Das Wichtigste in Kürze
- Kurzantwort: Die Schonzeiten der Fische legt jedes Bundesland in seiner Fischereiverordnung fest. Hecht und Zander sind fast überall zwischen Februar und Mai geschont, die Bachforelle ab Oktober bis in den Februar, März oder April.
- Hecht: Beginn zwischen 1. Januar (Berlin) und 15. Februar, Ende zwischen 31. März (Brandenburg) und 31. Mai. Mindestmaß 40 bis 60 cm.
- Zander: meist bis 30. April, 15. Mai oder 31. Mai geschont, Mindestmaß 35 bis 50 cm. Hessen kennt keine Zanderschonzeit.
- Ohne Schonzeit: Barsch, Karpfen, Brassen und Rotauge sind in fast allen Ländern frei, haben aber teils ein Mindestmaß (Karpfen meist 35 cm).
- Entnahmefenster: Hessen und Hamburg setzen zusätzlich Höchstmaße, etwa Hecht 50 bis 90 cm in Hessen.
- Maßgeblich ist das Land, in dem das Gewässer liegt. Vereine und Angelkarten dürfen strenger regeln.
Warum jede Fischart ihre eigene Schonzeit hat
Eine Schonzeit liegt um die Laichzeit einer Art. In diesen Wochen sammeln sich die Fische an wenigen Plätzen, sind leicht zu fangen, und jeder entnommene Laichfisch fehlt beim Nachwuchs. Weil die Arten zu ganz verschiedenen Zeiten laichen, verteilen sich die Schonzeiten über fast das ganze Jahr.
| Laichgruppe | Arten | typische Schonzeit |
|---|---|---|
| Herbst- und Winterlaicher | Bachforelle, Seeforelle, Saibling, Maräne | ab Oktober, bei Forellen bis Februar, März oder April |
| Winterlaicher | Quappe | Januar bis Mitte Februar (nur in einzelnen Ländern) |
| frühe Frühjahrslaicher | Hecht | Februar bis April oder Mai |
| Frühjahrslaicher in Fließgewässern | Äsche, Nase, Barbe | Dezember bis Juli, je nach Art und Land |
| späte Frühjahrslaicher | Zander | März oder April bis Mai |
| Sommerlaicher | Karpfen, Schleie, Wels | meist keine, teils zwischen März und Juni |
Der Hecht laicht als erster großer Raubfisch, oft schon bei kaltem Wasser im späten Winter auf überschwemmten Wiesen und im flachen Kraut. Der Zander folgt im Frühjahr, wenn sich das Wasser erwärmt hat, und bewacht danach sein Nest am Grund. Daraus ergibt sich das Muster fast aller Länder, in dem die Hechtschonzeit vor der Zanderschonzeit beginnt.
Arten mit großen, sich selbst erhaltenden Beständen wie Barsch, Rotauge und Brassen kommen in den meisten Verordnungen ganz ohne Schonzeit aus. Sie haben dafür manchmal ein Mindestmaß, oder sie sind gar nicht geregelt.
Hecht und Zander: Schonzeiten und Mindestmaße je Bundesland

Die Tabelle zeigt die gesetzlichen Werte für Binnengewässer und den Fang mit der Handangel. Beim Maß steht bei einem Entnahmefenster der Bereich, sonst das Mindestmaß.
