Technische Daten
| Displaygröße | 5 Zoll, Farb-TFT mit SolarMAX |
|---|---|
| Auflösung | 800 × 480 px |
| Helligkeit | über 1.000 NITS, weiße LED-Hintergrundbeleuchtung |
| Betrachtungswinkel | 80° oben/unten, 85° links/rechts |
| Bedienung | Tasten, kein Touchscreen |
| Gebervarianten | SplitShot (2-in-1), 50/200 HDI, 83/200 HDI |
| Sonararten | CHIRP-Breitbandsonar und DownScan Imaging (kein SideScan in 5 Zoll) |
| FishReveal | ja (Sonar über DownScan gelegt) |
| Autotuning | ja, Sonareinstellungen passen sich selbst an |
| GPS | eingebaut, 1 Hz, GPS/GLONASS/WAAS/EGNOS/MSAS, erste Position nach ca. 30 s |
| Kartierung | Genesis Live (eigene Konturkarten in Echtzeit) |
|---|---|
| Kartenunterstützung | C-MAP (MAX N, MAX N+), C-MAP Genesis, Navionics, Insight |
| Wegpunkte / Routen / Tracks | 3.000 / 100 / 100 |
| Kartenslot | 1 × microSD, max. 32 GB |
| Stromversorgung | 12 V DC (10,8–17 V), 0,9 A bei voller Helligkeit, 5-A-Sicherung |
| Schutzart | IPX7 bei geschlossener Kartenklappe |
| Betriebstemperatur | -15 °C bis 55 °C |
| Maße (B × H × T) | 185,7 × 109,8 × 115,0 mm |
| Status | Auslaufmodell, Nachfolger ist die Lowrance Eagle-Serie |
Angaben laut Hersteller-Datenblatt und Händlerlistung, Abweichungen sind in der Tabelle vermerkt.
Unsere Einordnung
Das spricht dafür
- FishReveal kombiniert Fischsicheln und Strukturbild in einer Ansicht, das erleichtert Einsteigern das Deuten
- Genesis Live zeichnet eigene Tiefenkarten auf, ein echter Mehrwert an unbekannten Gewässern
- SolarMAX-Display mit über 1.000 NITS bleibt bei direkter Sonne ablesbar
- HDI-Gebervarianten mit 50 kHz erschließen deutlich tieferes Wasser als reine 200-kHz-Geräte
- Sparsam im Verbrauch: 0,9 A bei voller Helligkeit schonen die Bootsbatterie
Das spricht dagegen
- Kein SideScan: die seitliche Ansicht bietet Lowrance in dieser Serie erst ab 7 Zoll
- Auslaufmodell, Software-Updates und Ersatzteilversorgung laufen aus
- Auf amazon.de ist überwiegend die US-Inland-Ausführung gelistet, deren vorinstallierte Karten in Deutschland nichts nützen
- 5 Zoll sind für die geteilte Ansicht aus Sonar und Karte knapp bemessen
- Kein Touchscreen, keine Netzwerkfunktionen, kein Live-Sonar
Die Lowrance Hook Reveal 5 ist das kleinste Modell einer Serie, die viele Angler als ersten Schritt weg vom simplen Tiefenmesser gekauft haben. Sie bringt CHIRP-Sonar, DownScan Imaging und eine eigene Kartierfunktion in ein 5-Zoll-Gehäuse, das auf jede kleine Bootskonsole passt. Diese Rezension ordnet das Gerät anhand von Datenblatt, Ausstattung und Marktlage ein und benennt den Punkt, an dem viele Käufer danebengreifen.
Was die Hook Reveal 5 ist
Die Hook Reveal 5 ist ein fest montiertes Boots-Echolot mit 5-Zoll-SolarMAX-Display, 800 × 480 Pixeln und mehr als 1.000 NITS Helligkeit. Sie ist der direkte Nachfolger der Hook2 und ergänzt deren Baukasten um zwei Funktionen, die den Unterschied ausmachen: FishReveal und Genesis Live. Das Gehäuse misst 185,7 × 109,8 × 115,0 mm, läuft an 12 V und zieht mit voller Helligkeit 0,9 A, was selbst für eine kleine Bootsbatterie moderat ist.
Die Bedienung läuft über Tasten. Auf dem Wasser mit nassen oder kalten Fingern ist das robust, ein Touchscreen bleibt der teureren Elite-FS-Klasse vorbehalten.
