Technische Daten
| Betrachtetes Modell | DAM Multi-Compartment Rod Bag, 4 Fächer, 130 cm |
|---|---|
| Länge | 130 cm |
| Breite und Höhe | weist DAM nicht durchgängig aus; Händlerlistungen der 150-cm-Ausführung nennen 38 × 29 cm |
| Rutenfächer | 4 einzeln abgetrennte Fächer |
| Material Hauptkörper | 600D-Polyester, PVC-beschichtet und wasserdicht |
| Material Außentaschen | 420D-Rip-Stop |
| Außentaschen | beidseitig, groß genug für Rod Pod oder Kescher |
| Zusatztaschen | offene Außentaschen für Banksticks |
| Befestigung | Riemen für Schirm oder sperriges Zubehör |
| Tragesystem | Standardtragegriff plus Back-Pack-System zum Tragen als Rucksack |
|---|---|
| Reißverschlüsse | laut Hersteller hochwertige Ausführung |
| Eigengewicht | weist DAM nicht aus |
| Weitere 4-Fach-Größe | 150 cm (im Handel rund 59-67 €) |
| Serie: 2 Fächer | 110 cm · 130 cm · 170 cm |
| Serie: 3 Fächer | 130 cm · 150 cm · 170 cm, dazu gepolsterte Padded-Varianten in 110 cm und 170 cm |
| Serie: ohne Fachtrennung | einfache Rod Bags in 125 cm, 145 cm und 165 cm |
| EAN | 5706301603623 |
Angaben laut Hersteller-Datenblatt und Händlerlistung, Abweichungen sind in der Tabelle vermerkt.
Unsere Einordnung
Das spricht dafür
- Vier getrennte Fächer verhindern, dass sich Ringe, Schnüre und Köder montierter Ruten ineinander verhaken
- Das Back-Pack-System macht die Tasche auf längeren Wegen zum Wasser deutlich angenehmer als jeder Schultergurt
- PVC-Beschichtung auf 600D-Polyester hält Nieselregen und nasses Gras ab, das Standardmaterial in dieser Klasse
- Die beidseitigen Außentaschen nehmen Rod Pod oder Kescher auf, damit reicht die Tasche für einen kompletten Ansitz
- 420D-Rip-Stop an den Außentaschen bremst Risse, wenn ein Bankstick oder Kescherstab durchdrückt
- Bei rund 48 € kostet jedes zusätzliche Fach gegenüber der 2-Fach-Version rund 7 €
Das spricht dagegen
- 130 cm Innenlänge begrenzen die Tasche auf Ruten bis rund 125 cm Transportlänge; 2,70-m-Spinnruten und 12-ft-Karpfenruten passen nicht
- Ungepolstert: die gepolsterte Padded-Ausführung bietet DAM nur mit drei Fächern an
- DAM weist das Eigengewicht der Tasche nicht aus, bei einer Rucksacktasche wäre der Wert relevant
- Breite und Höhe sind für die 130-cm-Variante nicht dokumentiert, nur für die Schwestergrößen
- Der Sprung zur 150-cm-Ausführung kostet rund 11 bis 19 € Aufpreis, obwohl nur 20 cm Länge dazukommen
Vier montierte Ruten in eine Tasche zu bekommen, ohne dass sich Ringe, Schnüre und Drillinge ineinander verhaken, ist die einzige Aufgabe dieser Tasche. Die DAM Multi-Compartment Rod Bag in 130 cm löst sie mit vier getrennten Fächern, PVC-beschichtetem 600D-Polyester und einem Tragesystem, das sich zum Rucksack umbauen lässt, für 47,99 €. Grundlage dieser Einordnung sind die Herstellerangaben, die Händlerlistungen und der Vergleich innerhalb der DAM-Serie.
Die entscheidende Zahl: 130 Zentimeter
Bei Rutentaschen ist die Länge das Maß, an dem der Kauf steht und fällt. Sie muss zur längsten Rute passen, die mitfahren soll, und zwar im montierten Zustand.
Was in 130 cm passt:
| Rutentyp | Transportlänge | passt? |
|---|---|---|
| 2-teilige Spinnrute 2,40 m | ca. 123 cm | ja |
| 2-teilige Spinnrute 2,44 m | ca. 127 cm | knapp |
| 2-teilige Spinnrute 2,70 m | ca. 139 cm | nein |
| 4-teilige Reiserute 2,29 m | ca. 62 cm | ja, mit viel Platz |
| Feederrute 3,60 m (3-teilig) | ca. 125 cm | ja |
| Karpfenrute 12 ft (2-teilig) | ca. 188 cm | nein |
Der Sprung von 2,44 m auf 2,70 m Rutenlänge ist genau der Punkt, an dem die 130er zu kurz wird. Wer eine Spinnrute für Hecht und Zander in 2,70 m fischt, braucht die 150-cm-Ausführung derselben Serie.