| Bundesland | Hecht | Zander | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 15. Feb. bis 15. Mai, 50 cm | 1. Apr. bis 15. Mai, 45 cm | Landesfischereiverordnung, § 1 |
| Bayern | 15. Feb. bis 30. Apr., 50 cm | 15. Feb. bis 30. Apr., 50 cm | AVBayFiG, Anlage |
| Berlin | 1. Jan. bis 30. Apr., 45 cm | 1. Jan. bis 31. Mai, 45 cm | LFischO, Anlage 1 |
| Brandenburg | 1. Feb. bis 31. März, 45 cm | 1. Apr. bis 31. Mai, 45 cm | BbgFischO, Anlage |
| Bremen | 1. Feb. bis 15. Mai, 60 cm | 1. Feb. bis 15. Mai, 40 cm | Bremische Binnenfischereiverordnung, §§ 3 und 4 |
| Hamburg | 1. Feb. bis 31. Mai, 45–75 cm | 1. Feb. bis 31. Mai, 45–75 cm | Hamburgische Durchführungsverordnung |
| Hessen | 1. Feb. bis 15. Apr., 50–90 cm | keine, ab 50 cm | Hessische Fischereiverordnung, § 2 |
| Mecklenburg-Vorpommern | keine landesweite, 45 cm | keine landesweite, 45 cm | Binnenfischereiverordnung (LALLF) |
| Niedersachsen | 1. Feb. bis 15. Apr., 40 cm | 15. März bis 30. Apr., 35 cm | Binnenfischereiordnung (LAVES) |
| Nordrhein-Westfalen | 15. Feb. bis 30. Apr., 45 cm | 1. Apr. bis 31. Mai, 40 cm | LFischVO, §§ 2 und 3 |
| Rheinland-Pfalz | 1. Feb. bis 31. Mai, 50 cm | 15. März bis 15. Mai, 45 cm | Landesfischereiordnung, §§ 17 und 20 |
| Saarland | 15. Feb. bis 31. Mai, 50 cm | 15. Feb. bis 31. Mai, 45 cm | Landesfischereiordnung, §§ 2 und 4 |
| Sachsen | 1. Feb. bis 30. Apr., 50 cm | 1. Feb. bis 31. Mai, 50 cm | SächsFischVO, Anlage |
| Thüringen | 15. Feb. bis 30. Apr., 50 cm | 1. Apr. bis 31. Mai, 45 cm | ThürFischAVO, § 1 |
Schleswig-Holstein regelt Mindestmaße und Schonzeiten in der Anlage 1 seiner Binnenfischereiverordnung, für einzelne Arten zusätzlich über befristete Allgemeinverfügungen. Die Landesregierung weist in ihren Antworten zu Mindestmaßen darauf hin, dass sich diese Werte in regelmäßigen Abständen ändern. In Sachsen-Anhalt stehen die Werte in der Fischereiordnung des Landes, an den Gewässern des Landesanglerverbands zusätzlich in dessen Gewässerordnung.
Was die Tabelle zeigt. Sieben Länder beginnen die Hechtschonzeit am 1. Februar, fünf am 15. Februar, Berlin schon am 1. Januar. Beim Ende ist der 30. April am häufigsten. Beim Zander gehen die Systeme weit auseinander. In Bayern und im Saarland sind beide Raubfische gleichzeitig geschont, in Brandenburg folgt der Zander nahtlos auf den Hecht, und Niedersachsen hat mit 40 und 35 cm die niedrigsten Mindestmaße.
Regionale Ausnahmen innerhalb eines Landes. In Baden-Württemberg gilt im Main für Hecht und Zander der 1. Februar bis 30. April bei 50 cm. Rheinland-Pfalz schont den Zander in der Lahn vom 1. April bis 31. Mai. Bayern verknüpft die Schonzeiten seit der Neufassung mit dem Flussgebiet, in dem eine Art natürlich vorkommt. Die vollständige Artenliste dazu steht im Ratgeber Schonzeiten in Bayern.
Bachforelle und Äsche: die Salmoniden-Schonzeiten
Bei den Forellenartigen liegt die Schonzeit im Herbst und Winter, bei der Äsche im Frühjahr. Die Werte gelten für Binnengewässer:
| Bundesland | Bachforelle | Äsche |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 1. Okt. bis 28. Feb., 25 cm¹ | 1. Feb. bis 30. Apr., 30 cm |
| Bayern | 1. Okt. bis 15. März, 26 cm | 1. Jan. bis 30. Apr., 35 cm |
| Berlin | 1. Okt. bis 30. Apr., 30 cm | 1. Dez. bis 31. Mai, 30 cm |
| Brandenburg | 16. Okt. bis 15. Apr., 30 cm | 1. Dez. bis 31. Mai, 30 cm |
| Bremen | 15. Okt. bis 15. März, 30 cm² | 1. März bis 15. Mai, 35 cm |
| Hamburg | 15. Okt. bis 15. Feb., 20–40 cm | 1. Jan. bis 15. Mai |
| Hessen | 1. Okt. bis 31. März, 25–60 cm | 1. März bis 15. Mai, 30–45 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1. Okt. bis 31. März, 30 cm | keine, 30 cm |
| Niedersachsen | 15. Okt. bis 15. Feb., 25 cm | 1. März bis 15. Mai, 30 cm |
| Nordrhein-Westfalen | 20. Okt. bis 15. März, 25 cm | 1. März bis 30. Apr., 30 cm³ |
| Saarland | 1. Okt. bis 31. März, 25 cm | 1. März bis 30. Apr., 30 cm |
| Sachsen | 1. Okt. bis 30. Apr., 28 cm | 1. Jan. bis 15. Juni, 35 cm |
| Thüringen | 1. Okt. bis 31. März, 30 cm | 1. Feb. bis 31. Mai, 35 cm |
¹ im Hochrhein 35 cm, in Fließgewässern oberhalb 800 m über NN 20 cm · ² Entnahme nur, wenn die Bachforelle als Besatz eingebracht wurde oder der Bestand gestützt wird · ³ in Gewässerabschnitten, die die oberste Fischereibehörde festlegt, ganzjährig geschont
Die Spanne ist groß. Die Bachforelle ist in Hamburg und Niedersachsen ab Mitte Februar frei, in Berlin und Sachsen erst ab Mai. Die Äsche ist in Sachsen bis Mitte Juni geschont, in Mecklenburg-Vorpommern gar nicht. Rheinland-Pfalz kennt zusätzlich eine Winterschonzeit für ganze Gewässer: Vom 15. Oktober bis 15. März ist dort jeder Fischfang verboten, auch mit der Handangel. Sie gilt nach § 19 der Landesfischereiordnung für alle offenen Gewässer, für die keine Frühjahrsschonzeit festgesetzt ist.
