Technische Daten
| Displaygröße | 5 Zoll, Querformat |
|---|---|
| Anzeigetyp | WVGA-Farbdisplay |
| Auflösung | 800 × 480 px |
| Bedienung | Tasten, kein Touchscreen |
| Geber im Set | GT20-TM, Heckgeber mit Temperatursensor (US-Ausführung: CV20-TM) |
| Sonararten | CHIRP traditionell, CHIRP ClearVü |
| Frequenzen (Gerät) | traditionell 50/77/200 kHz, CHIRP mittel und hoch, ClearVü 260/455/800 kHz |
| Frequenzen (Geber) | traditionell 77/200 kHz, ClearVü 455 und 800 kHz |
| Kegelwinkel (Geber) | traditionell 45°/15°, ClearVü 2,5° × 53° bei 455 kHz und 1,6° × 29° bei 800 kHz |
| Sendeleistung (Gerät) | 500 W (RMS) |
| Max. Tiefe (Geber) | traditionell 579 m, ClearVü 229 m laut Garmin-Geberdaten |
| Echolot-Funktionen | Bottom-Lock, A-Scope, Fischsymbol-ID, AutoGain, verstellbare Tiefenlinie, Split-Zoom, Temperaturkurve |
| GPS | eingebaut, Wegpunkte, Kurs über Grund |
|---|---|
| Kartierung | Quickdraw Contours, bis 2 Millionen Acres mit 30-cm-Tiefenlinien |
| Kartenmaterial | keine Unterstützung für gekaufte Seekarten, kein Kartenslot |
| Konnektivität | kein WLAN im Datenblatt; ActiveCaptain bedienen in der Plus-Reihe nur die 7- und 9-Zoll-Modelle |
| Stromversorgung | 12–20 V DC, 0,40 A bei 12 V, Nennstrom 1,5 A, Sicherung 3 A |
| Schutzart | IPX7 |
| Betriebstemperatur | -15 °C bis 55 °C |
| Maße (B × H × T) | 18,8 × 11,6 × 5,4 cm |
| Gewicht | 0,5 kg |
| Lieferumfang | Gerät, GT20-TM, Strom-/Datenkabel, Kipp-/Schwenkhalterung, Montagematerial |
| Teilenummer | 010-01872-01 (mit Geber), 010-01872-02 (ohne Geber) |
| Status bei Garmin | im deutschen Garmin-Webshop nicht mehr bestellbar |
Angaben laut Hersteller-Datenblatt und Händlerlistung, Abweichungen sind in der Tabelle vermerkt.
Unsere Einordnung
Das spricht dafür
- 800 × 480 Pixel auf 5 Zoll machen den geteilten Bildschirm mit Sonar und ClearVü gut nutzbar
- GT20-TM mit ClearVü in zwei Frequenzen: 455 kHz für Fläche, 800 kHz für Details
- 500 W Sendeleistung halten das Bild auch in trübem Wasser stabil
- Quickdraw Contours erstellt eigene Tiefenkarten ohne Abo und ohne Kartenkauf
- 0,40 A bei 12 V: eine kleine 7-Ah-Batterie reicht rechnerisch für rund 17 Stunden
Das spricht dagegen
- Das Gerät kostet bei Amazon so viel wie Garmins letzter Listenpreis und mehr als der Nachfolger Vivid 5cv
- Garmin verkauft den Plus 5cv im eigenen Webshop nicht mehr, Angebote kommen von Marktplatzhändlern
- Kein WLAN: Quickdraw-Karten lassen sich weder sichern noch teilen
- Kein Kartenslot, keine gekauften Seekarten und kein SideVü
- Die sieben Vivid-Farbpaletten des Nachfolgers fehlen
Der Garmin Striker Plus 5cv ist das 5-Zoll-Modell mit ClearVü aus Garmins Striker-Plus-Reihe. Inzwischen hat ihn der Striker Vivid 5cv abgelöst, und im deutschen Garmin-Webshop ist der Plus 5cv als nicht mehr bestellbar markiert. Bei Amazon bekommst du ihn derzeit ab 369,00 €. Diese Rezension ordnet das Gerät anhand des Garmin-Datenblatts, der Geberdaten und des aktuellen Preisgefüges ein.
Was der Striker Plus 5cv ist
Der Plus 5cv ist ein fest montierbares Boots-Echolot mit 5-Zoll-WVGA-Display im Querformat, 800 × 480 Pixeln und Tastenbedienung. Das Gehäuse misst 18,8 × 11,6 × 5,4 cm und wiegt 0,5 kg. Es ist nach IPX7 geschützt und arbeitet zwischen -15 und 55 °C.
