Das Wichtigste in Kürze
- Kurzantwort: Am Rhein darfst du überall dort angeln, wo dein Erlaubnisschein für den Abschnitt gilt und keine Sperre besteht. Den Fischereischein brauchst du zusätzlich.
- NRW (Rhein-km 639 bis 863): ein Generalschein der Rheinfischereigenossenschaft für den ganzen Hauptstrom, 40 € im Jahr, 3 Tage 12 €.
- Hessen (km 437 bis 544, rechtes Ufer): Erlaubnisschein der Hessischen Landesgesellschaft, online über hejfish, 70 € im Jahr, Woche 20 €.
- Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg: Karten je Abschnitt. In Rheinland-Pfalz kostet der Jahresschein meist 49 €, in Baden-Württemberg geben Vereine, Gemeinden und Pächter die Karten aus.
- Gesperrt: Häfen ohne Freigabe, Naturschutzgebiete mit Angelverbot und Fischschonbezirke. In NRW gilt der Generalschein außerdem nicht in Häfen, Altarmen und Baggerseen.
- Regeln in NRW: zwei Grund- oder Posenruten oder eine Spinnrute, Nachtangeln ganzjährig erlaubt, Angeln vom Boot verboten.
Was du zum Angeln am Rhein brauchst
Der Rhein ist Bundeswasserstraße, das Fischereirecht liegt trotzdem bei den Ländern und ihren Fischereiberechtigten. Am Ufer brauchst du darum zwei Papiere:
- den Fischereischein aus deinem Bundesland, der in allen Ländern anerkannt wird,
- den Erlaubnisschein für genau den Rheinabschnitt, an dem du sitzt.
Beides trägst du beim Angeln bei dir. Am Rhein sind Fischereiaufseher unterwegs, und die Rheinfischereigenossenschaft in NRW weist darauf hin, dass Angeln ohne gültigen Erlaubnisschein als Fischwilderei nach § 293 StGB gilt. Wie Fischereischein und Erlaubnisschein grundsätzlich zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Wo darf ich mit Angelschein angeln?.
In Nordrhein-Westfalen kommt ein Punkt dazu, den Gäste oft übersehen. Wer dort angelt, zahlt die Fischereiabgabe des Landes, auch mit einem Fischereischein aus einem anderen Bundesland. Die Abgabe aus Hessen oder Niedersachsen ersetzt sie nicht. Bezahlen lässt sie sich online über das Serviceportal Fischereiabgabe NRW.
Wer am Rhein die Angelkarte ausgibt
Vom Bodensee bis zur niederländischen Grenze wechselt der Rhein mehrmals das Land, und an manchen Stellen hat jedes Ufer ein eigenes. Zwischen Worms und Bingen gehört das rechte Ufer zu Hessen, das linke zu Rheinland-Pfalz. Wer die Seite wechselt, braucht eine andere Karte.

| Abschnitt | Ufer | Rhein-km | Wer die Karte ausgibt | Jahreskarte | Kürzere Karten |
|---|---|---|---|---|---|
| Hochrhein, Bodensee bis Basel | rechts (BW) | bis Basel | Gemeinden, Vereine und Pächter je Strecke | je nach Strecke | z. B. Tag, Woche, Monat in Bad Säckingen |
| Oberrhein in Baden-Württemberg | rechts | Basel bis 437 | Vereine und Pächter je Strecke | je nach Strecke | je nach Strecke |
| Oberrhein in Pfalz und Rheinhessen | links | 352 bis Bingen | Land Rheinland-Pfalz über Ausgabestellen | 49 € | ermäßigt rund die Hälfte |
| Hessischer Rhein | rechts | 437 bis 544 | Hessische Landesgesellschaft, online über hejfish | 70 € | Woche 20 €, ermäßigt 30 € |
| Mittelrhein um Koblenz | beide | ab 575,5 bis zur NRW-Grenze | u. a. Landesfischereiverband RLP | 49 € | Woche 19 €, Tag 8 € |
| Nordrhein-Westfalen | beide | 639,27 bzw. 642,23 bis 857,70 bzw. 862,90 | Rheinfischereigenossenschaft NRW | 40 € | 3 Tage 12 €, ermäßigt 20 € |
Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf die Seite des jeweiligen Ausgebers, dort steht der aktuelle Preis.
