Das Wichtigste in Kürze
- Die Marke: DAM steht für Deutsche Angelgeräte Manufaktur, gegründet 1875 in Berlin von den Brüdern Oskar und Fritz Ziegenspeck. Seit 2022 gehört DAM zum US-Konzern Pure Fishing.
- Die Klassiker: Quick-Rollen und DAMYL-Schnur seit Ende der 1930er-Jahre, dazu der Effzett-Blinker, den es seit 1933 gibt und der seit 1958 so heißt.
- Sortiment heute: rund 400 Artikel im DAM-Shop, von Spinn-, Feeder- und Karpfenruten über Quick-Rollen und Angelsets bis zu Thermoanzügen und Wathosen.
- Preisniveau: In den Listungen großer deutscher Angelshops kostet keine DAM-Rute über 100 €, gut 70 Prozent liegen unter 50 €. Auch die meisten Rollen bleiben unter 50 €.
- Für wen: Einsteiger, Vereinsangler und Allrounder, die solides Gerät für viele Angelarten suchen, ohne viel Geld auszugeben.
Was hinter dem Namen DAM steckt
DAM ist eine der ältesten Angelmarken der Welt. Die Abkürzung steht für Deutsche Angelgeräte Manufaktur, so heißt die Firma seit 1902. Auf der eigenen Seite schreibt DAM heute „Deutsche Anglergeräte Manufaktur“, im Firmennamen und bei Fachmagazinen steht „Angelgeräte“. Das erste Firmenzeichen war ein zotteliger Ziegenbock, eine Anspielung auf den Namen der Gründer.
Für die meisten Angler in Deutschland ist DAM mit drei Produkten verbunden: der Quick-Rolle, dem Effzett-Blinker und der DAMYL-Schnur. Alle drei stammen aus den 1930er-Jahren, zwei davon gibt es heute noch unter demselben Namen. Die Marke selbst hat in dieser Zeit fünf Eigentümer gesehen.
Die Geschichte von Berlin bis Pure Fishing

1875 bis 1914: die Ziegenspeck-Jahre
Oskar und Fritz Ziegenspeck eröffneten 1875 in der Berliner Kommandantenstraße einen Laden für Eisenwaren, Sportartikel und Angelgeräte. Ab 1898 stellte die Firma selbst Angelgerät her, 1902 bekam sie den Namen Deutsche Angelgeräte Manufaktur. 1905 zog sie in die größere Kürassierstraße um.
1909 trat der Kaufmann Otto Kuntze ein und baute den Export nach England, Russland, Amerika und Japan auf. 1911 gründete DAM eine eigene Motorenfabrik namens Effzett, 1914 lief dort nach einer Konstruktion von Fritz Ziegenspeck der erste deutsche Außenbordmotor vom Band. Im selben Jahr wurde Kuntze Alleininhaber.
1914 bis 1995: drei Generationen Kuntze
Unter Otto Kuntze und seinem Sohn Hellmuth wuchs DAM zum größten deutschen Angelgerätehersteller. 1924 zog die Firma in die Berliner Oranienstraße, Ende der 1930er-Jahre kam ein Zweigwerk im oberfränkischen Hollfeld dazu. Insgesamt arbeiteten damals 350 Menschen für DAM. In diese Zeit fallen die Quick-Rolle und die DAMYL-Schnur.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Berliner Firmensitz zerstört. Hellmuth Kuntze baute DAM wieder auf, das Werk aus Hollfeld zog nach Gunzenhausen in Mittelfranken (Richtfest 1955). 1957 eröffnete in der Berliner Wildenowstraße ein neues Werk mit 800 Beschäftigten, rund 3.000 Artikel gingen damals in 90 Länder. Nach Hellmuths Tod 1967 führten seine Söhne Lutz und Rupert Kuntze das Unternehmen bis 1995.
1995 bis 2003: Verkauf, Insolvenz, Neustart
1995 verkauften die Kuntze-Brüder DAM aus Altersgründen an ein niederländisches Handelshaus. Danach wechselte die Firma mehrfach den Besitzer und meldete 2001 Insolvenz an. Ehemalige Mitarbeiter gründeten in Gunzenhausen die Firma Interfish, langjährige ausländische Kunden 2002 die Neue D.A.M. Die Gesellschaft heißt D.A.M. Neue Deutsche Angelgeräte Manufaktur Int. GmbH.
