Ausrüstung · Deeper

Deeper Chirp+ 3 (Wurfecholot)

4,5 / 5 · datenbasierte Einordnung

  • 3-Frequenz-CHIRP-Sonar mit bis zu 1 cm Zielseparation
  • Live-3D-Kartierung: Tiefenkarte entsteht in Echtzeit beim Scannen
  • Laut Hersteller vierfache Pixeldichte im Flachwasser
  • USB-C, bis 15 h Akkulaufzeit und 120 m Funkreichweite
  • 5 Jahre Herstellergarantie

Rezension vom 18. Juli 2026

Technische Daten

Sonar-Typ CHIRP mit 3 Frequenzen
Frequenzen & Kegelwinkel 675 kHz (7°) · 240 kHz (20°) · 100 kHz (47°)
Zielseparation bis 1 cm (schmaler Kegel), 2,4 cm (mittel/breit)
Tiefenbereich 15 cm bis 100 m
Funkreichweite bis 120 m (WLAN aufs Smartphone)
GPS ja (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS), verbesserte Genauigkeit
Kartenerstellung Live-Bathymetrie in 2D und 3D in der Fish-Deeper-App, Verwaltung im Lakebook (gratis)
Auflösung laut Hersteller 4-fache Pixeldichte im Flachwasser bis 5 m
Akku Li-Ion 1.300 mAh, bis 9 h (GPS an) bzw. 15 h (GPS aus)
Ladezeit 80 % in 60 min, voll in 110 min (USB-C)
Gewicht 94 g laut Hersteller
Durchmesser ca. 65 mm
Wassertemperatursensor ja (auf 0,2 °C genau)
Betriebstemperatur -20 °C bis 40 °C (auch Eisangeln)
Garantie 5 Jahre (Hersteller)

Der Deeper Chirp+ 3 ist das aktuelle Kern-Modell der Deeper-Reihe: eine 94 g leichte Sonar-Kugel, die du an einer kräftigen Rute auswirfst, langsam einkurbelst und die dabei per WLAN ihr Echolotbild auf dein Smartphone funkt. Gegenüber dem Vorgänger verspricht der Hersteller vor allem eines: die Tiefenkarte deines Spots entsteht live und in 3D, während du kurbelst. Diese Rezension ordnet das Gerät datenbasiert ein, anhand von Hersteller-Datenblatt, Ausstattung und Preis.

Was der Deeper Chirp+ 3 ist und für wen er gedacht ist

Deeper hat das Wurfecholot als Gerätekategorie geprägt, und der Chirp+ 3 löste 2024 den Chirp+ 2 als Spitzenmodell ab. Seit der Chirp+ 4 mit KI-Funktionen darüber sitzt, ist der Chirp+ 3 die goldene Mitte der Reihe: volle CHIRP-Hardware und Live-3D-Kartierung, ohne den Aufpreis für die KI-Ausstattung. Die UVP liegt bei 329,99 €, im Handel bekommst du ihn derzeit ab 319,99 €.

Die Zielgruppe sind Uferangler auf Karpfen, Raubfisch und Friedfisch, die ihre Gewässer systematisch kartieren wollen, dazu Angler vom Belly Boat oder Kajak, die ein federleichtes Echolot ohne Verkabelung suchen. Wer bereits einen funktionierenden Chirp+ 2 besitzt, findet weiter unten die Abwägung, ob sich der Wechsel lohnt.

Das Sonar: bewährtes CHIRP-Trio, schärferes Bild

Kern des Geräts ist ein CHIRP-Sonar mit drei wählbaren Frequenzen, laut Hersteller-Datenblatt 675 kHz mit 7° Kegel, 240 kHz mit 20° und 100 kHz mit 47°. CHIRP bedeutet, dass das Gerät ein Frequenzband statt eines einzelnen Tons sendet. Das Echo lässt sich dadurch feiner auflösen, dicht beieinander stehende Fische und Fische dicht am Grund werden getrennt gezeichnet.