Im europäischen Set (Teilenummer 010-01872-01) liegt der GT20-TM bei, ein Heckgeber mit Temperatursensor. Dazu kommen GPS, Quickdraw Contours und eine Reihe von Echolot-Funktionen wie Bottom-Lock, A-Scope und Fischsymbol-ID. WLAN, Kartenslot und SideVü hat das Gerät nicht.
CHIRP und ClearVü: was der GT20-TM liefert
Das Gerät unterstützt laut Garmin traditionelles Sonar mit 50, 77 und 200 kHz sowie CHIRP im mittleren und hohen Band, dazu ClearVü mit 260, 455 und 800 kHz. Welche davon nutzbar sind, entscheidet der Geber. Der GT20-TM arbeitet mit diesen Werten:
| Element | Frequenz | Kegelwinkel | max. Tiefe |
|---|---|---|---|
| Traditionell | 77 und 200 kHz | 45° und 15° | 579 m |
| ClearVü CHIRP | 455 und 800 kHz | 2,5° × 53° und 1,6° × 29° | 229 m |
Traditionelles Sonar zeigt Fische als Bögen und den Grund als Linie, der breite 45°-Kegel deckt viel Wasser ab. ClearVü tastet mit einem schmalen, quer aufgefächerten Strahl ab und zeichnet ein fast fotografisches Bild von Struktur, Holz und Kraut direkt unter dem Boot. Bei 455 kHz öffnet der Strahl quer 53° und findet Hindernisse, bei 800 kHz schrumpft er auf 29° und löst feiner auf.
Die 500 W Sendeleistung helfen dort, wo das Signal unterwegs Energie verliert: in trübem Wasser, bei Schwebstoffen und in größerer Tiefe. Die tiefenstarke 50-kHz-Frequenz unterstützt das Gerät, der GT20-TM nutzt sie aber nicht. Für tiefe Fjorde und Alpenseen ist das eine Grenze, wie der Ratgeber Welches Echolot für Norwegen? erklärt. Für deutsche Seen und Flüsse reicht die Kombination gut aus.
Das Display: 5 Zoll mit voller Auflösung
800 × 480 Pixel ergeben 384.000 Bildpunkte, fast dreimal so viel wie die 272 × 480 Pixel des Striker Plus 4. Sichtbar wird das beim geteilten Bildschirm: Sonar und ClearVü nebeneinander bekommen je 400 × 480 Pixel, genug, um beide Bilder parallel auszuwerten. Garmin nennt außerdem einen Split-Zoom, der einen Ausschnitt vergrößert neben dem Gesamtbild zeigt.
Das Querformat hat einen zweiten Vorteil: Das Sonarbild läuft über die lange Seite, du siehst mehr zurückliegenden Verlauf. Beim Abfahren einer Kante bleibt der Übergang länger im Bild.
Was der Plus 5cv gegenüber dem Nachfolger nicht hat, sind die sieben Vivid-Farbpaletten. Garmin hat sie mit der Vivid-Serie eingeführt, um Grund, Struktur und Fisch in ClearVü stärker voneinander abzuheben. Die Rohdaten des Sonars sind dieselben, die Darstellung ist beim Vivid kontrastreicher wählbar.
GPS und Quickdraw Contours
Das eingebaute GPS speichert Wegpunkte und zeigt den Kurs über Grund. Die eigentliche Stärke ist Quickdraw Contours: Beim Fahren zeichnet das Gerät Tiefe und Position auf und erstellt daraus eine Karte mit Tiefenlinien im Abstand von 30 cm. Laut Garmin fasst der Speicher Karten für bis zu 2 Millionen Acres, umgerechnet rund 8.000 km². Das entspricht etwa der fünfzehnfachen Fläche des Bodensees.
Für Vereinsgewässer ohne käufliche Tiefenkarte ist das der Kaufgrund. Nach einigen Ausfahrten zeigt die eigene Karte Rinnen, Plateaus und Kanten, die in keiner Seekarte stehen. Wie das mit anderen GPS-Echoloten zusammenpasst, zeigt die Bestenliste der Echolote mit GPS.
Kein WLAN, kein Kartenslot
Das Datenblatt des Plus 5cv führt kein WLAN. Die App-Anbindung ActiveCaptain bedienen in der Plus-Reihe nur die Modelle mit 7 und 9 Zoll. Die Folgen:
- Quickdraw-Karten bleiben im Gerät. Sichern, teilen oder am Rechner auswerten geht nicht.