Für Karpfenruten scheidet die Tasche komplett aus. Eine 12-Fuß-Rute misst zerlegt rund 188 cm, dafür führt DAM die 3-Fach-Version in 170 cm, und selbst die reicht nur für kürzere Modelle.
Was vier Fächer praktisch bedeuten
Der Unterschied zwischen einem einfachen Futteral und einer Multi-Compartment-Tasche zeigt sich beim Auspacken am Wasser.
In einem ungeteilten Futteral liegen vier montierte Ruten nebeneinander. Die Ringe der einen Rute schieben sich zwischen die Ringe der nächsten, Schnüre verdrehen sich, und ein eingehängter Drilling findet zuverlässig ein fremdes Vorfach. Das Entwirren kostet am Wasser fünf bis zehn Minuten, bei Dunkelheit mehr.
Vier getrennte Fächer lösen das: Jede Rute liegt in ihrem eigenen Schlauch, mit Rolle und eingehängtem Köder. Das Aufbauen besteht danach aus Reißverschluss öffnen und Rute herausziehen.
Der Preis dafür ist überschaubar. Die DAM-Serie zeigt die Staffelung sauber:
| Ausführung (130 cm) | Preis im Handel | Aufpreis je Fach |
|---|---|---|
| 2 Fächer | ca. 34 € | — |
| 3 Fächer | ca. 40 € | ca. 6 € |
| 4 Fächer | ca. 48 € | ca. 8 € |
Rund 7 € pro zusätzliches Fach sind vertretbar. Die Frage vor dem Kauf ist deshalb weniger der Preis als der tatsächliche Bedarf: Wer nie mehr als zwei Ruten mitnimmt, zahlt für zwei leere Fächer.
Das Material: 600D mit PVC-Beschichtung
DAM gibt für den Hauptkörper PVC-beschichtetes, wasserdichtes 600D-Polyester an, für die Außentaschen 420D-Rip-Stop.
Die Zahl beschreibt das Denier-Maß, also die Fadenstärke des Gewebes. 600D ist bei Angeltaschen der übliche Standard: robust genug für Kontakt mit Steinen, Wurzeln und Autokofferraum, ohne dass die Tasche selbst zum Schwergewicht wird.
Die PVC-Beschichtung sitzt auf der Innenseite und macht das Gewebe wasserdicht. Praktisch heißt das: Nieselregen, Tau und nasses Gras dringen nicht durch. Die Reißverschlüsse sind bei dieser Bauart nicht abgedichtet, bei anhaltendem Starkregen kommt dort Wasser hinein. Wer nachts am Wasser bleibt, stellt die Tasche unter den Schirm; passende Überlegungen dazu stehen in den Tipps zum Nachtangeln.
Das Rip-Stop-Gewebe an den Außentaschen ist die interessantere Materialwahl. 420D ist dünner als 600D, hat aber ein eingewebtes Verstärkungsraster. Wenn ein Bankstick oder ein Kescherstab durch die Außentasche drückt, stoppt dieses Raster den Riss, statt ihn über die halbe Tasche laufen zu lassen. Genau dort passiert der Schaden bei Rutentaschen am häufigsten.
Die Außentaschen als eigentliches Argument
Vier Fächer haben andere Taschen auch. Was die Multi-Compartment-Serie von einfachen Futteralen abhebt, ist der Außenbereich.
DAM nennt drei Ebenen:
- Beidseitige Außentaschen, groß genug für einen Rod Pod oder einen zusammengelegten Kescher
- Offene Außentaschen für Banksticks
- Befestigungsriemen für sperriges Zubehör wie einen Schirm
In Summe ist die Tasche damit als einzelnes Transportmittel für einen kompletten Ansitz gedacht. Wer die Wahl zwischen Rod Pod und Banksticks getroffen hat, bekommt beide Varianten an der Tasche unter.
Praktisch relevant ist das für den Weg vom Parkplatz zum Platz. Eine Fuhre statt zwei bedeutet, dass die zweite Hand für Stuhl oder Eimer frei bleibt.
Das Rucksack-System
Bei 130 cm Länge ist die Trageart nicht nebensächlich. Ein Schultergurt zieht die Tasche bei jedem Schritt gegen die Hüfte, und mit vier Ruten plus Rod Pod in den Außentaschen wird das auf 500 m Feldweg unangenehm.