Seit 2003: Svendsen Sport und Pure Fishing
2003 stieg die dänische Svendsen-Gruppe ein. Svendsen Sport baute in den folgenden Jahren eine Gruppe von Angelmarken auf, zu der neben DAM auch Savage Gear, Prologic und MadCat gehören. 2009 zog der deutsche Firmensitz nach gut 50 Jahren in Gunzenhausen nach Roth bei Nürnberg.
Anfang 2022 kaufte der US-Konzern Pure Fishing die Svendsen-Gruppe, laut The Fisherman für rund 153 Millionen US-Dollar in bar. Zu Pure Fishing gehören auch Abu Garcia und Berkley. Auf dam.de steht DAM seitdem als Marke von Pure Fishing, Inc. Die ausführliche Chronik hat das Magazin Raubfisch zusammengetragen.
Die drei Klassiker Quick, Effzett und DAMYL
Der Effzett-Blinker
Der Effzett ist der bekannteste Blinker im deutschsprachigen Raum. Er erschien 1933 als „Ever-Ready-Spinner“ aus 1,7 mm starkem Messingblech, 6,5 cm lang und mit zwei Drillingen. 1936 kam eine schwarz vernickelte Variante für klares Wasser dazu. Von 1949 bis 1958 hieß der Blinker Z-Spinner, nach dem Gründer Ziegenspeck. Seit 1958 trägt er den Namen der früheren Effzett-Außenbordmotoren.
Als in den 1960er-Jahren das Patent auf die Körperform auslief, folgten zahlreiche Kopien, etwa der HB-Blinker von Balzer (später Colonel-Z), der Cora-Z von Cormoran oder die Z- und Zepp-Blinker aus der DDR. Den Effzett selbst gibt es heute in mehreren Ausführungen:
| Ausführung | Gewichte | Besonderheit |
|---|---|---|
| Effzett Standard | 6 bis 60 g, 16 g = 4,5 cm | die klassische Form, Silber, Kupfer, Gold und UV-Dekore |
| Effzett Twin | 6 bis 60 g | zwei Blätter übereinander, laut DAM die Köderneuheit des Jahres 2000 |
| Effzett Krautblinker | 16 g | mit Krautschutz für bewachsene Gewässer |
| Effzett Perch und Roach Spoon | 7 bis 11 cm | Barsch- und Rotaugen-Dekore |
| Effzett Spinner | 3 bis 12 g | Spinner mit dem Effzett-Namen, u. a. Standard und Predator |
Gewichte laut Händlerlistungen, Stand November 2026.
Der 16-g-Standard ist das Allroundgewicht für Hecht und große Barsche im See und am Kanal. Mit 22 bis 30 g reichst du weiter und kommst an Fließgewässern tiefer. Die schweren Ausführungen mit 45 und 60 g sind für große Wurfweiten an der Küste und tiefes Wasser gedacht.
Die Quick-Rolle
Quick ist seit Ende der 1930er-Jahre der Rollenname von DAM. In den Nachkriegsjahrzehnten waren die Quick-Stationärrollen zusammen mit den Effzett-Ködern das Rückgrat des Geschäfts. Heute heißen fast alle DAM-Rollen so:
- Quick 1 und Quick 2: Spinn-, Feeder- und Freilaufrollen im Einstiegsbereich, dazu Baitcaster in Low-Profile-Bauweise
- Quick Nova und Nova X: die günstigste Reihe, teils fertig mit Schnur bespult
- Quick Iconic: Spinn-, Feeder- und Freilaufrollen, die Spinnrolle auch in Pink
- Quick Intenze: Spinnrollen von 1000 bis 8000, dazu Feeder-, Weitwurf- und Baitcast-Modelle
- Quick Nanoflex: Feeder- und Weitwurfrollen
Die Quick Intenze FD ist ein gutes Beispiel für das heutige Niveau. Laut DAM hat sie 7+1 Kugellager, eine Aluminiumspule für Geflecht und Monofil, einen Bügel aus Aluminium und eine verschraubte CNC-Kurbel. Die Größe 2500 übersetzt laut Händlerangabe 5,2:1 und passt an leichte Spinnruten für Barsch und Forelle.
DAMYL
DAMYL war laut DAM die erste deutsche Angelschnur mit Patent und eingetragener Marke, Fisch-Hitparade nennt sie die erste synthetische Angelschnur. Den Namen führt DAM bis heute, etwa bei der Damyl Spezi Line mit Durchmessern und Längen je Zielfisch.
