Deeper Chirp+ 3 vs. Chirp+ 4: Was der Aufpreis kauft

Deeper Chirp+ 3 oder Chirp+ 4? Der Datenvergleich zeigt: gleiche Sonar-Hardware, der Aufpreis kauft KI-Fischerkennung und Bodenkarten. Für wen sich was lohnt.

Ausrüstung Veröffentlicht am 18. Juli 2026 5 Min. Lesezeit

Deeper stellt mit dem Chirp+ 3 und dem Chirp+ 4 zwei Wurfecholote nebeneinander ins Regal, zwischen denen rund 100 € liegen und deren Datenblätter sich auf den ersten Blick fast gleichen. Genau das macht die Kaufentscheidung knifflig: Wo genau steckt der Aufpreis, und wer profitiert davon wirklich? Dieser Vergleich legt beide Datenblätter nebeneinander und beantwortet die Frage nach Zielgruppen statt nach Bauchgefühl.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gleiche Sonar-Hardware: 3-Frequenz-CHIRP, bis 1 cm Zielseparation, 15 cm bis 100 m Tiefenbereich, 120 m Funkreichweite, 15 h Akku, USB-C, bei beiden Modellen identisch.
  • Der Aufpreis kauft Software: KI-Fischerkennung sowie Bodenhärte- und Vegetations-Karten in 2D und 3D gibt es nur beim Chirp+ 4, dazu ein Hartschalenetui.
  • Preisabstand: 329,99 € UVP (Chirp+ 3) gegen 429,00 € UVP (Chirp+ 4), im Handel aktuell rund 100 € Differenz.
  • Faustregel: Futterplatz-Strategen und Viel-Scanner nehmen den Chirp+ 4, reine Spot- und Kantensucher fahren mit dem Chirp+ 3 günstiger.

Die beiden Kandidaten im Schnellüberblick

MerkmalChirp+ 3Chirp+ 4
Sonar3-Frequenz-CHIRP (675/240/100 kHz)3-Frequenz-CHIRP (675/240/100 kHz)
Zielseparationbis 1 cmbis 1 cm
Tiefenbereich15 cm – 100 m15 cm – 100 m
Funkreichweitebis 120 m (WLAN)bis 120 m (WLAN)
GPS-Kartierunglive in 2D & 3Dlive in 2D & 3D
KI-Fischerkennungja
Bodenhärte-Kartenja (2D & 3D)
Vegetations-Kartenja (2D & 3D)
Akku / Anschlussbis 15 h / USB-Cbis 15 h / USB-C
Gewicht94 g94 g
Lieferumfang-ExtraNeopren-TascheHartschalenetui
Garantie5 Jahre5 Jahre
UVP329,99 €429,00 €

Die Tabelle zeigt das Muster sofort: Von der Frequenz bis zum Gewicht sind die Geräte laut Hersteller-Datenblatt baugleich. Alle Unterschiede sitzen in der Datenauswertung und im Zubehör.

Schema-Grafik: Deeper Chirp+ 3 und Chirp+ 4 teilen dieselbe Basis aus 3-Frequenz-CHIRP, 100 m Tiefenbereich, Live-Kartierung, 15 h Akku und USB-C; nur der Chirp+ 4 ergänzt KI-Fischerkennung, Bodenhärte-Karten, Vegetations-Karten und ein Hartschalenetui bei rund 100 € Aufpreis
Gleiche Basis, eine Ausbaustufe Unterschied: Der Aufpreis des Chirp+ 4 kauft ausschließlich Software-Funktionen und das Etui.

Die gemeinsame Basis: viel Echolot bei beiden

Wer sich zwischen den beiden entscheidet, entscheidet sich in den Kernpunkten für dasselbe Gerät. Beide senden ein CHIRP-Frequenzband auf drei wählbaren Kegeln (7°, 20°, 47°), trennen Echos im schmalen Kegel bis auf 1 cm und zeichnen laut Hersteller mit vierfacher Pixeldichte im Flachwasser bis 5 m. Beide loten von 15 cm bis 100 m, funken per WLAN bis 120 m ans Smartphone und bauen die Tiefenkarte beim Einkurbeln live in 2D und 3D auf, gespeichert wird gratis im Lakebook der Fish-Deeper-App.

Auch beim Handling herrscht Gleichstand: 94 g Kugelgewicht verlangen bei beiden eine kräftige Rute ab etwa 100 g Wurfgewicht, der Akku hält bis zu 15 Stunden (9 Stunden mit aktivem GPS), geladen wird über USB-C, und Deeper gibt auf beide 5 Jahre Garantie. Die ausführliche Einzelbewertung des günstigeren Modells findest du in der Rezension zum Deeper Chirp+ 3.

Unterschied 1: die KI-Fischerkennung

Das Verkaufsargument des Chirp+ 4 ist seine eingebaute KI, die das rohe Sonarsignal in Echtzeit interpretiert. Sie markiert automatisch, welche Echos Fische sind und welche von Kraut, Totholz oder Luftblasen stammen, und zeigt erkannte Fische auch in den 2D- und 3D-Karten an. Laut Deeper lernt die Erkennung über regelmäßige Updates weiter.

Der Nutzen hängt stark von deiner Erfahrung ab. Wer seit Jahren Sonarbilder liest, erkennt Sicheln, Schwebfische und Krautkanten selbst und gewinnt wenig. Einsteiger dagegen deuten erfahrungsgemäß am häufigsten Kraut oder Bodenunruhe als Fisch, genau diese Fehldeutung nimmt die Automatik ab. Wichtig für die Erwartung: Die KI verbessert die Interpretation des Bildes. Das Bild selbst ist auf beiden Geräten identisch.