Nordrhein-Westfalen: ein Generalschein für rund 220 Kilometer
In NRW ist das Angeln am Rhein am einfachsten geregelt. Die Rheinfischereigenossenschaft im Lande NRW gibt einen einzigen Erlaubnisschein für den gesamten Hauptstrom aus. Er gilt am rechten Ufer von Rhein-km 639,27 bis 857,70 und am linken Ufer von km 642,23 bis 862,90, also von der Landesgrenze bei Bad Honnef bis zur niederländischen Grenze.
| Schein | Verkaufsstelle | Online über hejfish | Gültigkeit |
|---|---|---|---|
| Generalschein | 40 € | 44 € plus Servicegebühr | Kalenderjahr |
| Generalschein ermäßigt | 20 € | 23 € plus Servicegebühr | Kalenderjahr |
| 3-Tagesschein | 12 € | 15 € plus Servicegebühr | 3 aufeinanderfolgende Tage |
Den ermäßigten Generalschein bekommen Jugendliche bis 18 Jahre, Rentner und Schwerbehinderte ab 50 % gegen Nachweis. Seit dem 1. Juli 2026 können Kinder und Jugendliche von 10 bis 16 Jahren ohne Fischereischein einen Erlaubnisschein kaufen, so sieht es das geänderte Landesfischereigesetz vor. Sie angeln dann in Begleitung eines Erwachsenen mit Fischereischein. Am Rhein zahlen sie den halben Preis des Generalscheins. Gekauft wird in Angelfachgeschäften, bei den federführenden Vereinen oder online, wo du deinen Fischereischein hochlädst und den Schein zum Selbstausdrucken bekommst. Mitglied in einem Verein musst du dafür nicht sein.
Die Ausübungsbestimmungen der Genossenschaft im Überblick:
- Ruten: zwei Grund- oder Posenruten mit je einem Haken, alternativ eine Spinnrute mit Kunstköder oder eine Fliegenrute. Wer spinnfischt, darf daneben keine Grundrute auslegen. Paternoster mit mehreren Haken sind verboten.
- Nachtangeln: ganzjährig erlaubt.
- Boot: Angeln vom Boot ist verboten, also Werfen, Haken, Drillen und Landen. Das reine Ausbringen einer Montage fällt derzeit nicht darunter, auf der stark befahrenen Wasserstraße rät die Genossenschaft aber davon ab.
- Köder und Gerät: keine lebenden Köderfische, keine Setzkescher, keine Netze. Köderfische fängst du mit der Stippe.
- Entnahme: höchstens drei Aale, Forellen, Hechte, Karpfen und Zander pro Tag. Die Meerforelle ist ganzjährig geschont.
- Schonzeit: Auch während der Schonzeit von Hecht und Zander sind Kunstköder und tote Köderfische erlaubt. Platz, Technik und Köder sollen so gewählt sein, dass geschonte Arten möglichst nicht beißen.
Die Genossenschaft bittet darum, eine Fangliste zu führen und nach Ablauf des Jahres einzusenden. Die Zahlen fließen in die Fischereistatistik ein.
Hessen: eine Online-Karte und eine Landkarte für jede Stelle
Der hessische Rhein ist rechtsrheinisch 107 Kilometer lang, von Rhein-km 437 bei Lampertheim bis km 544 bei Lorchhausen. Er führt durch den mittleren und unteren Oberrhein und den oberen Mittelrhein. Den Erlaubnisschein verkauft die Hessische Landesgesellschaft online über hejfish.
| Schein | Preis |
|---|---|
| Jahresschein | 70 € |
| Wochenschein | 20 € |
| Jahresschein für Jugendliche von 10 bis 15 Jahren | 30 € |
| Jahresschein für Schüler, Studenten und Azubis bis 26 Jahre | 30 € |
| Jahresschein für Rentner und Schwerbehinderte ab 50 % | 30 € |
Einen Ausdruck brauchst du nicht. Die Fänge trägst du digital über hejfish ein, die Fangstatistik ist in Hessen gesetzlich vorgeschrieben.
Die Besonderheit am hessischen Rhein ist die Broschüre „Fischereiliche Regelungen für die Fischereierlaubnis am hessischen Rhein“ des Landwirtschaftsministeriums, gültig ab 2025. Sie zeigt auf 14 Kartenblättern für jeden Abschnitt, wo das Angeln ganzjährig erlaubt ist, wo nur in einem bestimmten Zeitraum und wo gar nicht. Getrennt aufgeführt sind auch Ufer und Boot. Entlang des hessischen Rheins liegen viele Naturschutzgebiete, etwa Kühkopf-Knoblochsaue, Lampertheimer Altrhein und Mariannenaue, und ihre Ruhezonen bestimmen die Karten. So ist das Angeln im Welschen Loch bei Lampertheim samt Zufahrt ganzjährig untersagt, im Industriehafen der Bleiaue ebenfalls.