Was DAM heute im Sortiment hat
Im DAM-Shop stehen rund 400 Artikel, die mit Abstand größten Gruppen sind Spinnruten und Spinnrollen mit je über 50 Modellen. DAM deckt fast alle Angelarten ab, vom Stippen bis zum Bootsangeln auf Dorsch. Die wichtigsten Serien:
| Bereich | Serien (Auswahl) | Einsatz |
|---|---|---|
| Spinnruten | Nova, Iconic2, Intenze, Spezi Stick II, Yagi V2, Steelhead Iconic, Shadow Tele | vom Ultraleicht-Barsch bis Hecht und Meer |
| Feeder- und Friedfischruten | Nova, Iconic2, Intenze, Nanoflex, Impulse-X, Base-X | Feeder, Method, Picker, Match, Bolo, Stipprute |
| Karpfenruten | XT1, Iconic Carp, Nova Carp | Ansitz, Iconic Carp von 2,40 m mit 2,5 lb bis 3,60 m mit 3 lb |
| Rollen | Quick-Familie, Runshift, Shadow | Spinn-, Feeder-, Freilauf- und Weitwurfrollen |
| Angelsets | Fighter Pro, Full Tech, Impressa, Trendy, Charger Carp, FP2 | Rute plus bespulte Rolle |
| Köder | Effzett Blinker und Spinner, Wobbler-Sets | Raubfisch, Forelle, Meerforelle |
| Montagen | Spezi-Vorfächer, Searig, Tactix | fertige Vorfächer für Friedfisch, Raubfisch und Meer |
| Bekleidung | Xtherm und Xtherm2, Protec, Wathosen | Thermo- und Regenanzüge, Wathosen, Watschuhe |
| Zubehör | Intenze-Taschen, Kescher, Stühle, Bissanzeiger | Transport, Landen, Ansitz |
Serien laut DAM-Shop, Stand November 2026.
Das Sortiment ist breit und eher flach. In fast jeder Angelart gibt es zwei bis vier Serien, die sich vor allem im Preis und in der Ausstattung unterscheiden. Teure Spezialruten fehlen weitgehend. Zu den teuersten Ruten im Shop gehören Lachsruten der Nanoflex-Pro-Plus-Reihe und eine Karpfen-Stippe der Intenze-Reihe.
Spezi Stick II: Zielfisch auf dem Blank
Die Spezi-Stick-Ruten gehören laut DAM zu den erfolgreichsten Serien der Marke. Die zweite Generation hat einen neuen Kohlefaser-Blank mit dünnerem Durchmesser, weniger Gewicht und schlankeren Ringen. Auf jeden Blank ist der Zielfisch aufgedruckt. Du greifst also zur „Zander“ oder zur „Pike“ und musst kein Datenblatt lesen.
| Modell | Bauart | Länge | Wurfgewicht |
|---|---|---|---|
| Spezi Stick II Trout Spin | Steckrute | 2,40 m | 5–25 g |
| Spezi Stick II Tele Trout | Teleskop | 3,00 m | 10–30 g |
| Spezi Stick II Zander Spin | Steckrute | 2,70 m | 20–40 g |
| Spezi Stick II Tele Zander | Teleskop | 3,00 m | 25–50 g |
| Spezi Stick II Pike Spin | Steckrute | 3,00 m | 25–75 g |
| Spezi Stick II Tele Pike | Teleskop | 3,30 m | 50–100 g |
| Spezi Stick II Eel | Steckrute | 2,40 m | 25–75 g |
| Spezi Stick II Tele Eel | Teleskop | 2,70 m | 25–75 g |
| Spezi Stick II Picker | Steckrute | 2,70 m | 10–50 g |
| Spezi Stick II Tele Carp | Teleskop | 3,60 m | 2,75 lb |
Werte laut Händlerlistungen von AngelPlatz, Gerlinger und A&M Angelsport.
Die Ruten liegen preislich im Einstiegsbereich, Kohlefasermodul und Rutengewicht nennt DAM nicht. Beim Ansitz mit Köderfisch, Wurm oder Boilie passen die Pike-, Eel- und Carp-Modelle gut, weil es dort mehr auf Rückgrat als auf Feinfühligkeit ankommt. Fürs Jiggen auf Zander ist die Zander Spin mit 2,70 m und 20–40 g das passende Modell. Wer viel mit Gummifisch angelt, bekommt mit einer straffen Spinnrute aus höherem Kohlefasermodul mehr Rückmeldung vom Grund.