Die Gebervarianten: hier fällt die eigentliche Entscheidung
Lowrance hat die 5-Zoll-Modelle mit drei Gebern angeboten, und die unterscheiden sich stärker als die Gehäuse.
| Geber | Sonararten | Stärke |
|---|---|---|
| SplitShot | CHIRP-Weitwinkel + DownScan Imaging | Allround für Seen und Flüsse |
| 50/200 HDI | CHIRP 50/200 kHz + DownScan | tiefes Wasser, Talsperren, Küste |
| 83/200 HDI | CHIRP 83/200 kHz + DownScan | breitere Abdeckung im Flachen |
Entscheidend ist die niedrige Frequenz: 50 kHz dringen deutlich tiefer ein als 200 kHz, weil längere Wellen weniger Energie an Schwebstoffen verlieren. Für einen 8 m tiefen Baggersee ist der Unterschied belanglos, ab etwa 60 m Wassertiefe wird er entscheidend. Wer regelmäßig in Norwegen oder an Alpenseen unterwegs ist, greift zur HDI-Variante, wie auch der Ratgeber welches Echolot für Norwegen zeigt.
Der Punkt, den viele übersehen: kein SideScan in 5 Zoll
Das ist die wichtigste Einschränkung des Geräts. Lowrance führt die 5-Zoll-Modelle der Hook Reveal ausdrücklich nur mit GPS-Plotter, Karten, DownScan und Tiefwasser-Option. Die seitliche Ansicht neben dem Boot, also SideScan, gibt es in dieser Serie erst ab 7 Zoll mit dem TripleShot-Geber.
Praktisch heißt das: Die Hook Reveal 5 zeigt dir sehr gut, was direkt unter dir liegt. Beim systematischen Absuchen einer Uferkante oder eines Krautfeldes neben dem Boot bist du dagegen blind. Wer Struktur großflächig kartieren will, sollte gleich zur Hook Reveal 7 TripleShot oder zu einem aktuellen Gerät greifen.
FishReveal und Genesis Live
FishReveal legt die Fischsicheln aus dem CHIRP-Sonar über das DownScan-Bild. Das klingt nach Kosmetik, nimmt aber genau die Hürde, an der Einsteiger scheitern: Echos richtig zuzuordnen. Ein Bogen über einem Krautfeld ist im getrennten Sonarbild schwer einzuordnen, im überlagerten Bild siehst du sofort, ob der Fisch über, in oder neben der Struktur steht.
Genesis Live ist der zweite Zugewinn gegenüber der Hook2. Das Gerät verknüpft jede Lotung mit der GPS-Position und baut daraus in Echtzeit eine Konturkarte, die sich auf microSD sichern lässt. An Vereinsgewässern ohne fertiges Kartenmaterial ist das die wertvollste Funktion überhaupt: Nach zwei, drei Ausfahrten kennst du Kanten, Rinnen und Plateaus deines Sees.
Der Karten-Fallstrick beim Kauf in Deutschland
Hier lohnt genaues Hinsehen. Lowrance hat die Hook Reveal in mehreren Regionalversionen gebaut. Die auf amazon.de gelistete Ausführung 000-15500-001 ist die US-Variante mit vorinstallierten C-MAP-Karten für nordamerikanische Binnengewässer. In Deutschland nützt dieses Kartenmaterial nichts.
Bedeutsam ist das trotzdem nur begrenzt, denn GPS, Wegpunkte, Tracks und Genesis Live funktionieren unabhängig vom Kartenmaterial. Wer detaillierte Seekarten will, rüstet eine C-MAP- oder Navionics-Karte auf microSD nach. Wichtiger ist die zweite Kennzeichnung: Modelle mit einem x im Namen, etwa die Hook Reveal 5x SplitShot (000-15503-001), können überhaupt kein Kartenmaterial darstellen. Sie bleiben reine Sonargeräte mit einfachem GPS-Plotter.
Display: das feinste Bild der ganzen Serie
Ein Detail geht in Vergleichen regelmäßig unter. Lowrance hat allen Hook-Reveal-Modellen dieselbe Auflösung von 800 × 480 Pixeln gegeben, unabhängig von der Displaygröße. Auf der kleinen 5-Zoll-Diagonale verteilen sich diese Pixel damit am dichtesten.
| Modell | Diagonale | Auflösung | Pixel pro Zoll |
|---|---|---|---|
| Hook Reveal 5 | 5” | 800 × 480 | ca. 187 |
| Hook Reveal 7 | 7” | 800 × 480 | ca. 133 |
| Hook Reveal 9 | 9” | 800 × 480 | ca. 103 |
Praktisch heißt das: Schrift, Tiefenzahlen und feine Sonarlinien stehen auf der 5er am schärfsten. Was du eintauschst, ist Fläche. Eine geteilte Ansicht aus Sonar, DownScan und Karte wird auf 5 Zoll unübersichtlich, hier arbeitest du besser mit einer oder zwei Ansichten gleichzeitig. Für ein kleines Boot, auf dem das Gerät ohnehin nah vor dir sitzt, ist das die stimmigere Kombination.