- Die Quickdraw-Community mit geteilten Karten anderer Angler bleibt verschlossen.
- Kein Kartenslot: Gekaufte Seekarten wie Navionics oder BlueChart lassen sich nicht laden.
Wer über Jahre mehrere Gewässer kartiert, sollte das einplanen. Ein Defekt oder ein Werksreset nimmt die Arbeit mit.
Stromverbrauch: genügsam für 5 Zoll
Garmin gibt 0,40 A bei 12 V an, der Nennstrom liegt bei 1,5 A, abgesichert wird mit 3 A. Eine kleine 12-V-Batterie mit 7 Ah liefert rechnerisch 7 Ah geteilt durch 0,40 A, also rund 17 Stunden. Abzüglich Alterung und Entladegrenze bleiben realistisch 12 bis 14 Stunden. Für Schlauchboot, Kajak und Belly Boat reicht das für lange Angeltage.
Die Preisfrage
Garmin nannte zuletzt 369 € für das Set mit GT20-TM und 269 € für das Gerät ohne Geber. Beide Varianten sind im Garmin-Webshop inzwischen nicht mehr bestellbar. Bei Amazon verkaufen Marktplatzhändler das Set derzeit auf dem Niveau des alten Listenpreises.
Damit steht der Plus 5cv preislich gleichauf mit dem Nachfolger oder darüber. Garmin nennt für den Vivid 5cv eine UVP von 359,99 €, im Handel lag er zuletzt darunter. Bei gleichem Display, gleichem Geber und gleicher Sendeleistung bietet der Vivid zusätzlich die neuen Farbpaletten und ist das aktuelle Modell. Das drückt die Preis-Leistung des Plus 5cv deutlich.
Für wen sich der Plus 5cv lohnt
Der Plus 5cv passt zu Bootsanglern auf Binnengewässern, die ClearVü, GPS und eigene Karten auf einer brauchbaren 5-Zoll-Fläche wollen und das Gerät deutlich unter dem Preis des Vivid 5cv bekommen, etwa als Restposten. Technisch liefert er dann alles, was der Nachfolger an Sonardaten bietet.
Weniger passt er zu allen, die den vollen Preis zahlen müssten. Dann ist der Vivid 5cv die naheliegende Wahl. Wer seine Karten sichern will, braucht ein Modell mit WLAN, wer seitlich abtasten will, ein sv-Gerät wie den Vivid 7sv.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Display | Sonar | WLAN | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Garmin Striker Plus 5cv | 5”, 800 × 480 | CHIRP + ClearVü, 500 W | nein | 3,1 |
| Garmin Striker Vivid 5cv | 5”, 800 × 480 | CHIRP + ClearVü, 500 W, Vivid-Paletten | nein | 3,5 |
| Garmin Striker Vivid 4cv | 4,3”, 272 × 480 | CHIRP + ClearVü, 300 W | nein | 3,6 |
| Garmin Striker Plus 4 | 4,3”, 272 × 480 | CHIRP Dual Beam, 200 W | nein | 3,4 |
| Lowrance Hook Reveal 5 | 5”, 800 × 480 | CHIRP + DownScan | nein | 3,3 |
Der Vivid 4cv liefert dieselben ClearVü-Daten auf kleinerem Display für deutlich weniger Geld. Der Hook Reveal 5 ist die Lowrance-Alternative mit gleicher Auflösung und DownScan. Weitere Geräte stehen in der Bestenliste der Boots-Echolote.
Fazit: solide Technik zum falschen Preis
Der Striker Plus 5cv ist technisch ein brauchbares Gerät: 800 × 480 Pixel auf 5 Zoll, CHIRP und ClearVü mit dem GT20-TM, 500 W, GPS und Quickdraw Contours mit 30-cm-Linien bei nur 0,40 A Stromaufnahme. Die Grenzen teilt er mit dem Nachfolger: kein WLAN, kein Kartenslot, kein SideVü.
Den Ausschlag gibt der Preis. Solange Marktplatzhändler den Plus 5cv auf dem Niveau des alten Listenpreises anbieten, ist der aktuelle Vivid 5cv die bessere Wahl. Mit 3,1 von 5 bleibt der Plus 5cv eine Empfehlung nur für Restposten deutlich unter dem Nachfolger. Zu diesem Preis ist er ein guter Einstieg in ClearVü und eigene Tiefenkarten.