DAM Angelsets mit Rute und Rolle
Kaum eine Marke hat so viele fertige Kombinationen im Programm wie DAM. Im Shop stehen gut 35 Sets, viele davon mit einer Rolle, die schon mit Schnur bespult ist.
| Set-Reihe | Inhalt | gedacht für |
|---|---|---|
| Fighter Pro | Spinn- und Teleskop-Sets von 1,80 bis 3,50 m, dazu ein Stippruten-Set mit Posenmontage | Einstieg, Kinder, Urlaub |
| Trendy Spin | 2,10 m mit 5–20 g und Rolle 2500 oder 2,40 m mit 7–28 g und Rolle 3000 | Barsch und Forelle |
| Full Tech | Spinn-, Teleskop-, Feeder-, Match-, Picker- und Karpfen-Sets | Allround und Friedfisch |
| Impressa | Spinn- und Teleskop-Sets, darunter ein Hecht-Teleset | Raubfisch |
| Charger Carp | Karpfen-Sets mit 10-ft-Rute, auch als Teleskop | Einstieg ins Karpfenangeln |
| FP2 | Boots-, Brandungs- und Telepower-Sets | Meer und Brandung |
Werte zu Fighter Pro und Trendy Spin laut Händlerangaben, Reihen laut DAM-Shop.
Die Fighter Pro ist das günstigste Set. Laut Händlerangabe haben die Teleskopruten einen Blank aus Kohlefaser-Verbundmaterial, SiC-Ringe und einen Griff aus Kork und EVA, die Rolle hat Frontbremse, 1+1 Kugellager und ist mit Monofil bespult. Als erstes Gerät für Kinder oder für den Urlaub reicht das. Wer dauerhaft spinnfischen will, kauft Rute und Rolle besser einzeln nach Zielfisch, etwa eine Spezi Stick II mit einer Quick Intenze, die laut DAM 7+1 Kugellager mitbringt.
DAM Thermoanzug und Bekleidung
Bei der Bekleidung setzt DAM auf Thermoanzüge für den Winter. Der Xtherm Winter Suit besteht aus Jacke und Trägerhose. Laut Händlerdatenblatt hat das Außenmaterial eine Wassersäule von 8.000 mm mit verschweißten Nähten, gefüttert ist der Anzug mit Microfleece und 160 g/m² Polyesterwatte. Die Kapuze ist abnehmbar, die Handwärmtaschen an Jacke und Hose sind mit Fleece gefüttert. Es gibt ihn in den Größen M bis XXXL.
Darüber liegen der Xtherm2 in Grün oder Schwarz und der Xtherm2 Pro Breathable mit atmungsaktivem Material. Für nasses Wetter ohne Kälte gibt es den Regenanzug Protec, fürs Watfischen Wathosen aus Nylon, Taslan und Neopren sowie den Watschuh Iconiq.
Für Ruten hat DAM Futterale mit zwei bis vier Fächern im Programm. Wie gut eine davon im Detail ist, zeigt die Rezension der DAM Rutentasche mit vier Fächern.
Für wen DAM das richtige Gerät ist
DAM richtet sich nach eigener Aussage an Angler jeder Erfahrungsstufe, zu Preisen, die den Sport für alle zugänglich machen. Die Händlerdaten bestätigen das. Von über 130 DAM-Ruten, die ein großer deutscher Angelshop listet, kostet die teuerste gut 80 €, die Hälfte liegt unter rund 40 €. Bei den Rollen bleiben fast alle unter 100 €, rund zwei Drittel unter 50 €.
Daraus ergibt sich ein klares Bild:
- Einsteiger bekommen bei DAM für wenig Geld komplettes Gerät, auch als fertiges Set.
- Vereins- und Allroundangler, die mal feedern, mal auf Hecht und im Urlaub am Meer angeln, finden für jede dieser Angelarten eine passende Serie.
- Ansitzangler profitieren von den robusten Spezi-Stick-Ruten und den Quick-Freilaufrollen.
- Spezialisten, die etwa beim Vertikalangeln oder mit Big Baits auf jedes Gramm Rutengewicht und auf die Spitzenaktion achten, greifen eher zu Oberklasse-Ruten von Marken mit engerem Fokus.
Innerhalb von Pure Fishing ist diese Arbeitsteilung gewollt. Für Raubfisch und Kunstköder gibt es mit Savage Gear eine eigene Marke. Welche Savage-Gear-Köder für Hecht, Zander und Barsch infrage kommen, zeigt die Übersicht Savage Gear Köder.