Das Back-Pack-System verteilt die Last auf beide Schultern. Die Tasche liegt dabei quer bis diagonal auf dem Rücken, was bei 130 cm noch gut funktioniert. Bei den 170-cm-Versionen derselben Serie ragt die Tasche seitlich deutlich über die Schultern hinaus, dort ist der Gewinn kleiner.
Ein Wert fehlt an dieser Stelle: Das Eigengewicht der Tasche weist DAM nicht aus. Bei einer Tasche, die auf dem Rücken getragen werden soll, wäre die Angabe relevant, weil sie zum Gewicht von vier Ruten samt Rollen dazukommt.
Wo die Serie Lücken lässt
Keine Polsterung bei vier Fächern. DAM führt gepolsterte Varianten unter der Bezeichnung Padded, allerdings nur mit drei Fächern und in 110 cm und 170 cm. Wer vier Fächer und Polsterung will, findet in der Serie kein passendes Modell. Für Ruten mit dünnen, hochmoduligen Blanks ist das ein echter Punkt, weil ein Schlag gegen eine ungepolsterte Tasche direkt am Blank ankommt.
Die Maßangaben sind unvollständig. Für die 130-cm-Ausführung nennen weder Hersteller noch Händler Breite und Höhe. Listungen der 150-cm-Version geben 38 × 29 cm an, was sich auf die kürzere Variante übertragen lassen sollte, bestätigt ist es für dieses Modell nicht.
Der Aufpreis zur 150er ist hoch. 20 cm mehr Länge kosten je nach Anbieter 11 bis 19 €. Wer beim Kauf zwischen den Größen schwankt, sollte die eigene längste Rute ausmessen, statt vorsorglich zur größeren Tasche zu greifen.
Für wen sich die Tasche lohnt
Die 4-Fach-Version in 130 cm ist die Tasche für Spinn- und Feederangler mit mehreren montierten Ruten. Der typische Fall: Zwei bis drei Spinnruten in verschiedenen Wurfgewichtsklassen, dazu eine Ersatzrute, alle mit montierter Rolle, dazu Kescher und Banksticks außen.
Für Karpfenangler passt die Länge nicht. Dort sind 12-Fuß-Ruten Standard, und dafür führt DAM andere Größen. Wer ohnehin auf Karpfen ansitzt, findet im Daiwa Black Widow 3 Rod Holdall mit 170 cm die passendere Bauform.
Für Feederangler mit langen Ruten wird es knapp: Eine 3,60-m-Feederrute in drei Teilen kommt auf rund 125 cm und passt gerade so, eine 4,20-m-Rute nicht mehr. Dafür gibt es das Daiwa N’ZON 4 Rod Holdall mit 180 cm.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Länge | Fächer | Tragesystem | Preisniveau |
|---|---|---|---|---|
| DAM Multi-Compartment Rod Bag | 130 cm | 4 | Griff + Rucksack | ca. 48 € |
| Cormoran Rutentasche 5092 | 125 cm | 2 | Schultergurt | ca. 20 € |
| Cormoran Rutenkoffer 5091 | 170 cm | 2 | Rucksackgurte + Griff | ca. 50 € |
| Daiwa Black Widow 3 Rod Holdall | 170 cm | 3 | Schultergurt + Griffe | ca. 70 € |
| Daiwa N’ZON 4 Rod Holdall | 180 cm | 4 | Schultergurt + Griffe | ca. 100 € |
Die Tabelle sortiert das Feld nach Länge. Die DAM-Tasche ist die einzige mit vier Fächern unter 150 cm und liegt preislich zwischen der einfachen Cormoran 5092 und den langen Holdalls für Karpfen- und Feederruten. Wer vier Fächer und mehr Länge braucht, landet beim N’ZON Holdall mit rund doppeltem Preis.
Fazit
Die DAM Multi-Compartment Rod Bag mit vier Fächern in 130 cm ist die Transportlösung für Angler, die mit mehreren montierten Spinn- oder Feederruten unterwegs sind und den Weg zum Wasser zu Fuß zurücklegen. Vier getrennte Fächer, beidseitige Außentaschen für Rod Pod oder Kescher und ein Rucksack-Tragesystem für rund 48 € ergeben ein stimmiges Paket.
