnur bis knapp unter die Spulenkante steht. Die Details dazu stehen im Ratgeber zum Aufspulen von Angelschnur. Die konische Spulenlippe der Fazor arbeitet nur dann so, wie sie gedacht ist: Sie führt die Schnur beim Wurf über eine flache Kante statt über eine scharfe Kurve, was Reibung und Perücken reduziert.
Für wen sich die Fazor C3000HG lohnt
Sie passt zu Anglern, die auf Zander und Hecht mit schnellen Köderführungen arbeiten und dabei eine Bremse wollen, die im ersten Moment einer Flucht sauber anläuft. 93 cm Einzug pro Umdrehung sind der Wert, der beim Twitchen und beim Faulenzen wirklich zählt, und der einteilige Kurbelarm hält die Konstruktion über Jahre spielfrei.
Weniger passend ist sie in zwei Fällen. Wer auf jedes Gramm achtet und ganze Tage mit leichten Ködern twitcht, spürt 235 g deutlich im Handgelenk. Und wer die höchste Bremsreserve fürs Geld sucht, findet sie bei der SG6 2500H aus dem gleichen Haus, die günstiger ist und mehr als das Doppelte an Bremskraft ausweist. Für sehr feines Angeln auf Barsch ist außerdem die kleinere Fazor 2500HG die stimmigere Größe.
Einordnung: schneller Einzug, moderate Bremse
Datenbasiert betrachtet ist die Fazor C3000HG eine ordentlich gebaute Mittelklasse-Rolle mit einem klaren Schwerpunkt auf schnellem Schnureinzug. Carbon-Bremsscheiben mit Hydro-Seal-Abdichtung, ein einteilig gefräster Kurbelarm und sieben abgedichtete Lager sind an den richtigen Stellen investiert. Beim Gewicht und beim Bremsmaximum bleibt sie hinter Rollen zurück, die weniger kosten, darunter die eigene SG6. Mit 3,8 von 5 ist sie eine solide Wahl für Raubfischangler, die den schnellen Einzug und die feine Bremsdosierung suchen, und keine Empfehlung für alle, die auf Bremsreserve oder Gewicht schauen.
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Für welche Angelei ist die Savage Gear Fazor C3000HG gedacht?
Für das Spinnfischen auf Barsch, Zander und mittlere Hechte. Die Kombination aus 6,2:1 Übersetzung, 93 cm Schnureinzug und 5,4 kg Bremskraft passt zu Gummifischen von 8 bis 15 cm, zu Wobblern und zu Spinnern. An einer Rute zwischen 2,10 m und 2,70 m mit Wurfgewichten bis etwa 40 g ergibt sie eine ausgewogene Kombination.
Was bedeutet das HG im Namen Fazor C3000HG?
HG steht für High Gear, also für die schnelle Übersetzung. Die C3000HG arbeitet mit 6,2:1 und zieht 93 cm Schnur pro Kurbelumdrehung ein. Die Fazor C3000 ohne HG hat dieselbe Spulengröße bei langsamerer Übersetzung. Schnell heißt mehr Schnur pro Umdrehung, langsam heißt mehr Kraft an der Kurbel.
Wie viel geflochtene Schnur passt auf die Fazor C3000HG?
Savage Gear gibt die Fassung mit 150 m in 0,23 mm an, das bezieht sich auf monofile Schnur. Geflochtene Schnur ist bei gleicher Tragkraft deutlich dünner. Mit einer 0,13er Geflochtenen kommst du auf grob 250 bis 280 m, eine 0,16er füllt die Spule mit rund 200 m. Bei weniger Schnur füllst du den Rest mit monofilem Unterfutter auf, sonst steht die Schnur zu tief in der Spule und die Wurfweite leidet.
Reicht die Bremskraft von 5,4 kg für Hecht?
Zum Spinnfischen ja. Die Bremse wird dabei selten über zwei bis drei Kilogramm hinaus eingestellt, weil die Rute einen Teil der Belastung abfängt und ein zu fester Widerstand Aussteiger produziert. Auffällig ist der Wert trotzdem: Die Savage Gear SG6 2500H weist 12,5 kg aus, die Daiwa Ninja LT 4000-C 12 kg. Die Fazor hat damit die kleinste Reserve im Umfeld, was bei sauber eingestellter Bremse ohne Folgen bleibt und beim Angeln auf Wels oder in schwerer Strömung zum Thema wird.
Fazor C3000HG oder Fazor 2500HG: welche passt besser?
Die 2500HG wiegt 230 g, fasst 230 m in 0,16 mm und zieht 88 cm pro Umdrehung ein. Sie ist die Wahl für leichte Spinnruten bis etwa 25 g Wurfgewicht und feine Schnüre. Die C3000HG bringt mit 150 m in 0,23 mm die dickere Schnur unter, zieht 93 cm ein und liefert mit 5,4 kg mehr Bremsreserve. Für Zander und Hecht ist die C3000HG die passendere Größe.
Was ist ein CRC-Körper?
CRC steht bei Savage Gear für carbonverstärkten Verbundwerkstoff. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, in den Carbonfasern eingebettet sind. Diese Bauweise wiegt weniger als Aluminium und korrodiert nicht, ist aber weniger verwindungssteif als ein gefrästes Metallgehäuse. Bei Belastungen im Bereich einer Spinnrolle spielt der Unterschied kaum eine Rolle, bei schwerem Meeresangeln schon.
Was leisten Carbon-Bremsscheiben gegenüber Filzscheiben?
Carbonscheiben haben einen kleineren Unterschied zwischen Anlaufwiderstand und Laufwiderstand. Im Klartext: Die Bremse ruckt beim Anlaufen weniger und gibt Schnur gleichmäßiger frei. Genau dieser erste Moment entscheidet bei einer Flucht direkt am Ufer darüber, ob die Schnur hält. Carbon verträgt außerdem Hitze besser und altert langsamer als Filz.
Welche Rute passt zur Savage Gear Fazor C3000HG?
Eine Spinnrute zwischen 2,10 m und 2,70 m mit Wurfgewichten von etwa 10 bis 40 g. Bei 235 g Rollengewicht liegt der Balancepunkt bei Ruten zwischen 120 g und 180 g Eigengewicht knapp vor dem Rollenfuß, was sich beim Führen des Köders angenehm anfühlt. Sehr leichte Ultraleicht-Ruten sind für diese Größe unterfordert.
Ist die Fazor für Salzwasser geeignet?
Savage Gear nennt für die Serie ausdrücklich Süßwasser und Küste als Einsatzbereich, die Bremse ist mit dem Hydro-Seal-System gegen eindringendes Wasser abgedichtet. Für gelegentliche Küstenausflüge auf Meerforelle ist die Rolle damit brauchbar, wenn du sie nach jedem Einsatz mit Süßwasser abspülst. Für dauerhaftes Brandungs- oder Bootsangeln im Salz gibt es besser abgedichtete Konstruktionen.
Wie viele Kugellager hat die Fazor wirklich?
Savage Gear schreibt 7+1, also sieben Kugellager plus die Rücklaufsperre. Händlerlistungen zählen daraus gelegentlich 8 Lager, weil sie die Sperre mitrechnen. Beide Angaben meinen dieselbe Bestückung. Entscheidend ist ohnehin weniger die Anzahl als die Lage der Lager, und hier sitzen sie an den belasteten Stellen von Ritzelwelle, Rotor und Kurbelarm.