Rund 10.000 Menschen legen in Bayern jedes Jahr die staatliche Fischerprüfung ab. Der Weg dorthin ist klar geregelt, verteilt sich aber auf drei Behörden und ein Online-Portal, und genau dort verlieren Einsteiger Zeit: Wer sich erst nach dem Lehrgang registriert, bekommt seine Stunden nicht angerechnet. Dieser Ratgeber führt den Ablauf in der richtigen Reihenfolge durch, von der Registrierung bis zum Fischereischein.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Prüfung: 60 Fragen, je 12 aus fünf Fachgebieten, 60 Minuten, online am PC im Prüfungslokal.
- Bestanden: 45 von 60 richtig und höchstens 6 Fehler in einem einzelnen Fachgebiet.
- Voraussetzung: 12 Jahre am Prüfungstag, Vorbereitungslehrgang von 30 Stunden, Gebühr bezahlt.
- Die Kosten: 50 € Prüfungsgebühr, 250–300 € Lehrgang, 35 € Fischereischein, 40 € Fischereiabgabe für fünf Jahre.
- Die Reihenfolge: zuerst registrieren, dann den Lehrgang buchen. Sonst fehlen die Stunden im System.
- Wiederholung: beliebig oft, jeweils mit neuer Prüfungsgebühr.
Wer die Fischerprüfung in Bayern braucht
Zum Angeln in Bayern gehören drei Papiere zusammen: der Fischereischein als staatliche Grundberechtigung, die bezahlte Fischereiabgabe und ein Erlaubnisschein für das konkrete Gewässer. Grundlage des Fischereischeins auf Lebenszeit ist die bestandene staatliche Fischerprüfung. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus stellt die Zusammenhänge auf seiner Seite Angelfischerei in Bayern zusammen.
Zwei Gruppen kommen ohne Prüfung ans Wasser:
- Kinder und Jugendliche von 7 bis einschließlich 17 Jahren. Sie dürfen in verantwortlicher Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers selbst fischen. Der Jugendfischereischein wurde in Bayern zum 1. Januar 2025 abgeschafft, seit März 2025 gilt die Begleitregelung. Ein Erlaubnisschein für das Gewässer bleibt trotzdem nötig, und die Begleitperson trägt die Verantwortung für die Einhaltung aller Vorschriften.
- Touristen ohne deutschen Wohnsitz. Für sie gibt es den Jahresfischereischein, der höchstens drei Monate im Jahr gilt und keine bayerische Prüfung voraussetzt.
Wie sich die Altersgrenzen zwischen den Bundesländern unterscheiden, zeigt Ab wie viel Jahren braucht man einen Angelschein?, die Grundfrage klärt Braucht man einen Angelschein?.
Die Voraussetzungen für die Zulassung
Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, bevor du dich zu einem Prüfungstermin anmelden kannst.
| Voraussetzung | Details |
|---|---|
| Mindestalter | am Prüfungstag das 12. Lebensjahr vollendet |
| Vorbereitungslehrgang | mindestens 30 Stunden bei einem anerkannten Anbieter, im System erfasst |
| Prüfungsgebühr | 50 € bezahlt und im System verbucht |
Die Reihenfolge ist der häufigste Stolperstein. Die Registrierung im Online-Anmeldesystem kommt zuerst, denn erst danach hast du eine Teilnehmernummer, mit der der Kursleiter deine Lehrgangsstunden eintragen kann. Wer den Lehrgang zuerst besucht und sich danach registriert, steht ohne Stundennachweis da.
Anmeldefristen gibt es keine. Nach Angabe der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft ist die Anmeldung zur Online-Fischerprüfung rund ums Jahr möglich, und Prüfungen finden mehrmals jährlich an verschiedenen Orten statt.
Der Vorbereitungslehrgang: 30 Stunden
Der Lehrgang ist Pflicht und umfasst mindestens 30 Stunden. Er wird von anerkannten Anbietern durchgeführt, überwiegend von Fischereivereinen und den Bezirksfischereiverbänden, und läuft entweder als Präsenzlehrgang oder als Online-Präsenzkurs. Die Stundenliste deckt die Prüfungsfachgebiete ab und enthält zusätzlich eine praktische Einweisung in den Gebrauch der Fanggeräte und die Behandlung gefangener Fische.