Mit 4,3 von 5 ist sie die Empfehlung für Ruten bis rund 125 cm Transportlänge, also 2-teilige Spinnruten bis 2,44 m und kurze Feederruten. Vor dem Kauf gehört die längste eigene Rute ausgemessen: Ab 2,70 m Rutenlänge führt der Weg zur 150-cm-Ausführung, für Karpfenruten in die 170-cm-Klasse. Wer Polsterung braucht, muss in derselben Serie auf ein Fach verzichten.
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Welche Ruten passen in die DAM Rutentasche mit 130 cm?
Alles, was zerlegt oder montiert unter rund 125 cm bleibt. Das sind 2-teilige Spinnruten bis etwa 2,40 m (Transportlänge rund 123 cm), kurze Feederruten und 4-teilige Reiseruten. Eine 2-teilige 2,70-m-Rute kommt auf rund 139 cm und passt nicht mehr, dafür braucht es die 150-cm-Ausführung.
Kann ich montierte Ruten in der Tasche transportieren?
Ja, genau dafür sind die vier getrennten Fächer gedacht. Jede Rute liegt mit angeschraubter Rolle und eingehängtem Köder in ihrem eigenen Fach, ohne dass sich Ringe, Schnüre und Drillinge ineinander verhaken. Die Fächer müssen dafür lang genug sein: Rute plus Rolle darf 130 cm nicht überschreiten.
Lässt sich die Tasche als Rucksack tragen?
Ja. DAM gibt für die Multi-Compartment-Serie ein Tragesystem an, das wahlweise als Standardgriff oder als Back-Pack-System funktioniert. Bei 130 cm Länge liegt die Tasche dabei quer bis diagonal auf dem Rücken, was für Wege über Wiese und Uferböschung deutlich praktischer ist als ein Schultergurt.
Ist die DAM Rutentasche wasserdicht?
DAM gibt für den Hauptkörper PVC-beschichtetes, wasserdichtes 600D-Polyester an. Das hält Nieselregen, Tau und nasses Gras ab. Die Reißverschlüsse selbst sind bei Taschen dieser Bauart üblicherweise nicht abgedichtet, bei anhaltendem Starkregen dringt dort Wasser ein. Für einen Ansitz im Regen gehört die Tasche unter den Schirm.
Was bedeutet 600D und 420D beim Material?
D steht für Denier, ein Maß für die Fadenstärke des Gewebes. Höhere Werte bedeuten dickere Fäden und damit robusteres, schwereres Material. 600D ist bei Angeltaschen der verbreitete Standard, 420D Rip-Stop an den Außentaschen ist dünner, hat aber ein eingewebtes Raster, das einen entstandenen Riss stoppt.
Was passt in die Außentaschen?
DAM nennt für die beidseitigen Außentaschen ausdrücklich Rod Pod oder Kescher als Beispiel. Dazu kommen offene Außentaschen für Banksticks und Befestigungsriemen, an denen sich ein Schirm festzurren lässt. Damit ist die Tasche als einzelnes Transportmittel für einen kompletten Ansitz gedacht.
Welche Größen gibt es bei der DAM Multi-Compartment Rod Bag?
Die 4-Fach-Ausführung gibt es in 130 cm und 150 cm. Mit drei Fächern kommen 130 cm, 150 cm und 170 cm dazu, mit zwei Fächern 110 cm, 130 cm und 170 cm. Zusätzlich führt DAM einfache Rod Bags ohne Fachtrennung in 125 cm, 145 cm und 165 cm sowie gepolsterte Padded-Varianten mit drei Fächern.
Vier Fächer oder drei Fächer: was lohnt sich?
Der Preisunterschied bei 130 cm beträgt rund 8 €. Vier Fächer lohnen, wenn regelmäßig vier montierte Ruten mitkommen, etwa beim Karpfenansitz mit drei Ruten plus Ersatzrute oder beim Wechsel zwischen mehreren Ködergrößen. Wer meist mit zwei Ruten unterwegs ist, spart mit der 2-Fach-Version rund 14 €.
Ist die Tasche gepolstert?
Die 4-Fach-Ausführung ist ungepolstert. DAM bietet gepolsterte Varianten unter der Bezeichnung Padded an, allerdings nur mit drei Fächern und in 110 cm und 170 cm. Wer Polsterung für empfindliche Blanks braucht, muss also auf ein Fach verzichten oder zur Länge 170 cm greifen.
Was kostet die DAM Rutentasche mit 4 Fächern?
Die 130-cm-Ausführung liegt im Handel bei rund 48 €. Die 150-cm-Version kostet je nach Anbieter rund 59 bis 67 €. Zum Vergleich: Dieselbe Länge mit drei Fächern kostet rund 40 €, mit zwei Fächern rund 34 €.