Ausrüstung · Lowrance

Lowrance Hook Reveal 7 TripleShot (Echolot)

3,5 / 5 · datenbasierte Einordnung

  • 3-in-1-TripleShot-Geber: CHIRP, DownScan und SideScan aus einer Einheit
  • Helles 7-Zoll-SolarMAX-Display, gut bei Sonne ablesbar
  • FishReveal kombiniert Fischsicheln und Strukturbild in einer Ansicht
  • Eingebautes GPS mit Genesis Live für eigene Echtzeit-Karten
  • Auslaufmodell: Neuware nur noch als Restposten, Nachfolger ist die Lowrance Eagle

Rezension vom 22. Juli 2026

Technische Daten

Displaygröße 7 Zoll, Farb-TFT mit SolarMAX
Auflösung 800 × 480 px
Bedienung Tasten, kein Touchscreen
Geber TripleShot (3-in-1)
2D-Sonar (CHIRP) 200 kHz, bis ca. 152 m
DownScan Imaging 455/800 kHz, bis ca. 91 / 46 m
SideScan 455/800 kHz (seitliche Ansicht)
FishReveal ja (Sonar + DownScan kombiniert)
GPS eingebaut
Kartierung Genesis Live (Echtzeit-Konturkarten)
Kartenmaterial weltweite Basiskarte (ROW), C-MAP/Navionics als Upgrade
Kartenslot 1 × microSD
Stromversorgung 12 V DC
Schutzart IPX6 / IPX7
Status Auslaufmodell, Nachfolger Lowrance Eagle

Die Lowrance Hook Reveal 7 TripleShot war ein beliebtes Einstiegs-Echolot mit einem 7-Zoll-Display und einem 3-in-1-Geber. Inzwischen ist sie ausgelaufen, taucht aber weiter in Suchanfragen und im Gebrauchtmarkt auf. Diese Rezension ordnet das Gerät datenbasiert ein und sagt dir ehrlich, für wen sich ein Restposten oder Gebrauchtkauf noch lohnt und wann der Griff zum Nachfolger die bessere Wahl ist.

Was die Hook Reveal 7 TripleShot ist

Die Hook Reveal 7 TripleShot ist ein fest montiertes Boots-Echolot mit einem 7-Zoll-SolarMAX-Farbdisplay und einem TripleShot-Geber, der drei Sonararten aus einer Einheit liefert. Sie richtet sich an Angler auf kleinen bis mittleren Booten, die Tiefe, Struktur und Fisch klar sehen wollen, ohne in die teuren Displayklassen zu investieren. Der Geber wird am Heck montiert, die Stromversorgung übernimmt ein 12-V-Akku.

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Das Modell ist ein Auslaufmodell. Lowrance hat die Hook-Reveal-Reihe durch die Eagle-Serie abgelöst, die seit 2024 auf dem Markt ist. Neuware findest du nur noch als Restposten, dazu kommt der Gebrauchtmarkt. Die verbaute Technik bleibt davon unberührt, betroffen sind vor allem Support, Software-Updates und Ersatzteilversorgung.

Der TripleShot-Geber: drei Sonararten aus einer Einheit

Das Herzstück ist der TripleShot-Geber, der drei Sonarbilder gleichzeitig liefert:

SonarFrequenzNutzen
2D-CHIRP200 kHzTiefe, Fischsicheln, Grundverlauf
DownScan Imaging455/800 kHzfotoähnliche Struktur senkrecht unter dem Boot
SideScan455/800 kHzseitliche Ansicht neben dem Boot

Diese Kombination aus CHIRP, DownScan und SideScan in einem einzigen Heckgeber ist in der Einstiegsklasse selten und der eigentliche Kaufgrund. Damit deckst du mit einem Gerät ab, wofür bei anderen Modellen ein SplitShot-Geber (nur 2-in-1, ohne SideScan) oder ein Zusatzgeber nötig wäre. Die Grenze liegt beim 2D-Sonar: Es arbeitet nur mit 200 kHz, für sehr tiefes Wasser sind Geräte mit zusätzlichen tiefen Frequenzen im Vorteil.

FishReveal, DownScan und Autotuning

Eine praktische Stärke der Reihe ist FishReveal. Die Funktion legt die Fischsicheln aus dem CHIRP-Sonar über das strukturscharfe DownScan-Bild. Du siehst die Fische damit im direkten Zusammenhang mit Kraut, Kanten und Grund, ohne zwischen zwei getrennten Ansichten wechseln zu müssen. Das erleichtert gerade Einsteigern das Deuten des Bildes.