Inhaltlich geht es um Fisch- und Gewässerkunde, Hege sowie das einschlägige Fischerei-, Wasser-, Naturschutz- und Tierschutzrecht. Der Landesfischereiverband Bayern begründet den Umfang damit, dass angehende Fischer neben dem Prüfungswissen auch die ökologischen Zusammenhänge verstehen sollen.
Organisatorisch läuft es so ab: Du wählst einen Kursanbieter aus der Liste im Prüfungsportal, teilst dem Kursleiter deine Teilnehmernummer und dein Geburtsdatum mit, und er trägt dir die absolvierten Stunden im System ein. Erst wenn alle 30 Stunden hinterlegt sind und die Gebühr verbucht ist, schaltet das System die Terminanmeldung frei.
Die Kurskosten liegen je nach Anbieter und Format bei etwa 250 bis 300 Euro. Reine Online-Lernplattformen mit Fragentrainer sind davon zu unterscheiden: Sie ersetzen den Pflichtlehrgang nicht, sondern begleiten ihn. Wie solche Kursformen aufgebaut sind, ordnet Fischereischein per Online-Kurs ein, eine Kostenaufstellung eines verbreiteten Anbieters steht in Fishing King: Kosten.
Anmeldung über das Online-Portal
Die gesamte Verwaltung läuft über das amtliche Portal fischerpruefung-online.bayern.de. Der Ablauf in fünf Schritten:
- Registrieren. Benutzername und Passwort anlegen. Du brauchst dafür eine E-Mail-Adresse und Internetzugang. Danach hast du eine Teilnehmernummer.
- Lehrgang buchen und absolvieren. Anbieter aus der Portalliste wählen, Teilnehmernummer und Geburtsdatum mitteilen, Stunden erfassen lassen.
- Prüfungsgebühr zahlen. 50 Euro per Kreditkarte, PayPal oder Banküberweisung. Bei Kreditkarte und PayPal erfolgt die Freischaltung sofort, bei Überweisung dauert die Verbuchung einige Tage.
- Termin wählen. Aus den angebotenen Prüfungsterminen einen auswählen. Eine gleichzeitige Anmeldung für mehrere Termine ist nicht zulässig.
- Ladungsschreiben ausdrucken. Es bestätigt die Anmeldung und enthält die Prüfungs-PIN, mit der du am Prüfungstag deinen Platz am PC aktivierst.
Den kompletten amtlichen Ablauf beschreibt die Landesanstalt für Landwirtschaft im Wegweiser zur Online-Prüfung, die formellen Rahmenbedingungen stehen zusätzlich im Eintrag Fischerprüfung; Anmeldung und Teilnahme im BayernPortal.
Die Prüfung: 60 Fragen aus fünf Fachgebieten
Am Prüfungstag erscheinst du 15 Minuten vor Beginn mit Ladungsschreiben und gültigem amtlichen Lichtbildausweis. Minderjährige ohne Lichtbildausweis bringen die Geburtsurkunde mit. Nach der Einlasskontrolle weist der Prüfungsleiter einen vom System ausgewählten Platz zu, dort aktivierst du den PC mit der Prüfungs-PIN und wartest auf das Startsignal.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Fragenzahl | 60, je 12 aus fünf Fachgebieten |
| Antwortmöglichkeiten | 3 je Frage, davon genau eine richtig |
| Bearbeitungszeit | 60 Minuten |
| Fragenpool | rund 1.000 Textfragen und 50 Bildfragen |
| Auswahl | Zufallsprinzip, für jeden Teilnehmer individuell |
| Mündlicher oder praktischer Teil | keiner |
| Zeitverlängerung | 15 Minuten mit Attest über Lese-Schreibschwäche |
Die fünf Fachgebiete decken Fischkunde, Gewässerkunde, Schutz und Pflege der Fischgewässer samt Fischhege, Fanggeräte und fischereiliche Praxis sowie die einschlägigen Rechtsvorschriften ab. Bei einem Täuschungsversuch gilt die Prüfung unabhängig vom Ergebnis als nicht bestanden, dazu kommt eine Prüfungssperre von drei Monaten.