Welche Fische keine Schonzeit haben
Viele beliebte Friedfische und der Barsch sind in den meisten Ländern ganzjährig offen. Die Ausnahmen lohnt es sich zu kennen, weil sie oft genau die Arten treffen, auf die du im Frühjahr ausweichst:
| Art | Regel in den meisten Ländern | Ausnahmen |
|---|---|---|
| Barsch | keine Schonzeit, meist kein Mindestmaß | Bremen 1. Feb. bis 15. Mai und 15 cm, Mecklenburg-Vorpommern 17 cm, Hamburg 10–35 cm |
| Karpfen | keine Schonzeit, 35 cm | Hessen (Wildform) 15. März bis 31. Mai und 45–60 cm, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern 40 cm |
| Schleie | keine Schonzeit, 25 cm | Baden-Württemberg 15. Mai bis 30. Juni, Bayern 1. Mai bis 30. Juni (26 cm), Hessen 1. Mai bis 30. Juni |
| Wels | oft ungeregelt | Mecklenburg-Vorpommern 1. Mai bis 30. Juni und 70 cm, Berlin 75 cm, Niedersachsen und Thüringen 50 cm |
| Brassen, Rotauge, Rotfeder | weder Schonzeit noch Mindestmaß | Vereine regeln teils Fangmengen |
Die Schleie ist der häufigste Stolperstein. Wer in Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen im Juni gezielt auf Schleie ansitzt, angelt auf eine geschonte Art.
Der Sonderfall Aal
Der Aal hat in den meisten Ländern ein Mindestmaß von 50 cm. Eine Schonzeit liegt, wo es sie gibt, im Herbst und Winter, wenn die Blankaale zum Laichen ins Meer abwandern:
- Baden-Württemberg: 15. September bis 1. März, nur im Rhein und seinem Gewässersystem
- Bayern: 1. Oktober bis 31. Dezember, nur in den Flussgebieten Elbe, Rhein und Weser
- Hessen: 15. September bis 1. März, Entnahmefenster 50–70 cm
- Nordrhein-Westfalen: 1. Oktober bis 1. März, nur im Rheinhauptstrom ohne Nebengewässer
- Thüringen: 1. November bis 28. Februar
- Mecklenburg-Vorpommern: 1. Dezember bis 28. Februar in Binnengewässern
Kleinere Maße gelten in Niedersachsen mit 35 cm, in acht Landkreisen und zwei Städten im Nordwesten sogar mit 28 cm, und in Bremen mit 45 cm. Hamburg setzt ein Fenster von 45 bis 75 cm bei höchstens drei Aalen am Tag. Für Meeresgewässer kommt das EU-Recht hinzu: Laut LALLF ist das Aalangeln dort 2026 EU-weit verboten.