Die Helligkeit von über 1.000 NITS und die Betrachtungswinkel von 80° oben und unten sowie 85° zur Seite sorgen dafür, dass das Bild auch dann lesbar bleibt, wenn du seitlich am Gerät vorbeischaust oder die Sonne tief steht.
Montage und Geberlage: wo das Sonarbild wirklich entsteht
Die beste Elektronik nützt wenig, wenn der Geber falsch sitzt. Der SplitShot- und der HDI-Geber der Hook Reveal 5 sind Heckgeber, die am Spiegel verschraubt werden. Drei Punkte entscheiden über die Bildqualität:
- Höhe: Die Geberunterkante gehört wenige Millimeter unter die Bootskante, damit sie auch in Fahrt im Wasser bleibt. Sitzt sie zu hoch, reißt der Kontakt ab und das Bild bricht bei Fahrt weg.
- Position quer: Montiere den Geber außerhalb des Propellerstrahls, also seitlich versetzt zum Motor. Luftblasen im Wasser sind der häufigste Grund für ein unruhiges Bild.
- Winkel: Der Geber soll waagerecht im Wasser liegen. Ein zu stark nach unten gekippter Geber erzeugt einen Wasserschwall, ein zu flacher verliert bei Fahrt den Bodenkontakt.
Im Ansitz oder beim langsamen Driften spielen diese Fehler kaum eine Rolle, bei Fahrgeschwindigkeit umso mehr. Wer das Gerät nur zum Kartieren im Schleichgang nutzt, kommt auch mit einer einfachen Klemmhalterung aus.
Alternativen im Vergleich
| Modell | Display | Sonar | Besonderheit | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Lowrance Hook Reveal 5 | 5”, 800 × 480 | CHIRP + DownScan | Genesis Live, kein SideScan | 3,3 |
| Lowrance Hook Reveal 7 TripleShot | 7”, 800 × 480 | CHIRP + DownScan + SideScan | 3-in-1-Geber | 3,5 |
| Lowrance Eagle 9 TripleShot HD | 9”, 1024 × 600 IPS | CHIRP + DownScan + SideScan HD | aktuelle Serie | 4,1 |
| Humminbird Helix 5 | 5”, 800 × 480 | CHIRP 2D, je nach Variante DI | direkter Größenkonkurrent | 3,9 |
Für Uferangler ohne Boot lohnt der Blick auf ein Wurfecholot: Der Deeper Chirp+ 2 kartiert dieselben Gewässer, ohne dass ein Geber montiert werden muss.
Für wen sich die Hook Reveal 5 lohnt
Sie passt zu Anglern mit kleinem Boot, Schlauchboot oder Ruderboot, die zum ersten Mal ein fest montiertes Echolot fahren und ein günstiges Gerät suchen. Wer auf Hecht, Zander oder Karpfen in Seen bis etwa 30 m Tiefe unterwegs ist, bekommt mit CHIRP, DownScan und Genesis Live alles, was für das Verstehen des Gewässers nötig ist. Auch als Zweitgerät am Bug oder als Ersatz für ein defektes Altgerät bleibt sie eine rationale Wahl, solange der Preis stimmt.
Weniger passt sie zu drei Gruppen: Wer Struktur großflächig absuchen will, braucht SideScan und damit mindestens die 7er. Wer in echtem Tiefwasser fischt, sollte gleich zur HDI-Variante mit 50 kHz greifen. Und wer sein Boot über Jahre mit Live-Sonar, zweitem Display oder E-Motor-Steuerung ausbauen möchte, kauft besser eine netzwerkfähige Plattform wie die Elite FS 7, weil sich die Hook Reveal grundsätzlich nicht erweitern lässt.
Fazit: solides Einsteigergerät mit einer klaren Grenze
Die Hook Reveal 5 macht das Wichtigste richtig. CHIRP-Sonar mit DownScan, FishReveal für die Zuordnung und Genesis Live für eigene Karten ergeben ein Paket, mit dem ein Einsteiger sein Gewässer wirklich verstehen lernt. Das helle SolarMAX-Display und der geringe Stromverbrauch passen zu kleinen Booten, die HDI-Gebervarianten öffnen zusätzlich tiefes Wasser. Mit 3,3 von 5 bleibt sie eine faire Wahl für ein Restposten- oder Gebrauchtgerät.
Zwei Punkte solltest du vor dem Kauf klären: Fehlendes SideScan macht sie für großflächige Strukturarbeit ungeeignet, und beim Kauf über Amazon landest du meist bei der US-Kartenversion. Wer neu und zukunftssicher kaufen will, fährt mit der aktuellen Eagle-Serie besser, die dasselbe Einstiegssegment mit hellerem IPS-Display und laufendem Support abdeckt.
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Hat die Lowrance Hook Reveal 5 SideScan?