Das Ergebnis erscheint unmittelbar nach dem Ende am Bildschirm. Bei Bestehen kommt das Prüfungszeugnis in der Regel in der Folgewoche per Post. Bei Nichtbestehen gibt es keine schriftliche Mitteilung, das Ergebnis lässt sich im Online-System einsehen.
Die Bestehensregel im Detail

Die Regel lautet im Wortlaut des amtlichen Wegweisers: Bestanden ist die Prüfung, wenn 45 von 60 Fragen richtig beantwortet wurden. Nicht bestanden ist sie, wenn mehr als 15 Fragen nicht oder falsch beantwortet wurden und/oder in einem Fachgebiet mehr als 6 Fehler stehen.
Das kleine Wörtchen „und/oder” hat praktische Folgen. Ein Teilnehmer mit exakt 15 Fehlern erfüllt die Gesamtregel punktgenau. Verteilt er diese 15 Fehler aber so, dass sieben davon in den Rechtsvorschriften liegen, ist die Prüfung trotzdem durchgefallen. Ein einzelnes schwaches Fachgebiet kippt das Gesamtergebnis, und weil je Gebiet nur 12 Fragen gestellt werden, ist die Grenze von 6 Fehlern schneller erreicht als sie klingt.
Für die Vorbereitung folgt daraus eine klare Priorität: Das schwächste Fachgebiet bestimmt das Risiko. In der Praxis sind das meist die Rechtsvorschriften, weil dort Zahlen, Fristen und Zuständigkeiten ohne inhaltliche Eselsbrücken auswendig sitzen müssen.
Üben: Fragenkatalog und amtliche Übungsprüfung
Bayern arbeitet mit einem verbindlichen, öffentlichen Fragenkatalog. Jede Frage, die in der Prüfung kommen kann, steht darin, und der Katalog ist im Download-Bereich des Prüfungsportals abrufbar.
Der wirksamere Weg führt über die Übungsprüfung, die Bestandteil des Online-Verfahrens ist. Sie zieht 60 Fragen aus demselben Gesamtpool wie die echte Prüfung, lässt sich beliebig oft wiederholen und kostet nichts. Damit ist sie der einzige Lernstandstest, der die echten Prüfungsbedingungen abbildet. Der Einstieg dazu steht auf der Seite Prüfungsfragen zur staatlichen Fischerprüfung der Landesanstalt für Landwirtschaft.
Ein bewährter Lernplan über vier Wochen:
- Woche 1 und 2: Fachgebiete einzeln durcharbeiten, jeweils die zugehörigen Katalogfragen direkt danach.
- Woche 3: Bildfragen gesondert üben. 50 Bildfragen sind überschaubar, und Fischarten erkennt man entweder oder nicht. Hilfestellung dazu gibt Fische erkennen in der Fischerprüfung.
- Woche 4: Übungsprüfungen im Prüfungsmodus, mindestens fünf Durchläufe. Ziel sind stabil über 50 richtige Antworten und maximal 3 Fehler je Fachgebiet als Sicherheitsabstand.
Was die Fischerprüfung in Bayern kostet
| Posten | Betrag | Anmerkung |
|---|---|---|
| Vorbereitungslehrgang | 250–300 € | je Anbieter und Format |
| Prüfungsgebühr | 50 € | inklusive Prüfungszeugnis, keine Auslagen |
| Fischereischein auf Lebenszeit | 35 € | Verwaltungsgebühr der Gemeinde |
| Fischereiabgabe, 5 Jahre | 40 € | danach erneut fällig |
| Fischereiabgabe, Einmalzahlung | bis 352 € | altersgestaffelt, mit 45 Jahren noch 160 € |
| Jahresfischereischein für Touristen | 7,50 € + 15 € Abgabe | höchstens 3 Monate Gültigkeit im Jahr |
Der Einstieg liegt damit bei rund 375 bis 425 Euro, wenn du Lehrgang, Prüfung, Schein und die Fünfjahres-Abgabe zusammenrechnest. Der Erlaubnisschein für das Gewässer kommt obendrauf und kostet je Verein und Gewässer sehr unterschiedlich viel.
Die Fischereiabgabe wird bei der Gemeinde bezahlt und lässt sich für fünf Jahre oder als Einmalzahlung für die Lebenszeit entrichten. Die Einmalzahlung sinkt mit dem Alter bei Antragstellung. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es eine Ermäßigung auf die Hälfte, die Details klärt die Gemeinde. Die amtlichen Beträge stehen im BayernPortal unter Fischereiabgabe; Zahlung.