Unterschied 2: Bodenhärte- und Vegetations-Karten

Der zweite Block betrifft die Kartierung. Der Chirp+ 4 färbt seine Karten zusätzlich danach ein, wie hart der Grund an jeder gescannten Stelle ist und wo Kraut wächst, jeweils in 2D und 3D. Der Chirp+ 3 kartiert ausschließlich die Tiefe.

Für eine Zielgruppe ist das der eigentliche Kaufgrund: Karpfen- und Ansitzangler, die Futterplätze bewirtschaften. Ob der Spot auf hartem Kies, Lehm oder in weichem Schlamm liegt, entscheidet dort über die Montage und darüber, ob der Platz überhaupt taugt. Diese Information liefert bislang kein anderes Wurfecholot der Reihe. Raubfischangler auf Spotsuche nutzen die Härtekarte seltener, die Vegetationskarte hilft ihnen immerhin beim schnellen Abstecken von Krautfeldern, an denen Hecht und Barsch stehen.

Preisrechnung: was die 100 € konkret kaufen

Bei aktuellen Straßenpreisen von rund 320 bis 345 € für den Chirp+ 3 und 429 € für den Chirp+ 4 kostet das Softwarepaket aus KI-Erkennung, Bodenhärte- und Vegetationskarte plus Hartschalenetui rund 100 €. Umgekehrt formuliert: Der Chirp+ 3 liefert die identische Sonar- und Kartierungs-Hardware für rund drei Viertel des Preises.

Beide Modelle im direkten Zugriff:

Deeper Chirp+ 3
Deeper Chirp+ 3 CHIRP-Wurfecholot mit GPS und Live-3D-Kartierung ab 319,99 €
Deeper Chirp+ 4
Deeper Chirp+ 4 CHIRP-Wurfecholot mit KI-Fischerkennung und Bodenkarten ab 429,00 €

Welches Modell für wen?

Fazit: Software entscheidet, Hardware ist gleich

Die Entscheidung zwischen Deeper Chirp+ 3 und Chirp+ 4 ist keine Frage der Sonar-Qualität, beide werfen dasselbe erstklassige CHIRP-Bild und dieselben Live-3D-Karten aufs Handy. Sie ist eine Frage danach, ob dir die automatische Fischerkennung und vor allem die Bodenhärte- und Vegetations-Karten rund 100 € wert sind. Futterplatz-Strategen sagen hier begründet ja, reine Spotsucher sparen das Geld und stecken es in Köder oder eine passende Rute mit ausreichend Wurfgewicht.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Deeper Chirp+ 3 und Chirp+ 4?

Die Sonar-Hardware ist laut Hersteller-Datenblatt identisch: 3-Frequenz-CHIRP, 1 cm Zielseparation, 100 m Tiefenbereich, 120 m Funkreichweite, 15 h Akku, USB-C. Der Chirp+ 4 ergänzt drei Software-Funktionen (KI-Fischerkennung, Bodenhärte-Karten, Vegetations-Karten) sowie ein Hartschalenetui im Lieferumfang und kostet dafür rund 100 € mehr.

Lohnt sich der Aufpreis vom Chirp+ 3 zum Chirp+ 4?

Datenbasiert lohnt er sich für zwei Gruppen: Karpfen- und Ansitzangler, die Futterplätze nach Bodenhärte auswählen, und Angler, die viel scannen und die automatische Fischerkennung der KI nutzen wollen. Wer primär Tiefe, Kanten und Struktur sucht, bekommt beim Chirp+ 3 dieselbe Sonar-Leistung für rund 100 € weniger.

Haben Chirp+ 3 und Chirp+ 4 die gleiche Sonar-Auflösung?

Ja. Beide arbeiten mit demselben 3-Frequenz-CHIRP (675, 240 und 100 kHz), bis 1 cm Zielseparation und der laut Hersteller vierfachen Pixeldichte im Flachwasser. Ein schärferes Bild kauft der Aufpreis zum Chirp+ 4 also nicht, die Mehrleistung steckt in der Auswertung der Daten.

Was bringt die KI-Fischerkennung des Chirp+ 4 in der Praxis?

Die eingebaute KI wertet das rohe Sonarsignal in Echtzeit aus und markiert automatisch, welche Echos Fische sind und welche von Kraut, Ästen oder Luftblasen stammen. Laut Deeper wird die Erkennung über Updates fortlaufend besser. Erfahrene Sonar-Leser gewinnen dadurch wenig, Einsteigern nimmt sie die häufigste Fehldeutung ab: Kraut als Fisch zu lesen.

Was sind Bodenhärte-Karten und wer braucht sie?

Der Chirp+ 4 wertet die Echostärke aus und färbt die Karte danach ein, wie hart der Grund an jeder Stelle ist, in 2D und 3D. Harter Kies- oder Lehmgrund neben weichem Schlamm ist eine klassische Futterplatz-Entscheidung beim Karpfenangeln. Wer gezielt Ansitzplätze bewirtschaftet, hat hier den größten Nutzen aus dem Aufpreis.

Sind Akku und Reichweite bei Chirp+ 3 und Chirp+ 4 gleich?

Ja. Beide laden über USB-C, halten laut Hersteller bis zu 15 Stunden (bis 9 Stunden mit aktivem GPS) und funken per WLAN bis 120 m weit. Auch der Tiefenbereich von 15 cm bis 100 m und die 5 Jahre Herstellergarantie sind identisch.

Kann der Chirp+ 3 die KI-Funktionen per Update nachrüsten?

Nein. Deeper bindet die KI-Fischerkennung und die Bodenhärte- und Vegetations-Karten an den Chirp+ 4, dessen Elektronik die Rohdaten in Echtzeit auswertet. Ein Software-Update rüstet diese Funktionen auf dem Chirp+ 3 nach aktuellem Stand nicht nach.

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