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Alle Boots-Echolote im Ranking →Häufige Fragen
Wird der Garmin Striker Plus 5cv noch hergestellt?
Im deutschen Garmin-Webshop ist der Striker Plus 5cv als nicht mehr bestellbar markiert, sowohl mit als auch ohne Geber. Nachfolger ist der Striker Vivid 5cv mit gleichem Display, gleichem Geber und zusätzlichen Farbpaletten. Neuware gibt es derzeit vor allem über Marktplatzhändler, etwa bei Amazon.
Was ist der Unterschied zwischen Striker Plus 5cv und Striker Vivid 5cv?
Hardware und Sonardaten sind nahezu gleich: 5 Zoll mit 800 × 480 Pixeln, 500 W, GT20-TM mit CHIRP und ClearVü, GPS und Quickdraw. Der Vivid 5cv bringt sieben Vivid-Farbpaletten mit, die den Kontrast zwischen Grund, Struktur und Fisch anheben. Garmin nennt für den Vivid 5cv eine UVP von 359,99 €, für den Plus 5cv mit Geber zuletzt 369 €.
Was ist der Unterschied zwischen Striker Plus 5cv und Striker Plus 4?
Der Plus 5cv hat ein 5-Zoll-Display mit 800 × 480 Pixeln im Querformat, ClearVü und 500 W Sendeleistung. Der Plus 4 hat 4,3 Zoll mit 272 × 480 Pixeln im Hochformat, nur CHIRP traditionell mit Dual-Beam-Geber und 200 W. Dafür braucht der Plus 4 nur 0,23 A und kostet weniger als die Hälfte.
Hat der Garmin Striker Plus 5cv WLAN?
Das Datenblatt führt kein WLAN. ActiveCaptain, die App-Anbindung für Software-Updates und den Austausch von Quickdraw-Karten, bedienen in der Striker-Plus-Reihe nur die Modelle mit 7 und 9 Zoll. Beim 5cv bleiben aufgezeichnete Karten im Gerät.
Hat der Striker Plus 5cv SideVü?
Nein. Das cv im Namen steht für ClearVü, also die hochauflösende Abtastung senkrecht unter dem Boot. SideVü für die seitliche Abtastung gibt es in der Plus-Reihe nur bei den sv-Modellen mit dem GT52HW-TM, also Plus 7sv und Plus 9sv.
Wie tief lotet der Garmin Striker Plus 5cv?
Garmin nennt für den GT20-TM 579 m im traditionellen Sonar und 229 m im ClearVü. Das sind Laborwerte. Der Geber nutzt 77 und 200 kHz, die tiefenstarke Frequenz um 50 kHz unterstützt zwar das Gerät, der mitgelieferte Geber aber nicht. Für deutsche Binnengewässer reicht das mit großem Abstand.
Wie viel Strom braucht der Striker Plus 5cv?
Garmin gibt 0,40 A bei 12 V an, der Nennstrom liegt bei 1,5 A und abgesichert wird mit 3 A. Eine 12-V-Batterie mit 7 Ah reicht rechnerisch für rund 17 Stunden, abzüglich Alterung und Entladegrenze bleiben realistisch 12 bis 14 Stunden.
Kann ich mit dem Striker Plus 5cv eigene Karten erstellen?
Ja, mit Quickdraw Contours. Das Gerät zeichnet beim Fahren Tiefe und GPS-Position auf und erzeugt daraus eine Karte mit Tiefenlinien im Abstand von 30 cm. Laut Garmin lassen sich Karten für bis zu 2 Millionen Acres speichern, das sind rund 8.000 km². Abo oder Kartenkauf sind dafür nicht nötig.
Hat der Garmin Striker Plus 5cv einen Kartenslot?
Nein. Die Striker-Geräte haben keinen microSD-Slot und unterstützen kein gekauftes Kartenmaterial wie Navionics oder Garmin BlueChart. Wer nach Seekarte navigieren will, braucht ein Kartenplotter-Modell wie die Echomap-Reihe.
Lohnt sich der Striker Plus 5cv noch?
Nur, wenn du ihn deutlich unter dem Preis des Vivid 5cv bekommst. Die Sonardaten sind gleich, der Vivid bietet zusätzlich die neuen Farbpaletten und ist das aktuelle Modell. Liegt der Plus 5cv auf demselben Preisniveau oder darüber, ist der Vivid 5cv die bessere Wahl.