Nach der Prüfung: Zeugnis und Fischereischein
Mit dem Prüfungszeugnis gehst du zur Gemeindeverwaltung deines Wohnorts und beantragst dort den Fischereischein. Mitzubringen sind das Zeugnis, ein Passbild, ein Ausweisdokument und bei Minderjährigen die Einverständniserklärung der Eltern. Die Verwaltungsgebühr für den Schein auf Lebenszeit beträgt 35 Euro.
Ein Detail, das bei jungen Prüflingen regelmäßig für Rückfragen sorgt: Die Prüfung ist ab 12 möglich, der Fischereischein auf Lebenszeit wird erst ab 14 Jahren erteilt. Wer mit zwölf besteht, wartet also noch. In der Zwischenzeit gilt weiterhin die Begleitregelung für Sieben- bis Siebzehnjährige. Die formellen Anforderungen stehen im BayernPortal unter Fischereischein; Beantragung.
Wie lange ein Fischereischein gültig bleibt und was bei Umzug oder Verlust gilt, behandeln Angelschein: wie lange gültig? und Angelschein verloren.
Was in Bayern zusätzlich gilt
Zwei Punkte betreffen jeden, der in Bayern mit der Rute unterwegs ist.
Erlaubnisschein. Der Fischereischein berechtigt zu keinem einzigen Wurf. Dazu braucht es immer die Erlaubnis des Fischereiberechtigten für das konkrete Gewässer, in der Regel als Tages-, Wochen- oder Jahreskarte eines Vereins.
Tierschutz. Nach Darstellung des Staatsministeriums ist das gezielte Fangen und Zurücksetzen von Fischen in Bayern strafbar. Angeln ist nur mit vernünftigem Grund zulässig, also zur Nahrungsgewinnung oder im Rahmen der Fischhege. Das unterscheidet Bayern von der Praxis in manchen anderen Bundesländern und gehört zum Prüfungsstoff im Fachgebiet Recht.
Wer ohne gültige Papiere angelt, riskiert ein Bußgeld oder eine Strafanzeige wegen Fischwilderei. Die Rechtsfolgen für Bayern sind in Angeln ohne Angelschein in Bayern: Strafe aufgeschlüsselt. Die bayerischen Schonzeiten und Mindestmaße stehen in Schonzeiten in Bayern.
Fazit: erst registrieren, dann lernen, zum Schluss die Fachgebiete absichern
Die bayerische Fischerprüfung ist gut machbar, weil der Fragenkatalog vollständig öffentlich ist und die amtliche Übungsprüfung die echten Bedingungen abbildet. Drei Punkte entscheiden über einen glatten Durchlauf.
Die Reihenfolge: Registrierung im Portal zuerst, dann den 30-Stunden-Lehrgang, dann die Gebühr, dann der Termin. Die Bestehensregel: 45 von 60 richtig, und zusätzlich höchstens 6 Fehler in jedem einzelnen Fachgebiet. Und die Vorbereitung: fünf Übungsprüfungen mit maximal drei Fehlern je Fachgebiet als Ziel, mit Schwerpunkt auf den Rechtsvorschriften.
Ist das Zeugnis da, führt der Weg über die Gemeinde zum Fischereischein und zur Fischereiabgabe, und danach über den Verein zum Erlaubnisschein. Wer dann das erste Mal am Wasser steht, findet die praktischen Grundlagen in Angeln lernen für Anfänger.
Häufige Fragen
Wie läuft die Fischerprüfung in Bayern ab?
Sie wird als Online-Prüfung am PC in einem Prüfungslokal abgelegt. Jeder Teilnehmer erhält 60 zufällig gezogene Fragen, je 12 aus fünf Fachgebieten, mit drei Antwortmöglichkeiten und jeweils einer richtigen. Die Bearbeitungszeit beträgt 60 Minuten, eine mündliche oder praktische Prüfung gibt es nicht. Das Ergebnis erscheint unmittelbar nach dem Ende am Bildschirm.
Wie viele Fragen muss man richtig haben?