Nein. Lowrance bietet die 5-Zoll-Modelle der Hook Reveal ausschließlich mit DownScan an, also mit dem SplitShot-Geber oder den HDI-Varianten. SideScan, die seitliche Ansicht neben dem Boot, gibt es in dieser Serie erst ab dem 7-Zoll-Modell mit TripleShot-Geber. Wer die Bereiche links und rechts absuchen will, braucht mindestens die Hook Reveal 7 TripleShot.
Welcher Geber passt zur Hook Reveal 5: SplitShot oder HDI?
Der SplitShot-Geber verbindet CHIRP-Sonar mit DownScan Imaging und ist für Seen und Flüsse bis mittlere Tiefen die naheliegende Wahl. Die HDI-Varianten mit 50/200 kHz oder 83/200 kHz spielen ihre Stärke in tiefem Wasser aus, weil die niedrige 50-kHz-Frequenz weiter nach unten reicht. Für Talsperren, Alpenseen oder Küstengewässer ist der 50/200-HDI-Geber die bessere Wahl.
Was ist FishReveal bei Lowrance?
FishReveal legt die Fischsicheln aus dem CHIRP-Sonar über das hochauflösende DownScan-Bild. Statt zwischen zwei Ansichten zu wechseln, siehst du Fische direkt im Zusammenhang mit Kraut, Kanten und Grund. Gerade Einsteigern nimmt das die schwierigste Übung ab, nämlich Echos richtig zuzuordnen.
Kann die Hook Reveal 5 eigene Tiefenkarten erstellen?
Ja, über Genesis Live. Beim Fahren zeichnet das Gerät die gelotete Tiefe zusammen mit der GPS-Position auf und baut daraus in Echtzeit eine Konturkarte deines Gewässers, die sich auf microSD speichern lässt. An Gewässern ohne fertiges Kartenmaterial ist das die wertvollste Funktion des Geräts.
Welche Karten sind bei der Hook Reveal 5 dabei?
Das hängt an der Ausführung. Die europäische ROW-Version bringt eine grobe weltweite Basiskarte mit, die US-Ausführung 000-15500-001 dagegen C-MAP US Inland Charting für nordamerikanische Binnengewässer. Auf amazon.de ist überwiegend die US-Variante gelistet. Nachrüsten lassen sich C-MAP- und Navionics-Karten auf microSD, unabhängig davon funktionieren GPS und Genesis Live in jeder Ausführung.
Was bedeutet das x bei Hook Reveal 5x?
Modelle mit dem Zusatz x sind die Sparvarianten ohne Kartenunterstützung. Die Hook Reveal 5x SplitShot mit der Artikelnummer 000-15503-001 zeigt Sonar, DownScan und einen einfachen GPS-Plotter für Wegpunkte und Tracks, kann aber kein Kartenmaterial darstellen. Wer navigieren oder Karten nachrüsten will, braucht die Ausführung ohne x.
Wie viel Strom braucht die Hook Reveal 5?
Laut Datenblatt zieht das Gerät 0,9 A bei 13 V mit voller Displayhelligkeit, abgesichert wird es mit 5 A. Eine 12-V-Bleibatterie mit 7 Ah reicht damit rechnerisch für rund sieben Stunden Betrieb, in der Praxis kalkulierst du wegen Alterung und Entladeschlussspannung besser mit fünf bis sechs Stunden.
Ist die Hook Reveal 5 wasserdicht?
Lowrance gibt IPX7 an, allerdings ausdrücklich nur bei geschlossener Kartenklappe. Das Gerät verträgt damit Spritzwasser, Regen und kurzzeitiges Untertauchen. Für den Dauereinsatz auf einem offenen Boot lohnt sich trotzdem die passende Sonnenblende, weil sie Display und Dichtungen zusätzlich schützt.
Lohnt sich die Hook Reveal 5 heute noch?
Als günstiges Restposten- oder Gebrauchtgerät bleibt sie brauchbar, denn CHIRP-Sonar, DownScan, FishReveal und Genesis Live decken alles ab, was ein Einsteiger auf Hecht, Zander und Karpfen braucht. Für einen Neukauf zum vollen Preis ist die Nachfolgeserie Eagle die klarere Wahl, weil sie ein helleres IPS-Display, aktuelle Software und laufenden Support mitbringt.
Hook Reveal 5 oder Hook Reveal 7, was ist der Unterschied?
Der wichtigste Unterschied liegt beim Geber: In 7 Zoll gibt es die TripleShot-Variante mit SideScan, in 5 Zoll nur DownScan-Geber. Dazu kommen die 2 Zoll mehr Bildfläche, die sich vor allem in der geteilten Ansicht aus Sonar und Karte bemerkbar machen. Wer nur senkrecht unter dem Boot loten will, kommt mit der 5er aus.