Die allgemeinen Regeln der Broschüre:
- Häfen: In Häfen, die der Gefahrenabwehrverordnung unterliegen, ist das Angeln verboten, solange die Hafenbehörde es nicht ausdrücklich erlaubt.
- Boot: erlaubt, wenn der Abschnitt keinem Verbot unterliegt. Das Boot muss am Ufer oder am Grund festgemacht sein oder über einen GPS-Anker verfügen, vom treibenden Boot aus darfst du nicht fischen. Das gilt auch für Belly Boote und Stand-up-Paddle-Boards.
- Anbissstellen: Jede Handangel hat eine Anbissstelle. Wobbler mit mehreren Drillingen und Gummifische mit Angsthaken zählen als eine. Hegene und Langleine sind verboten.
- Schnur: Abspannen über Umlenkrollen, Stangen oder Bojen ist verboten.
- Weitere Ruten: dürfen bereitliegen, aber ohne Haken.
- Ufer und Wege: Betriebswege an der Bundeswasserstraße dürfen nicht mit Kraftfahrzeugen befahren werden, eingefriedete Grundstücke nicht betreten werden.
Verstöße können den Widerruf des Erlaubnisscheins nach sich ziehen, verbunden mit einer Sperre von mindestens drei Jahren.
Rheinland-Pfalz: Karten je Strecke
Rheinland-Pfalz hat am linken Ufer den längsten Anteil am Rhein, von der französischen Grenze bei km 352 bis Rolandseck bei km 642. Am rechten Ufer gehört der Mittelrhein ab km 544 bis zur Grenze bei Bad Honnef dazu. Eine einheitliche Karte für die ganze Strecke gibt es nicht.
Pfalz und Rheinhessen. Am Oberrhein ist das Land selbst der Fischereirechtsinhaber, zuständig ist die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd. Es gibt einen pfälzischen und einen rheinhessischen Erlaubnisschein. Der Jahresschein kostet seit 2023 49 €. Die SGD Süd begründete die Erhöhung damals gegenüber dem Magazin Fisch & Fang mit der neuen Umsatzsteuerpflicht des Landes und dem Preis, der seit 2006 unverändert war. Jugendliche bis 18 und Senioren ab 65 zahlen rund die Hälfte, ebenso Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte ab 50 %. Die Einnahmen sind zweckgebunden, unter anderem für Besatz mit Aal und Hecht und die Wiederansiedlung von Lachs, Meerforelle und Maifisch.
Mittelrhein um Koblenz. Hier ist der Landesfischereiverband Rheinland-Pfalz einer der Pächter, rechtsrheinisch von km 577,8 bis 639,25, linksrheinisch von km 575,5 bis 642,23.
| Schein beim LFV Rheinland-Pfalz | Preis |
|---|---|
| Jahresschein Erwachsene | 49 € |
| Jahresschein Jugendliche bis 16 Jahre | 25 € |
| Jahresschein mit Sozialermäßigung | 23 € |
| Wochenschein | 19 € |
| Tagesschein | 8 € |
| Jahresschein mit Nachen (Kahn) | 66 € |
Vereinsmitglieder bekommen auf den Jahresschein einen Nachlass. Verkauft werden die Scheine in Angelfachgeschäften zwischen Bonn, Sinzig und dem Westerwald. Der Verband rät, vor der Anfahrt Wasserstand und Tendenz zu prüfen, Buhnen nicht zu betreten und auf den Wellenschlag der Schiffe zu achten.
Baden-Württemberg: Hochrhein und Oberrhein
Am baden-württembergischen Rhein gibt es keine landesweite Rheinkarte. Die Strecken sind an Vereine, Gemeinden und Pächter vergeben, und jeder gibt für sein Stück eigene Karten aus. In Bad Säckingen am Hochrhein verkauft zum Beispiel das Tourismus- und Kulturamt Tages-, Wochen- und Monatskarten an Angler mit deutschem Fischereischein.
Zwei Grenzen prägen diesen Teil. Am Hochrhein liegt am anderen Ufer die Schweiz, am Oberrhein bis Lauterbourg Frankreich. Dort gelten die Regeln der Nachbarn, eine baden-württembergische Karte reicht nicht über die Flussmitte. Bei der Rutenzahl bleibt es beim Landesrecht mit zwei Handangeln.
Wer am Oberrhein zwischen Karlsruhe und Mannheim angeln will, fragt am besten im Angelfachgeschäft vor Ort oder beim Verein der Gemeinde nach, wer die Strecke bewirtschaftet.