Dazu kommt Autotuning Sonar, das die Sonareinstellungen automatisch an wechselnde Bedingungen anpasst. Wer sich nicht durch Menüs arbeiten will, bekommt so schnell ein brauchbares Bild.

GPS, Karten und Genesis Live

Die Hook Reveal 7 hat ein eingebautes GPS. Die ROW-Version für den europäischen Markt kommt allerdings nur mit einer groben weltweiten Basiskarte. Für detailliertes Kartenmaterial rüstest du eine C-MAP- oder Navionics-Karte auf microSD nach. Unabhängig davon zeichnest du mit Genesis Live eigene Konturkarten deiner Gewässer in Echtzeit auf, mit einer Auflösung bis in den halben Meterbereich. Für das Wiederfinden von Kanten und Löchern ist das ein echter Mehrwert.

Display und Bedienung

Das 7-Zoll-Display mit SolarMAX ist der große Vorteil gegenüber kleineren Echoloten: Es bietet genug Fläche für die geteilte Ansicht aus Sonar, DownScan und Karte und bleibt auch bei direkter Sonne gut ablesbar. Bedient wird über Tasten, einen Touchscreen gibt es nicht. Auf dem Wasser ist das robust und zuverlässig. Die Auflösung von 800 × 480 px ist Einstiegsniveau, für die 7 Zoll aber ausreichend scharf. Vereinzelt berichten Nutzer von einem langsamen Startvorgang des Geräts.

Auslaufmodell: lohnt sich der Kauf noch?

Hier liegt die entscheidende Frage. Die Technik der Hook Reveal 7 TripleShot ist weiterhin brauchbar für das Süßwasserangeln auf Hecht, Zander und Barsch. Wer sie als Restposten oder gebraucht deutlich unter dem früheren Preis von rund 480 bis 540 € bekommt, macht mit der 3-in-1-Ausstattung nichts falsch.

Für einen Neukauf zum vollen Preis gibt es aber bessere Optionen. Der direkte Nachfolger, die Lowrance Eagle 7, deckt dasselbe Segment mit aktueller Technik und laufendem Support ab. Wer mehr will, findet in der Elite-FS-Reihe Netzwerkfähigkeit und die Anbindung an Live-Sonar. Aktuelle Modelle bekommen weiterhin Software-Updates und Ersatzteile, was bei einem Auslaufmodell nicht mehr sicher ist.

Einordnung: gute Technik mit Auslauf-Vorbehalt

Datenbasiert betrachtet bietet die Hook Reveal 7 TripleShot viel für ihr Segment: ein 3-in-1-Sonar, ein helles 7-Zoll-Display, GPS und Genesis Live. Diese Ausstattung war zum Marktstart stark und ist es technisch bis heute. Der Vorbehalt ist der Auslauf-Status: fehlender Support, keine Updates, unsichere Ersatzteile. Mit einer Gesamtwertung von 3,5 von 5 ist die Hook Reveal 7 TripleShot eine Empfehlung für preisbewusste Angler, die ein günstiges Restposten- oder Gebrauchtgerät suchen. Wer neu und zukunftssicher kaufen will, greift zum Nachfolger Eagle oder einem anderen aktuellen Echolot.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • 3-in-1-Geber mit CHIRP, DownScan und SideScan aus einer Einheit, in dieser Preisklasse selten
  • Helles 7-Zoll-SolarMAX-Display, auch bei direkter Sonne gut ablesbar
  • FishReveal legt die Fischsicheln über das strukturscharfe DownScan-Bild
  • Eingebautes GPS mit Genesis Live zeichnet eigene Konturkarten in Echtzeit auf
  • Robustes Gehäuse nach IPX6/IPX7, einfache Tastenbedienung

Schwächen

  • Auslaufmodell: Neuware gibt es nur noch als Restposten, Nachfolger ist die Lowrance Eagle-Serie
  • Kein Touchscreen, nicht netzwerkfähig und nicht mit Live-Sonar (ActiveTarget) kombinierbar
  • Das 2D-Sonar arbeitet nur mit 200 kHz, für sehr tiefes Wasser ist das begrenzt
  • Die ROW-Version bringt nur eine grobe Basiskarte mit, gutes Kartenmaterial kostet extra
  • Nutzer berichten vereinzelt von einem langsamen Startvorgang

Bewertung im Detail

Sonar-Leistung 4,0
Display & Bedienung 4,0
Ausstattung 3,5
Verfügbarkeit & Support 3,0
Gesamtwertung 3,5 / 5

Häufige Fragen

Wird die Lowrance Hook Reveal 7 TripleShot noch verkauft?