Die Prüfung ist bestanden, wenn 45 der 60 Fragen richtig beantwortet sind. Sie ist nicht bestanden, wenn mehr als 15 Fragen falsch oder unbeantwortet bleiben und/oder in einem einzelnen Fachgebiet mehr als 6 Fehler stehen. Beide Bedingungen gelten gleichzeitig, weshalb auch 45 richtige Antworten bei sieben Fehlern in einem Fachgebiet zum Nichtbestehen führen.
Ab welchem Alter darf man in Bayern die Fischerprüfung machen?
Am Prüfungstag muss man das zwölfte Lebensjahr vollendet haben. Der staatliche Fischereischein auf Lebenszeit wird dagegen erst ab 14 Jahren erteilt, sodass zwischen Prüfung und Schein eine Wartezeit liegen kann. Kinder und Jugendliche von 7 bis einschließlich 17 Jahren dürfen in Bayern ohne Prüfung in verantwortlicher Begleitung eines volljährigen Fischereischeininhabers angeln.
Wie lange dauert die Fischerprüfung in Bayern?
Die Prüfung selbst dauert 60 Minuten. Davor liegt ein Vorbereitungslehrgang von mindestens 30 Stunden, der als Wochenendkurs an zwei bis drei Tagen oder verteilt über mehrere Wochen läuft. Das Prüfungszeugnis kommt in der Regel in der Folgewoche. Vom ersten Lehrgangstag bis zum Fischereischein in der Hand sind vier bis acht Wochen ein realistischer Rahmen.
Was kostet die Fischerprüfung in Bayern insgesamt?
Die Prüfungsgebühr beträgt 50 Euro, der Vorbereitungslehrgang je nach Anbieter etwa 250 bis 300 Euro. Dazu kommen 35 Euro Verwaltungsgebühr für den Fischereischein auf Lebenszeit und die Fischereiabgabe, die für fünf Jahre 40 Euro kostet. In Summe liegt der Einstieg damit bei rund 375 bis 425 Euro, den Erlaubnisschein für das Gewässer noch nicht eingerechnet.
Gibt es eine kostenlose Übungsprüfung für Bayern?
Ja. Das amtliche Online-Verfahren enthält eine Übungsprüfung, die 60 zufällig gezogene Fragen aus demselben Gesamtpool stellt wie die echte Prüfung. Sie ist kostenlos und lässt sich beliebig oft wiederholen, was sie zum verlässlichsten Maßstab für den Lernstand macht. Der vollständige Fragenkatalog steht zusätzlich im Download-Bereich des Portals.
Wie viele Prüfungsfragen gibt es insgesamt?
Der verbindliche Fragenkatalog umfasst rund 1.000 Textfragen und 50 Bildfragen, verteilt auf die fünf Fachgebiete. Aus diesem Pool zieht das Online-System für jeden Teilnehmer individuell 60 Fragen. Wer den Katalog einmal komplett durchgearbeitet hat, kennt jede Frage, die überhaupt kommen kann.
Was passiert, wenn man die Fischerprüfung nicht besteht?
Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden, es gibt keine Begrenzung der Versuche. Bei Nichtbestehen erfolgt keine schriftliche Mitteilung, das Ergebnis lässt sich im Online-Anmeldesystem einsehen. Für jeden neuen Versuch wird die Prüfungsgebühr von 50 Euro erneut fällig, der Vorbereitungslehrgang muss jedoch nicht wiederholt werden.
Was muss man zur Prüfung mitbringen?
Das Ladungsschreiben und einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis. Minderjährige ohne Lichtbildausweis bringen stattdessen die Geburtsurkunde mit. Erscheinen sollte man 15 Minuten vor Prüfungsbeginn, weil davor die Einlasskontrolle läuft und der Prüfungsleiter die Plätze zuweist. Wer ein Attest über eine Lese-Schreibschwäche vorlegt, erhält 15 Minuten Zeitverlängerung.
Braucht man nach der Prüfung noch etwas zum Angeln?
Ja, zwei Dinge. Der Fischereischein kommt auf Antrag bei der Gemeindeverwaltung des Wohnorts, und die Fischereiabgabe muss bezahlt sein. Dazu braucht es für jedes Gewässer einen Erlaubnisschein des Fischereiberechtigten, meist eines Vereins oder Pächters. Der Fischereischein allein berechtigt zu keinem einzigen Wurf.