Wo du am Rhein nicht angeln darfst
Auch mit gültiger Karte bleiben Stellen gesperrt. Die Verbote stammen aus mehreren Quellen, die sich überlagern.
| Sperre | Wo sie gilt | Wo du sie findest |
|---|---|---|
| Häfen | NRW: nicht im Generalschein enthalten; Hessen: gesperrt ohne Freigabe der Hafenbehörde | Erlaubnisschein, Broschüre Hessen |
| Altarme, Baggerseen, Zuflüsse | NRW: ausgenommen, Karten beim Eigentümer oder Pächter; Hessen: je Altrhein geregelt | Generalschein, Kartenblätter Hessen |
| Naturschutzgebiete und Landschaftsschutz | überall, mit Angelverbot oder Zeitfenstern | Landschaftspläne, Schutzgebietsverordnungen |
| Fischschonbezirke | nach Landesfischereigesetz | Ausschilderung, Kartenblätter |
| Fischschutzzonen im FFH-Gebiet | NRW zwischen Emmerich und Bad Honnef, dort teils Watverbot | Ordnungsverordnungen der Bezirksregierungen |
| Anlagen der Wasserstraßenverwaltung | wo Betretungsverbote ausgeschildert sind | Schilder vor Ort |
Für die Orientierung am Ufer helfen die Kilometerschilder. Sie stehen an beiden Ufern im Abstand von 100 Metern, und alle Verbotszonen sind in Rhein-Kilometern angegeben. In NRW zeigt die Genossenschaft die Zonen in den Kartenblättern Angelverbotszonen, dazu gibt es in den Verkaufsstellen eine Infokarte. Im Kreis Wesel hat die Genossenschaft für einzelne Uferabschnitte eigene Verbote über Kooperationsvereinbarungen festgelegt. Die Verantwortung, eine Sperre zu kennen, liegt laut Erlaubnisschein bei dir.
Angeln in Köln am Rhein
Köln liegt vollständig im Geltungsbereich des NRW-Generalscheins. Mit Fischereischein, Fischereiabgabe NRW und Generalschein darfst du am Hauptstrom an beiden Ufern angeln, vom Süden der Stadt bis nach Worringen. Die Hafenbecken wie Niehl, Deutz oder Godorf gehören als Nebengewässer nicht dazu.
In der Stadt sind die Buhnenfelder und Steinschüttungen die klassischen Plätze. Sie liegen oft direkt an Rad- und Spazierwegen, darum gefährdet die Montage beim Wurf besser niemanden, und keine Schnur läuft quer über den Weg. Der Schiffsverkehr ist in Köln dicht. Der Sog jedes Schiffs zieht das Wasser kurz aus dem Buhnenfeld, danach kommt der Schwall zurück. Wer auf der unteren Steinlage sitzt, steht danach im Wasser. Die nächste Verkaufsstelle findest du über die Verkaufsstellensuche der Genossenschaft, alternativ kaufst du den Schein online.
Wie viele Ruten am Rhein erlaubt sind
| Abschnitt | Rutenzahl | Besonderheit |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 2 Grund- oder Posenruten oder 1 Spinn- oder Fliegenrute | je ein Haken, kein Paternoster |
| Hessen | laut Erlaubnisschein | eine Anbissstelle je Handangel, weitere Ruten nur ohne Haken |
| Rheinland-Pfalz | laut Erlaubnisschein | das Landesrecht gibt keine feste Zahl vor |
| Baden-Württemberg | 2 Handangeln | Landesrecht, die Karte kann strenger sein |
Für einen Ansitz mit Feeder und Pose reicht das in jedem Abschnitt.
Was im Rhein schwimmt
Der Rhein beherbergt nach Angaben des hessischen Landwirtschaftsministeriums wieder 63 Fischarten. Für Angler sind Zander, Hecht, Barsch, Rapfen und Wels die bekanntesten Raubfische, dazu kommen Aal und die eingewanderte Schwarzmundgrundel, die in vielen Buhnenfeldern massenhaft vorkommt. Beim Friedfisch stehen Brassen, Barben, Döbel, Rotaugen, Alande und Karpfen oben.
Friedfischangler sitzen am Rhein fast immer im Buhnenfeld oder an der Strömungskante davor, mit schwerem Futterkorb und viel Futter. Wo die Herden stehen und welcher Korb dort liegen bleibt, zeigt der Ratgeber Brassen angeln am Rhein. Für den größten Fisch des Stroms gibt es einen eigenen Ratgeber zum Wels angeln im Rhein.
