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Deeper Chirp+ 2 (Wurfecholot)

4,3 / 5 · datenbasierte Einordnung

  • 3-Frequenz-CHIRP-Sonar mit bis zu 1 cm Zielseparation
  • GPS-Kartierung: eigene Tiefenkarten direkt vom Ufer aus
  • Bis 15 h Akkulaufzeit und 120 m Funkreichweite
  • Nachtangel-Cover und Wassertemperatursensor inklusive
  • 5 Jahre Herstellergarantie

Rezension vom 17. Juli 2026

Technische Daten

Sonar-Typ CHIRP mit 3 Frequenzen
Frequenzen & Kegelwinkel 675 kHz (7°) · 240 kHz (20°) · 100 kHz (47°)
Zielseparation bis 1 cm (schmaler Kegel)
Tiefenbereich 15 cm bis 100 m
Funkreichweite bis 120 m (WLAN aufs Smartphone)
GPS ja (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS)
Kartenerstellung bathymetrische Karten in der Fish-Deeper-App, Verwaltung im Lakebook (gratis)
Akku Li-Ion 1.300 mAh, bis 9 h (GPS an) bzw. 15 h (GPS aus)
Ladezeit 80 % in 60 min, voll in 110 min (Micro-USB)
Gewicht 90 g laut Hersteller
Durchmesser ca. 65 mm
Wassertemperatursensor ja (auf 0,2 °C genau)
Nachtangeln Night-Fishing-Cover im Lieferumfang, LED-Beleuchtung
App Fish Deeper (iOS/Android), Grundfunktionen kostenlos
Garantie 5 Jahre (Hersteller)

Der Deeper Chirp+ 2 ist ein wurfbares Echolot: eine 90 g leichte Kugel, die du an einer kräftigen Rute auswirfst, langsam einkurbelst und die dabei per WLAN ihr Sonarbild auf dein Smartphone funkt. Sein Versprechen richtet sich an alle, die vom Ufer aus wissen wollen, was unter der Oberfläche liegt: Tiefe, Struktur, Kraut, Fisch. Diese Rezension ordnet das Gerät datenbasiert ein, anhand von Hersteller-Datenblatt, Ausstattung und Preis.

Was der Deeper Chirp+ 2 ist und für wen er gedacht ist

Deeper hat das Prinzip Wurfecholot bekannt gemacht, und der Chirp+ 2 war beim Erscheinen 2022 das Spitzenmodell der Reihe. Inzwischen bilden der Chirp+ 3 und Chirp+ 4 die Spitze, der Chirp+ 2 ist ins Mittelfeld der Palette gerückt und im Preis entsprechend gefallen: von rund 350 € zum Start auf aktuell 279,99 € UVP laut Hersteller, im Handel derzeit ab 298,99 €.

Genau diese Konstellation macht ihn interessant. Die Sonar-Hardware ist weiterhin die zweitstärkste, die Deeper verbaut, und der wichtigste Nutzen, das Kartieren vom Ufer aus, funktioniert identisch zur aktuellen Generation. Zielgruppe sind Uferangler auf Karpfen, Raubfisch und Friedfisch, die ihre Gewässer systematisch verstehen wollen, sowie Angler vom Belly Boat oder Kajak, die ein federleichtes Echolot ohne Verkabelung suchen.

Das Sonar: drei Frequenzen, ein sehr feines Bild

Kern des Geräts ist ein CHIRP-Sonar mit drei wählbaren Frequenzen, laut Hersteller-Datenblatt 675 kHz mit 7° Kegel, 240 kHz mit 20° und 100 kHz mit 47°. CHIRP bedeutet, dass das Gerät ein Frequenzband statt eines einzelnen Tons sendet. Das Echo lässt sich dadurch feiner auflösen, dicht beieinander stehende Fische und Fische dicht am Grund werden getrennt gezeichnet.

In der Praxis übersetzen sich die drei Kegel so:

KegelFrequenzEinsatz
47° (weit)100 kHzschnelles Absuchen großer Flächen, Schwärme finden
20° (mittel)240 kHzAllround-Bild beim Kartieren und Spotsuchen
7° (schmal)675 kHzDetailarbeit: Einzelfische, Kanten, Kraut vom Grund trennen

Die Zielseparation von bis zu 1 cm im schmalen Kegel ist der Wert, der den Chirp+ 2 von einfachen Wurfecholoten absetzt. Geräte ohne CHIRP, etwa der Deeper Start, zeichnen deutlich gröber. Der Tiefenbereich von 15 cm bis 100 m deckt vom Vereinsteich bis zum tiefen Baggersee alles ab, was in Deutschland üblich ist.

GPS-Kartierung: der eigentliche Kaufgrund

Das eingebaute GPS-Modul (mit Unterstützung für GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou und QZSS) macht aus dem Echolot ein Kartierungswerkzeug. Beim Einkurbeln verknüpft die Fish-Deeper-App jede Lotung mit der Position und zeichnet daraus eine bathymetrische Tiefenkarte deines Spots. Wirf fächerförmig, und nach einer halben Stunde liegt die Struktur deines Uferabschnitts vor dir: Kanten, Löcher, Plateaus, Krautfelder.