KegelFrequenzEinsatz
47° (weit)100 kHzschnelles Absuchen großer Flächen, Schwärme finden
20° (mittel)240 kHzAllround-Bild beim Kartieren und Spotsuchen
7° (schmal)675 kHzDetailarbeit: Einzelfische, Kanten, Kraut vom Grund trennen

Die Zielseparation von bis zu 1 cm im schmalen Kegel übernimmt der Chirp+ 3 vom Vorgänger. Neu ist die Bildaufbereitung: Laut Hersteller rechnet das Gerät im Flachwasser bis 5 m mit vierfacher Pixeldichte. Genau dort, wo Uferangler die meiste Zeit fischen, zeichnet der Chirp+ 3 Abbrüche, Kraut und Einzelfische also deutlich feiner als die älteren Modelle. Der Tiefenbereich von 15 cm bis 100 m deckt alle in Deutschland üblichen Gewässer ab.

Live-3D-Kartierung: der eigentliche Fortschritt

Das GPS-Modul (mit Unterstützung für GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou und QZSS) arbeitet laut Hersteller genauer als im Chirp+ 2, der spürbare Unterschied liegt aber in der Software: Beim Einkurbeln baut die Fish-Deeper-App die bathymetrische Karte in Echtzeit auf, wahlweise als klassische 2D-Draufsicht oder als drehbare 3D-Ansicht des Gewässergrunds. Du siehst Kanten, Löcher und Plateaus in dem Moment, in dem die Kugel darüber läuft, und kannst den nächsten Wurf gezielt danach setzen. Beim Chirp+ 2 entstand dieselbe Karte erst nach und nach als Draufsicht, die 3D-Auswertung gab es dort nur nachträglich.

Fürs Budget wichtig: Eigene Karten erstellen und speichern ist kostenlos, inklusive der Verwaltung im Lakebook, das du auch am Rechner unter maps.fishdeeper.com öffnen kannst. Das optionale Premium-Abo betrifft die Bibliothek mit fertigen Gewässerkarten, Offline-Karten und Zusatzansichten; 3 Monate Premium liegen dem Kauf bei. Für den Kernnutzen, das eigene Gewässer zu verstehen, brauchst du das Abo zu keinem Zeitpunkt.

Akku, USB-C und Handling

Der 1.300-mAh-Akku entspricht dem des Vorgängers: laut Herstellerangabe bis zu 9 Stunden mit GPS, bis zu 15 Stunden ohne, 80 % Ladung nach einer Stunde, voll nach 110 Minuten. Der Fortschritt steckt im Anschluss: Geladen wird über USB-C, das Micro-USB-Kabel des Chirp+ 2 entfällt. Am Wasser heißt das: dieselbe Powerbank und dasselbe Kabel wie fürs Handy.

Die Funkverbindung hält laut Datenblatt bis 120 m. Diese Zahl gilt für ideale Bedingungen mit ruhigem Wasser und hoch gehaltenem Handy; bei Wellengang taucht die Antenne der Kugel immer wieder ein, dann sind eher 60 bis 80 m realistisch. Für typische Uferdistanzen reicht das komfortabel. Zum Werfen brauchst du kräftiges Gerät: 94 g Kugelgewicht verlangen eine Rute ab etwa 100 g Wurfgewicht und stabile Schnur.

Chirp+ 2, Chirp+ 3 oder Chirp+ 4: die Einordnung

Die Reihe ist 2026 dreistufig, deshalb gehört der Blick auf die Nachbarmodelle in jede Kaufentscheidung. Die Kernwerte im Vergleich:

MerkmalChirp+ 2Chirp+ 3Chirp+ 4
CHIRP, 3 Frequenzenjajaja
Auflösung im FlachwasserStandardca. 4-fachca. 4-fach
Kartierungin der App (2D)live in 2D & 3Dlive in 2D & 3D
KI-Fischerkennungja
Bodenhärte-/Vegetationskartenja
LadeanschlussMicro-USBUSB-CUSB-C
Akkulaufzeitbis 15 hbis 15 hbis 15 h
UVP279,99 €329,99 €429,00 €

Der Chirp+ 3 kauft dir gegenüber dem Chirp+ 2 die Live-3D-Karte, das schärfere Flachwasserbild, USB-C und das bessere GPS. Der Chirp+ 4 legt für rund 100 € Aufpreis die KI-Fischerkennung sowie Bodenhärte- und Vegetationskarten obendrauf, die Sonar-Hardware bleibt identisch. Die ausführliche Abwägung zwischen den beiden Topmodellen findest du im Vergleich Chirp+ 3 gegen Chirp+ 4.