Fazit: erst den Abschnitt klären, dann die Karte kaufen
Such dir zuerst den Rheinkilometer aus, an dem du angeln willst, und prüfe, zu welchem Land das Ufer gehört. In NRW und Hessen reicht dann eine Karte für die ganze Strecke, in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg fragst du nach dem Ausgeber des Abschnitts. Danach lohnt der Blick in die Kartenblätter, damit du nicht im Naturschutzgebiet oder im Hafen landest. Und weil Pegel und Schiffsverkehr am Rhein die Plätze stärker verändern als an jedem anderen deutschen Fluss, gehört der Wasserstand zur Planung genauso dazu wie die Karte.
Häufige Fragen
Braucht man zum Angeln am Rhein einen Angelschein?
Ja. Du brauchst einen gültigen deutschen Fischereischein und zusätzlich einen Erlaubnisschein für den Rheinabschnitt, an dem du angelst. Ohne Fischereischein verkauft dir keine Ausgabestelle eine Rheinkarte. Eine Ausnahme gilt seit dem 1. Juli 2026 in Nordrhein-Westfalen für Kinder und Jugendliche von 10 bis 16 Jahren, die in Begleitung eines Erwachsenen mit Fischereischein angeln.
Was kostet eine Angelkarte für den Rhein in NRW?
Der Generalschein der Rheinfischereigenossenschaft kostet in den Verkaufsstellen 40 € und gilt ein Kalenderjahr am ganzen Hauptstrom in NRW. Ermäßigt sind es 20 €, der 3-Tagesschein kostet 12 €. Online über hejfish kosten die Scheine 44 €, 23 € und 15 €, dazu kommt eine Servicegebühr.
Darf man am Rhein nachts angeln?
In Nordrhein-Westfalen ja, die Rheinfischereigenossenschaft erlaubt das Nachtangeln ganzjährig ohne Einschränkung. Am hessischen Rhein weist die Verkaufsseite des Erlaubnisscheins das Nachtfischen ebenfalls aus. Für andere Abschnitte regelt es der Erlaubnisschein, darum vor dem Kauf die Bedingungen lesen. Zelten und Feuerstellen deckt der Erlaubnisschein nirgends ab.
Darf man am Rhein vom Boot aus angeln?
In Nordrhein-Westfalen nicht, dort ist das Angeln vom Boot grundsätzlich verboten. Am hessischen Rhein ist es erlaubt, wenn der Abschnitt nicht gesperrt ist und das Boot am Ufer, am Grund oder über einen GPS-Anker festgemacht ist, das gilt auch für Belly Boote und Stand-up-Paddle-Boards. Um Koblenz gibt es eigene Nachenkarten für das Angeln vom Kahn.
Gilt der Rheinschein auch in Häfen und Altarmen?
In Nordrhein-Westfalen nicht. Der Generalschein gilt nur für den Hauptstrom, Häfen, Altarme, Baggerseen und einmündende Bäche sind ausgenommen. Am hessischen Rhein zeigt die Broschüre des Landes für jeden Altrhein, ob und wann dort geangelt werden darf. Häfen, die der Gefahrenabwehrverordnung unterliegen, sind in Hessen gesperrt, solange die Hafenbehörde nichts anderes erlaubt.
Wie viele Ruten darf man am Rhein benutzen?
In Nordrhein-Westfalen zwei Grund- oder Posenruten mit je einem Haken oder eine Spinnrute oder eine Fliegenrute. Paternoster an Grund- und Posenruten sind dort verboten. Am hessischen Rhein steht die Zahl im Erlaubnisschein, jede Handangel darf nur eine Anbissstelle haben. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gelten das Landesrecht und die Bedingungen der jeweiligen Karte.
Wo kaufe ich die Karte für den hessischen Rhein?
Online über hejfish. Die Hessische Landesgesellschaft verkauft dort den Jahresschein für 70 € und den Wochenschein für 20 €. Ermäßigte Jahresscheine für 30 € gibt es für Jugendliche von 10 bis 15 Jahren, für Schüler, Studenten und Azubis bis 26, für Rentner und für Schwerbehinderte. Ein Ausdruck ist nicht nötig, die Fänge trägst du ebenfalls über hejfish ein.
Wo darf man in Köln am Rhein angeln?
Köln liegt im Geltungsbereich des Generalscheins der Rheinfischereigenossenschaft NRW. Mit Fischereischein und Generalschein darfst du am Hauptstrom an beiden Ufern angeln, soweit keine Verbotszone ausgewiesen ist. Die Hafenbecken zählen als Nebengewässer und sind ausgenommen. Die Verbotszonen stehen in den Kartenblättern der Genossenschaft, orientieren kannst du dich an den Kilometerschildern am Ufer.