Wichtig fürs Budget: Eigene Karten erstellen und speichern ist kostenlos, inklusive der Verwaltung im Lakebook, das du auch am Rechner unter maps.fishdeeper.com öffnen kannst. Das optionale Premium-Abo betrifft nur die Bibliothek mit über 50.000 fertigen Gewässerkarten, Offline-Karten und 3D-Ansichten; beim Kauf sind 3 Monate Premium enthalten. Für den Kernnutzen, das eigene Gewässer zu verstehen, brauchst du das Abo zu keinem Zeitpunkt.

Akku, Reichweite und Handling

Der Akku ist gegenüber der ersten Chirp+-Generation um gut ein Drittel auf 1.300 mAh gewachsen. Laut Herstellerangabe hält er bis zu 9 Stunden mit GPS und bis zu 15 Stunden ohne, geladen ist er nach 110 Minuten, 80 % erreicht er schon nach einer Stunde. Das sind Werte, mit denen ein kompletter Angeltag ohne Powerbank auskommt.

Die Funkverbindung hält laut Datenblatt bis 120 m. Diese Zahl gilt für ideale Bedingungen: ruhiges Wasser, Handy hoch gehalten. Bei Wellengang taucht die Antenne der Kugel immer wieder ein, dann sind eher 60 bis 80 m realistisch, was Praxisberichte wie der von twelvefeetmag bestätigen. Für typische Uferdistanzen reicht das dennoch komfortabel.

Zum Werfen brauchst du passendes Gerät: 90 g Kugelgewicht verlangen eine kräftige Rute ab etwa 100 g Wurfgewicht und stabile Schnur. An einer leichten Spinnrute hat die Kugel nichts verloren.

Chirp+ 2 oder Chirp+ 3 und 4: wo er heute steht

Die Nachfolger sind da, deshalb gehört die Frage in jede Kaufentscheidung. Die Kernwerte im Vergleich:

MerkmalChirp+ 2Chirp+ 3Chirp+ 4
CHIRP, 3 Frequenzenjajaja
AuflösungStandardca. 4-fachca. 4-fach + KI-Fischerkennung
Kartierungin der Applive in 3Dlive in 3D
LadeanschlussMicro-USBUSB-CUSB-C
Akkulaufzeitbis 15 hbis 15 hbis 15 h
UVP279,99 €329,99 €429,00 €

Tiefenbereich, Reichweite und die grundsätzliche Kegelauslegung sind bei allen drei gleich. Der Chirp+ 3 kauft dir für rund 30 € Aufpreis (bezogen auf die UVP) die höhere Auflösung, USB-C und die Live-3D-Karte. Das ist ein fairer Deal, wenn du das Maximum willst. Der Chirp+ 2 bleibt die rationale Wahl, sobald er im Handel deutlich unter dem Chirp+ 3 liegt, denn die fängerisch relevanten Kernfunktionen (CHIRP-Bild, 1 cm Separation, GPS-Kartierung) besitzt er vollständig.

Ausstattung und Garantie

Ab Werk liegen Night-Fishing-Cover, USB-Kabel und eine Neopren-Tasche bei, eingebaute LEDs machen die Kugel im Dunkeln sichtbar, und ein Sensor misst die Wassertemperatur auf 0,2 °C genau. Bemerkenswert ist die Herstellergarantie von 5 Jahren, die Deeper für das Gerät ausweist. Bei Elektronik, die regelmäßig geworfen wird und im Wasser schwimmt, ist das ein echtes Argument und in dieser Produktklasse unüblich.

Einordnung: solide Technik zum gesunkenen Preis

Datenbasiert betrachtet bekommst du mit dem Chirp+ 2 die komplette Deeper-Kernfunktionalität: das zweitbeste Sonar der Reihe, volle GPS-Kartierung ohne Abopflicht, starken Akku und lange Garantie. Die Schwächen (Micro-USB, gealterte Auflösung im Vergleich zum Nachfolger, praxisabhängige Reichweite) kosten Komfort, keinen Fang. Mit einer Gesamtwertung von 4,3 von 5 ist er die Empfehlung für alle, die ein vollwertiges Kartierungs-Echolot suchen und den Aufpreis für Live-3D und KI-Funktionen der Nachfolger nicht bezahlen wollen.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Sehr feine Zielseparation von 1 cm im schmalen 7°-Kegel, damit trennst du Fische sauber von Grund und Kraut
  • Eigene Tiefenkarten ohne Boot: werfen, kurbeln, die App zeichnet die Karte, Speicherung gratis im Lakebook
  • Starke Akkulaufzeit von bis zu 15 h, Schnellladung auf 80 % in einer Stunde
  • Drei Kegelwinkel decken Flachwasser, Suche und Detailarbeit ab
  • Nachtcover, LED-Beleuchtung und Temperatursensor gehören zum Lieferumfang
  • 5 Jahre Herstellergarantie sind in dieser Klasse eine Ansage

Schwächen

  • Lädt über Micro-USB, der Nachfolger Chirp+ 3 hat bereits USB-C
  • Die volle Kartenbibliothek der App (50.000+ Gewässer) steckt hinter einem Premium-Abo, eigene Karten bleiben gratis
  • Bei Wind und Welle sinkt die nutzbare Funkreichweite in der Praxis deutlich unter die 120 m Herstellerangabe
  • Der Chirp+ 3 bietet für rund 30 € Aufpreis Live-3D-Kartierung und höhere Auflösung

Bewertung im Detail

Sonar-Leistung 4,5
Ausstattung 4,5
Akku & Laden 4,0
Preis-Leistung 4,0
Gesamtwertung 4,3 / 5

Häufige Fragen

Braucht der Deeper Chirp+ 2 ein Abo?