Fazit: Tradition im Namen, Preis-Leistung im Regal
DAM lebt heute von zwei Dingen, einer Geschichte von 150 Jahren und einem Sortiment, das fast jede Angelart günstig abdeckt. Wenn du anfängst oder Gerät für viele Gewässer brauchst, ist die Marke eine gute erste Adresse. Für den Hecht im Herbst nimmst du einen Effzett in 16 oder 22 g mit, für den Einstieg eine Quick-Rolle mit passender Spezi-Stick-Rute. Wächst dein Anspruch an eine Technik, lohnt sich der Blick auf spezialisierte Ruten der Oberklasse.
Häufige Fragen
Wofür steht die Abkürzung DAM?
DAM steht für Deutsche Angelgeräte Manufaktur. Den Namen trägt die Firma seit 1902, vorher hieß sie nach ihren Gründern Ziegenspeck. Gegründet wurde sie 1875 von den Brüdern Oskar und Fritz Ziegenspeck als Laden in der Berliner Kommandantenstraße. Auf der eigenen Seite schreibt DAM heute „Deutsche Anglergeräte Manufaktur“.
Wem gehört DAM heute?
DAM gehört seit 2022 zum US-Konzern Pure Fishing. Der hat damals die dänische Svendsen-Sport-Gruppe übernommen, bei der DAM seit 2003 war, zusammen mit Savage Gear, Prologic und MadCat. Bis 1995 war DAM in der Hand der Berliner Familie Kuntze, danach wechselten die Eigentümer mehrfach, 2001 folgte die Insolvenz.
Ist DAM eine deutsche Marke?
DAM ist eine deutsche Traditionsmarke mit Ursprung in Berlin, die Konzernmutter sitzt heute aber in den USA. Nach dem Krieg produzierte DAM in Berlin und im fränkischen Gunzenhausen, 2009 zog der deutsche Firmensitz nach Roth bei Nürnberg. Wo die heutigen Ruten und Rollen gefertigt werden, gibt DAM nicht an.
Seit wann gibt es den Effzett-Blinker?
Den Blinker gibt es seit 1933. Damals erschien er als Ever-Ready-Spinner aus 1,7 mm starkem Messingblech, 6,5 cm lang und mit zwei Drillingen. Von 1949 bis 1958 hieß er Z-Spinner, seit 1958 Effzett. Den Namen lieh sich DAM von den Effzett-Außenbordmotoren, die eine Tochterfirma ab 1911 gebaut hatte.
Gibt es die DAM Quick noch?
Ja, Quick ist bis heute der Name fast aller DAM-Rollen. Im Sortiment stehen unter anderem Quick 1 und Quick 2, Quick Nova und Nova X, Quick Iconic, Quick Intenze und Quick Nanoflex, jeweils als Frontbremsrolle und meist auch mit Heckbremse, Freilauf oder als Feederrolle. Die ersten Quick-Rollen kamen Ende der 1930er-Jahre auf den Markt.
Gibt es einen DAM-Katalog?
Das aktuelle Sortiment zeigt DAM im eigenen Onlineshop auf dam.de, sortiert nach Ruten, Rollen, Sets, Ködern, Taschen und Bekleidung. Alte D.A.M.-Kataloge aus Berlin sind bei Sammlern gefragt, weil sich Modelle und Baujahre damit zuordnen lassen. Am Katalog von 1929 lässt sich zum Beispiel ablesen, dass es den Effzett-Blinker damals noch nicht gab.
Taugt DAM für Anfänger?
Für Einsteiger ist DAM eine naheliegende Wahl, weil fast das ganze Sortiment im unteren und mittleren Preisbereich liegt. Die meisten Ruten und Rollen kosten unter 50 Euro, dazu kommen fertig bespulte Angelsets wie die Fighter Pro. Wer später auf eine Technik spezialisiert, findet bei Marken mit engerem Fokus mehr Auswahl in der Oberklasse.
Was ist der Unterschied zwischen DAM und Savage Gear?
Beide Marken gehören zu Pure Fishing und stammen aus der Svendsen-Gruppe. DAM ist die Allround-Marke für fast alle Angelarten vom Feedern bis zur Brandung, mit Schwerpunkt auf günstigen Ruten, Rollen und Sets. Savage Gear konzentriert sich auf Raubfisch und Kunstköder und bietet dort auch teure Spezialruten und große Swimbaits.