Ausstattung und Garantie

Ab Werk liegen Nachtangel-Cover, USB-C-Kabel, Befestigungsschrauben und eine Neopren-Tasche bei, ein Sensor misst die Wassertemperatur auf 0,2 °C genau. Der Betriebsbereich von -20 °C bis 40 °C schließt das Eisangeln ausdrücklich ein, die App bringt dafür einen Flasher-Modus mit. Dazu kommt die Herstellergarantie von 5 Jahren: Bei Elektronik, die regelmäßig geworfen wird und im Wasser schwimmt, ist das ein echtes Argument und in dieser Produktklasse weiterhin unüblich.

Einordnung: das runde Gesamtpaket der Reihe

Datenbasiert betrachtet ist der Chirp+ 3 das ausgewogenste Modell, das Deeper aktuell baut: die volle CHIRP-Hardware mit 1 cm Zielseparation, das schärfste Flachwasserbild der Reihe, Live-3D-Kartierung ohne Abopflicht, USB-C und 5 Jahre Garantie. Die Schwächen sind überschaubar: Der Aufpreis zum technisch eng verwandten Chirp+ 2 ist real, die KI-Extras bleiben dem Chirp+ 4 vorbehalten, und die 120 m Reichweite gelten wie bei allen Wurfecholoten nur bei glattem Wasser. Mit einer Gesamtwertung von 4,5 von 5 ist er die Empfehlung für alle, die heute ein vollwertiges Kartierungs-Echolot kaufen und dabei weder aufs Auslaufmodell setzen noch den KI-Aufpreis des Chirp+ 4 bezahlen wollen.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Live-3D-Kartierung: die Tiefenkarte baut sich beim Einkurbeln in Echtzeit auf, inklusive 3D-Ansicht des Grunds
  • Sehr feine Zielseparation von 1 cm im schmalen 7°-Kegel, Fische lassen sich sauber von Grund und Kraut trennen
  • Vierfache Pixeldichte im Flachwasser laut Hersteller, gerade im Bereich bis 5 m das schärfste Bild der Chirp-Reihe zusammen mit dem Chirp+ 4
  • USB-C statt Micro-USB, 80 % Ladung in einer Stunde
  • Starke Akkulaufzeit von bis zu 15 h, dazu Nachtcover und Temperatursensor im Lieferumfang
  • 5 Jahre Herstellergarantie auf geworfene, schwimmende Elektronik

Schwächen

  • Rund 100 € über dem Straßenpreis des Chirp+ 2, der dieselben Frequenzen und Kegel mitbringt
  • KI-Fischerkennung sowie Bodenhärte- und Vegetationskarten bleiben dem Chirp+ 4 vorbehalten
  • Bei Wind und Welle sinkt die nutzbare Funkreichweite in der Praxis deutlich unter die 120 m Herstellerangabe
  • Die volle Kartenbibliothek der App steckt hinter einem Premium-Abo, eigene Karten bleiben gratis

Bewertung im Detail

Sonar-Leistung 4,5
Ausstattung 4,5
Akku & Laden 4,5
Preis-Leistung 4,0
Gesamtwertung 4,5 / 5

Häufige Fragen

Was unterscheidet den Deeper Chirp+ 3 vom Chirp+ 2?

Drei Punkte: Der Chirp+ 3 zeigt die Tiefenkarte beim Scannen live in 2D und 3D, er rechnet laut Hersteller mit vierfacher Pixeldichte im Flachwasser und er lädt über USB-C statt Micro-USB. Frequenzen, Kegelwinkel, 100 m Tiefenbereich, 120 m Reichweite und 15 h Akkulaufzeit sind bei beiden gleich. Dazu kommt ein verbessertes GPS-Modul für genauere Karten.