Für den Betrieb brauchst du kein Abo. Die Fish-Deeper-App ist kostenlos, das Sonarbild, das Erstellen eigener Tiefenkarten und deren Speicherung im Lakebook sind gratis. Das optionale Premium-Abo schaltet zusätzlich die Bibliothek mit über 50.000 fertigen Gewässerkarten, Offline-Karten und 3D-Ansichten frei. Beim Kauf eines Deeper sind 3 Monate Premium enthalten.

Wie tief lotet der Deeper Chirp+ 2?

Laut Hersteller-Datenblatt arbeitet der Chirp+ 2 von 15 cm bis 100 m Wassertiefe. Damit deckt er alles ab, was du in Deutschland üblicherweise befischst, vom flachen Vereinsteich bis zum tiefen Baggersee oder Alpensee-Ufer.

Wie weit kann ich den Deeper Chirp+ 2 werfen?

Die WLAN-Verbindung zum Smartphone hält laut Hersteller bis 120 m. In der Praxis begrenzen eher Wurfweite, Wellengang und die Höhe deiner Handyposition die nutzbare Distanz; bei rauem Wasser sind eher 60 bis 80 m realistisch. Mit 90 g Wurfgewicht brauchst du zudem eine entsprechend kräftige Rute.

Was unterscheidet den Chirp+ 2 vom Chirp 2 ohne Plus?

Der Chirp+ 2 (mit Plus) hat ein eingebautes GPS-Modul und erstellt damit eigene Tiefenkarten. Der Chirp 2 ohne Plus bietet dasselbe CHIRP-Sonar, verzichtet aber auf GPS und Kartierung. Beim Kauf lohnt der genaue Blick auf den Namen, auf Marktplätzen werden beide Modelle leicht verwechselt.

Was ist der Unterschied zwischen Deeper Chirp+ 2 und Chirp+ 3?

Der Chirp+ 3 rechnet mit vierfacher Auflösung, zeigt die Tiefenkarte beim Scannen live in 3D, lädt über USB-C und hat ein verbessertes GPS-Modul. Kegelwinkel, 100 m Tiefenbereich, 120 m Reichweite und 15 h Akkulaufzeit sind bei beiden gleich. Der Chirp+ 3 kostet regulär 329,99 €, der Chirp+ 2 ist im Abverkauf entsprechend günstiger zu bekommen.

Wie lange hält der Akku des Deeper Chirp+ 2?

Der 1.300-mAh-Akku hält laut Hersteller bis zu 9 Stunden mit aktivem GPS und bis zu 15 Stunden ohne GPS. Geladen wird per Micro-USB, 80 % sind nach rund 60 Minuten erreicht, voll ist er nach 110 Minuten. Für einen langen Angeltag reicht eine Ladung damit locker aus.

Eignet sich der Deeper Chirp+ 2 zum Nachtangeln?

Ja. Im Lieferumfang liegt ein Night-Fishing-Cover, zusätzlich machen eingebaute LED-Leuchten die Kugel im Dunkeln sichtbar. Das Sonarbild läuft unverändert auf dem Handy, du siehst also auch nachts Tiefe, Struktur und Fische.

Funktioniert der Deeper Chirp+ 2 vom Boot oder Belly Boat aus?

Ja, neben dem Uferangeln kannst du ihn langsam hinter Boot, Belly Boat oder Kajak herziehen und dabei kartieren. Halterungen für die Montage am Bootsrand gibt es als Zubehör. Nur für schnelle Fahrt ist er ungeeignet, die Kugel muss ruhig im Wasser liegen.

Kann ich mit dem Deeper Chirp+ 2 eigene Tiefenkarten erstellen?

Ja, das ist seine Kernfunktion. Beim Einkurbeln zeichnet die App aus GPS-Position und Lotung eine bathymetrische Karte deines Spots. Die Karten werden kostenlos im Lakebook gespeichert und lassen sich am Rechner unter maps.fishdeeper.com auswerten. So findest du Kanten, Löcher und Plateaus wieder.

Welche Rute brauche ich zum Werfen des Deeper Chirp+ 2?

Die Kugel wiegt 90 g. Du brauchst also eine Rute mit entsprechend hohem Wurfgewicht, gängig sind kräftige Karpfen-, Wels- oder schwere Grundruten ab etwa 100 g Wurfgewicht, dazu eine stabile Schnur ab 0,30 mm monofil oder entsprechend starkem Geflecht. Mit einer leichten Spinnrute wirfst du ihn besser nicht.

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