Entnahmefenster: wenn auch große Fische zurückmüssen
Zwei Länder setzen bei mehreren Arten neben dem Mindestmaß auch ein Höchstmaß. Große Weibchen tragen den größten Teil des Laichs eines Bestands. Wer sie zurücksetzt und nur mittlere Fische entnimmt, schont die Fortpflanzung.
| Art | Hessen | Hamburg |
|---|---|---|
| Hecht | 50–90 cm | 45–75 cm, höchstens 2 pro Tag |
| Zander | ab 50 cm | 45–75 cm, höchstens 2 pro Tag |
| Bach- und Meerforelle | 25–60 cm | Bachforelle 20–40 cm, Meerforelle 40–65 cm |
| Äsche | 30–45 cm | – |
| Aal | 50–70 cm | 45–75 cm, höchstens 3 pro Tag |
| Karpfen (Wildform) | 45–60 cm | Mindestmaß 35 cm |
| Schleie | 25–45 cm | 25–45 cm |
Hessen hat das Entnahmefenster mit der neuen Fischereiverordnung vom April 2023 eingeführt, Hamburg arbeitet mit Fenstern und Tagesfangmengen. An der Küste von Mecklenburg-Vorpommern gilt für den Hecht seit Herbst 2026 ein Mindestmaß von 60 cm. Wo ein Fenster gilt, gehört das Maßband deshalb auch an jeden kapitalen Fisch.
Schonzeit mit Köderverbot
In einigen Ländern ruht in der Raubfischschonzeit auch die typische Methode. Dort ist schon der Raubfischköder im Wasser verboten, ganz gleich, auf welche Art du angelst:
- Berlin: Raubfischköder und Köderfischsenken sind vom 1. Januar bis 30. April untersagt (§ 18 Abs. 3 LFischO).
- Bremen: Vom 1. Februar bis 15. Mai ist jegliche Spinnfischerei verboten, einschließlich Blinker und Twister, ebenso das Fischen mit Köderfisch.
- Sachsen: Mit Ködern, die zum Fang von Raubfischen geeignet sind, darf vom 1. Februar bis 30. April nicht gefischt werden (§ 4 Abs. 5 SächsFischVO).
- Hamburg: Vom 1. Februar bis 31. Mai sind tote Köderfische, Fischfetzen und Kunstköder verboten, ausgenommen im unmittelbaren Strömungsbereich des Elbe-Hauptstroms und an zwei weiteren Abschnitten.
Wo kein Köderverbot gilt, bleibt der gezielte Fang einer geschonten Art trotzdem verboten. Was genau als Nachstellen zählt und wie du mit einem geschonten Beifang umgehst, erklärt der Ratgeber Angeln in der Schonzeit.
Mindestmaß richtig messen
Gemessen wird überall von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse. Wie die Schwanzflosse dabei liegt, schreibt jedes Land selbst vor:
- natürlich ausgebreitete Schwanzflosse: Berlin, Brandenburg, Sachsen, Thüringen
- zusammengelegte Schwanzflosse: Bayern (§ 11 AVBayFiG)
- bis zum Ende des längsten Teils der Schwanzflosse: Bremen
Mit zusammengelegter Flosse misst ein Fisch etwas mehr als mit ausgebreiteter. Bei einem Hecht, der genau am Maß liegt, kann das den Ausschlag geben. Lege den Fisch zum Messen auf eine nasse Unterlage oder eine Abhakmatte mit Skala, damit er nicht auf trockenem Boden zappelt. Liegt er knapp darunter, geht er ohne Diskussion zurück.
Welche Regel an deinem Gewässer gilt
Drei Ebenen bestimmen, was an einem bestimmten Gewässer erlaubt ist. Die strengste Regel setzt sich durch:
- Das Land des Gewässers. Es gilt die Verordnung des Landes, in dem das Gewässer liegt, auch wenn dein Fischereischein aus einem anderen Bundesland stammt. An Grenzflüssen wie der Elbe gilt am Brandenburger Ufer etwas anderes als am Ufer gegenüber.
- Regionale Ausnahmen der Verordnung. Flussgebiete in Bayern, der Main in Baden-Württemberg, die Lahn in Rheinland-Pfalz und die Küstengewässer haben eigene Werte.
- Gewässerordnung und Erlaubnisschein. Vereine und Pächter dürfen Schonzeiten verlängern, Maße anheben und Fangmengen begrenzen. In Mecklenburg-Vorpommern steht die Schonzeit für Hecht und Zander an Binnengewässern laut LALLF meist als Aufdruck auf der Angelerlaubnis.
Wie das in einem Land mit allen Arten aussieht, zeigt der Ratgeber Schonzeiten in Sachsen mit der kompletten Liste der Landesverordnung und dem Raubfischköderverbot.