Was unterscheidet den Deeper Chirp+ 3 vom Chirp+ 4?

Der Chirp+ 4 ergänzt eine KI-Fischerkennung, die Fischechos automatisch vom Rauschen trennt, sowie Bodenhärte- und Vegetationskarten in 2D und 3D. Sonar-Hardware, Tiefenbereich, Reichweite und Akkulaufzeit sind laut Datenblatt identisch. Der Chirp+ 4 kostet mit 429,00 € UVP rund 100 € mehr als der Chirp+ 3 mit 329,99 € UVP.

Braucht der Deeper Chirp+ 3 ein Abo?

Für den Betrieb brauchst du kein Abo. Sonarbild, Live-Kartierung und die Speicherung eigener Karten im Lakebook sind kostenlos. Das optionale Premium-Abo schaltet die Bibliothek mit fertigen Gewässerkarten, Offline-Karten und Zusatzansichten frei. Beim Kauf sind 3 Monate Premium enthalten.

Wie tief lotet der Deeper Chirp+ 3?

Laut Hersteller-Datenblatt arbeitet der Chirp+ 3 von 15 cm bis 100 m Wassertiefe. Damit deckt er vom flachen Vereinsteich bis zum tiefen Baggersee alles ab, was du in Deutschland üblicherweise befischst.

Wie funktioniert die Live-3D-Kartierung des Chirp+ 3?

Beim Einkurbeln verknüpft die Fish-Deeper-App jede Lotung mit der GPS-Position und baut daraus in Echtzeit eine bathymetrische Karte auf, die du direkt als 3D-Ansicht drehen kannst. Kanten, Löcher und Plateaus siehst du damit schon am Wasser statt erst zu Hause. Die Karten landen gratis im Lakebook und lassen sich am Rechner auswerten.

Wie lange hält der Akku des Deeper Chirp+ 3?

Der 1.300-mAh-Akku hält laut Hersteller bis zu 9 Stunden mit aktivem GPS und bis zu 15 Stunden ohne GPS. Geladen wird über USB-C, 80 % sind nach rund 60 Minuten erreicht, voll ist er nach 110 Minuten. Ein langer Angeltag ist damit ohne Powerbank machbar.

Welche Rute brauche ich zum Werfen des Deeper Chirp+ 3?

Die Kugel wiegt laut Hersteller 94 g. Du brauchst eine Rute mit entsprechend hohem Wurfgewicht, gängig sind kräftige Karpfen-, Wels- oder schwere Grundruten ab etwa 100 g Wurfgewicht, dazu stabile Schnur ab 0,30 mm monofil oder entsprechend starkem Geflecht. Eine leichte Spinnrute ist dafür ungeeignet.

Funktioniert der Deeper Chirp+ 3 beim Eisangeln?

Ja. Der Betriebsbereich reicht laut Datenblatt von -20 °C bis 40 °C, die App bringt einen eigenen Eisangel-Modus mit Flasher-Anzeige mit. Die Kugel wird dafür einfach ins Bohrloch gelegt.

Wie weit kann ich den Deeper Chirp+ 3 werfen?

Die WLAN-Verbindung zum Smartphone hält laut Hersteller bis 120 m. In der Praxis begrenzen Wurfweite, Wellengang und die Höhe der Handyposition die nutzbare Distanz, bei rauem Wasser sind eher 60 bis 80 m realistisch. Mit 94 g Kugelgewicht brauchst du für weite Würfe ohnehin kräftiges Gerät.

Eignet sich der Deeper Chirp+ 3 für Boot, Kajak und Belly Boat?

Ja. Neben dem Uferangeln kannst du ihn langsam hinter Boot, Belly Boat oder Kajak herziehen und dabei kartieren, passende Halterungen gibt es als Zubehör. Nur ruhig im Wasser liegen muss die Kugel, für schnelle Fahrt ist sie ungeeignet.

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