Als reguläre Neuware ist die Hook Reveal 7 TripleShot ausgelaufen. Lowrance hat die Hook-Reveal-Reihe durch die Eagle-Serie abgelöst. Vereinzelt findest du sie noch als Restposten oder gebraucht. Wer neu kauft und die aktuelle Technik will, schaut sich besser die Lowrance Eagle 7 oder ein anderes aktuelles Echolot an.

Was ist der Unterschied zwischen SplitShot und TripleShot?

Der SplitShot-Geber ist ein 2-in-1-System aus CHIRP-Sonar und DownScan Imaging. Der TripleShot-Geber ergänzt zusätzlich SideScan, also die seitliche Strukturansicht neben dem Boot. Wer die Bereiche links und rechts des Bootes absuchen will, braucht die TripleShot-Variante. Für das reine Angeln senkrecht unter dem Boot reicht der SplitShot.

Was kann der TripleShot-Geber?

Der TripleShot-Geber liefert drei Sonarbilder aus einer Einheit: klassisches 2D-CHIRP-Sonar bei 200 kHz, DownScan Imaging als fotoähnliches Bild senkrecht unter dem Boot (455/800 kHz) und SideScan zur Seite. Damit deckt ein einziger Heckgeber Tiefe, Struktur unter dem Boot und die Bereiche daneben ab.

Was ist FishReveal bei Lowrance?

FishReveal kombiniert das CHIRP-Sonar und das DownScan-Bild in einer einzigen Ansicht. Die Fischsicheln aus dem CHIRP-Sonar werden über das strukturscharfe DownScan-Bild gelegt. So erkennst du Fische leichter, weil du sie im Zusammenhang mit Struktur, Kraut und Grund siehst.

Hat die Lowrance Hook Reveal 7 GPS und Karten?

Ja, ein GPS ist eingebaut. Die ROW-Version für den europäischen Markt kommt mit einer weltweiten Basiskarte, die nur grob ist. Für detailliertes Kartenmaterial lässt sich eine C-MAP- oder Navionics-Karte auf microSD nachrüsten. Mit Genesis Live zeichnest du zusätzlich eigene Konturkarten deiner Gewässer in Echtzeit auf.

Lohnt sich die Hook Reveal 7 TripleShot als Restposten oder gebraucht noch?

Wenn du sie deutlich günstiger als den ursprünglichen Preis von rund 480 bis 540 € bekommst, ist die 3-in-1-Technik weiterhin brauchbar für Süßwasser auf Hecht, Zander und Barsch. Bedenke aber, dass es sich um ein Auslaufmodell handelt: Ersatzteile, Software-Updates und Support laufen aus. Für einen Neukauf ist ein aktuelles Gerät die sicherere Wahl.

Hook Reveal 7 oder 9 TripleShot, welche ist besser?

Der einzige relevante Unterschied ist die Displaygröße: 7 Zoll gegenüber 9 Zoll. Sonartechnik, Auflösung und Funktionen sind identisch. Die 9er bietet mehr Bildfläche, besonders für die geteilte Ansicht aus Sonar und Karte, kostet aber deutlich mehr. Für kleine bis mittlere Boote reicht die 7er gut aus.

Was ist der Nachfolger der Lowrance Hook Reveal?

Lowrance hat die Hook-Reveal-Reihe durch die Eagle-Serie abgelöst, die seit 2024 auf dem Markt ist. Die Eagle deckt ein ähnliches Einstiegssegment ab. Darüber stehen bei Lowrance die Elite-FS-Reihe mit Netzwerk- und Live-Sonar-Anbindung sowie die Premium-Reihe HDS PRO.

Hat die Lowrance Hook Reveal 7 einen Touchscreen?

Nein. Die Hook Reveal 7 wird über Tasten bedient, einen Touchscreen gibt es nicht. Auf dem Wasser mit nassen oder kalten Fingern ist die Tastenbedienung robust und zuverlässig.

Wie tief lotet die Lowrance Hook Reveal 7 TripleShot?

Das 2D-CHIRP-Sonar reicht nach Herstellerangabe bis rund 152 m Tiefe, das DownScan Imaging bis etwa 91 m (bei 455 kHz) beziehungsweise 46 m (bei 800 kHz). Für die üblichen deutschen Gewässer ist das ausreichend, für sehr tiefes Wasser sind Geräte mit tieferen 2D-Frequenzen im Vorteil.

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