Fazit: Kalender des Landes, dann die Angelkarte
Die Schonzeiten der Fische folgen der Laichzeit, die Daten setzt aber jedes Land selbst. Für die Planung reicht ein fester Ablauf: Prüfe in der Tabelle, wann Hecht, Zander und Forelle in deinem Land geschont sind, lies danach die Gewässerordnung deiner Angelkarte und schau, ob sie strenger ist. Wer im Frühjahr in ein anderes Bundesland fährt, schlägt die Werte dort neu nach. Ab dem 1. Juni sind Hecht und Zander in allen Ländern mit landesweiter Regel wieder frei, und bis dahin bieten Karpfen, Brassen und Rotauge in den meisten Ländern eine ganzjährig offene Alternative.
Häufige Fragen
Welche Fische haben eine Schonzeit?
In fast allen Bundesländern sind Hecht, Zander, Bachforelle und Äsche geschont. Hessen schont den Zander nicht, Mecklenburg-Vorpommern hat in Binnengewässern keine landesweite Schonzeit für Hecht, Zander und Äsche. Dazu kommen je nach Land Arten wie Seeforelle, Quappe, Rapfen, Barbe, Nase, Schleie oder Aal. Barsch, Karpfen, Brassen und Rotauge haben in fast allen Ländern keine Schonzeit. Welche Arten genau geschont sind, steht in der Fischereiverordnung des Landes, in dem das Gewässer liegt.
Wann ist Schonzeit für Hecht?
Je nach Bundesland beginnt sie zwischen dem 1. Januar (Berlin) und dem 15. Februar und endet zwischen dem 31. März (Brandenburg) und dem 31. Mai. Am häufigsten ist der 30. April als Ende, so in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen und Berlin. Das Mindestmaß liegt zwischen 40 cm in Niedersachsen und 60 cm in Bremen.
Wann ist Schonzeit für Zander?
Meist im Frühjahr mit Ende am 30. April, 15. Mai oder 31. Mai. In Bayern ist der Zander vom 15. Februar bis 30. April geschont, in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Thüringen vom 1. April bis 31. Mai. Hessen kennt keine Zanderschonzeit, nur ein Mindestmaß von 50 cm. In Mecklenburg-Vorpommern legt für Binnengewässer der Fischereiberechtigte die Schonzeit fest.
Hat der Barsch eine Schonzeit?
In fast allen Bundesländern nicht. Die Ausnahme ist Bremen, dort ist der Barsch zusammen mit Hecht und Zander vom 1. Februar bis 15. Mai geschont und hat ein Mindestmaß von 15 cm. Mecklenburg-Vorpommern setzt in Binnengewässern 17 cm Mindestmaß, Hamburg ein Entnahmefenster von 10 bis 35 cm. Vereine können zusätzlich eigene Regeln festlegen.
Welches Bundesland hat die längste Hechtschonzeit?
Berlin, Hamburg und Rheinland-Pfalz schonen den Hecht jeweils 120 Tage lang. Berlin vom 1. Januar bis 30. April, Hamburg und Rheinland-Pfalz vom 1. Februar bis 31. Mai. Am kürzesten ist die Hechtschonzeit in Brandenburg mit 59 Tagen vom 1. Februar bis 31. März. Mecklenburg-Vorpommern hat in Binnengewässern gar keine landesweite Hechtschonzeit.
Gibt es eine Schonzeit für Karpfen?
Nur in Hessen. Dort ist die Wildform des Karpfens vom 15. März bis 31. Mai geschont und darf nur mit 45 bis 60 cm entnommen werden. In allen anderen Ländern hat der Karpfen keine Schonzeit, meist aber ein Mindestmaß von 35 cm, in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern von 40 cm.
Was ist ein Entnahmefenster?
Ein Entnahmefenster ist ein Mindestmaß mit Höchstmaß. Du darfst nur Fische mitnehmen, deren Länge dazwischen liegt, kleinere und größere gehen zurück ins Wasser. So bleiben die großen Laichfische im Bestand. Hessen setzt etwa beim Hecht 50 bis 90 cm fest, Hamburg bei Hecht und Zander 45 bis 75 cm.
Wie misst man das Mindestmaß eines Fisches?
Von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse. Wie die Flosse dabei liegt, regelt jedes Land selbst. Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen messen bis zum Ende der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse, Bayern schließt die zusammengelegte Schwanzflosse ein. Liegt ein Fisch knapp am Maß, setzt du ihn besser zurück.
Gilt die Schonzeit auch an der Küste?
An der Küste gelten eigene Verordnungen mit anderen Werten. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Hecht in Küstengewässern vom 1. März bis 30. April geschont und hat ein Mindestmaß von 60 cm, der Zander vom 23. April bis 22. Mai. In Binnengewässern desselben Landes gibt es dagegen keine landesweite Schonzeit für beide Arten.