Savage Gear Freestyler V2

Preisentwicklung

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Tiefstpreis im Zeitraum: 13,20 € (04.09.2026, Amazon) · Höchstpreis: 15,09 € (Amazon)

Stickbait · Savage Gear

Savage Gear Freestyler V2 (Stickbait)

  • Stickbait ohne Tauchschaufel: die Aktion entsteht allein durch Rutenschläge
  • Langsam sinkend mit tiefem Schwerpunkt, dadurch die typische Kippbewegung in der Absinkphase
  • Durchlaufdraht vom Öhr bis zum Schwanz, keine eingeklebten Ösen
  • Drei Größen: 11 cm/28 g, 13 cm/46 g und 16 cm/85 g
  • Geschmiedete Sprengringe und SGY-1X-BN-Drillinge ab Werk

ab 13,20 €

Preise: Stand 18.09.2026, Amazon 15:49 Uhr, inkl. MwSt., ohne Gewähr

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Rezension der angelrausch.de-Redaktion · Veröffentlicht am 25. August 2026

Technische Daten

Ködertyp Stickbait (Hartköder ohne Tauchschaufel)
Betrachtete Größe 16 cm / 85 g, Farbe Roach
Größen 11 cm / 28 g · 13 cm / 46 g · 16 cm / 85 g
Schwimmverhalten langsam sinkend (Slow Sink)
Aufbau durchgehender Draht vom Öhr bis zum Schwanz
Bewegungssystem Vivid Movement System laut Savage Gear
Haken SGY 1X BN Drillinge
Sprengringe geschmiedet
Führung Twitchen, Klopfen, Jerken oder gerade eingeholt
Zielfische laut Hersteller Hecht, dazu große Barsche und Zander
Einsatzbereich Süß- und Salzwasser
Farben (Auswahl) Roach · Dirty Roach · Green Silver · Blue Silver · Firetiger · Golden Ambulance · Pike · Perch · Orange Tiger
Hersteller Svendsen Sport A/S, Karlslunde (Dänemark)
EAN der betrachteten Variante 5706301770400

Angaben laut Hersteller-Datenblatt und Händlerlistung, Abweichungen sind in der Tabelle vermerkt.

Unsere Einordnung

Das spricht dafür

  • Der Durchlaufdraht nimmt die Zugkraft direkt auf, ausgerissene Ösen wie bei Ködern mit eingeklebten Schrauben sind damit ausgeschlossen
  • Langsames Absinken hält den Köder auch in der Pause fängig, gerade bei trägen Fischen im kalten Wasser
  • Drei Größen decken Barsch, Zander und Hecht ab, ohne dass du das Ködersystem wechseln musst
  • 85 g in 16 cm sind ein hohes Gewicht auf wenig Fläche, das ergibt Wurfweite auch bei Gegenwind
  • Sprengringe und Drillinge sind ab Werk brauchbar, ein Tuning entfällt

Das spricht dagegen

  • Ein Stickbait verlangt aktive Führung, gerade eingeholt passiert wenig, das ist der falsche Köder für nebenher
  • Ohne Tauchschaufel läuft er flach, tiefere Standplätze erreichst du nur über lange Absinkphasen
  • Savage Gear gibt weder Lauftiefe noch Sinkrate in Zahlen an, die Führung musst du dir am Gewässer selbst erarbeiten
  • Zwei Drillinge an einem 16-cm-Körper hängen im Kraut schnell fest
  • Aktuell nur ein Awin-Händler mit Feed-Preis, ein echter Preisvergleich ist damit nicht möglich

Bewertung im Detail

Verarbeitung & Haken 4,5
Köderaktion 4,5
Vielseitigkeit 3,5
Preis-Leistung 4,5

Gesamtnote (Mittelwert der Teilnoten): 4,3 / 5

Ein Köder, der sich nur bewegt, wenn du ihn bewegst: Der Savage Gear Freestyler V2 ist ein Stickbait ohne Tauchschaufel und kostet ab 13,20 €. Diese Rezension ordnet ein, was der Durchlaufdraht und das bewegliche Innengewicht leisten, welche der drei Größen zu welchem Zielfisch passt und warum dieser Ködertyp mehr Arbeit macht als ein Wobbler. Grundlage sind die Angaben von Savage Gear, die Datenblätter der Händler und der Vergleich mit den anderen Ködern in unseren Rezensionen.

Was ein Stickbait anders macht

Ein Wobbler bekommt seine Bewegung geschenkt. Die Tauchschaufel drückt beim Einholen gegen das Wasser, der Köder taumelt, fertig. Beim Stickbait fehlt diese Schaufel, und damit fehlt jede Eigenbewegung: Gerade eingeholt zieht der Freestyler nahezu regungslos durchs Wasser.

Die Aktion entsteht ausschließlich über die Rute. Jeder Schlag kippt den Köder zur Seite, jede Pause lässt ihn absinken und dabei ausbrechen. Das Ergebnis ist ein Laufbild, das sich nicht wiederholt, und genau darin liegt der Sinn dieses Ködertyps. Ein Hecht, der einen taumelnden Wobbler dutzendfach gesehen hat, reagiert auf ein unvorhersehbares Muster oft anders. Was diese Führungsart ausmacht, erklärt unser Ratgeber zum Twitchen ausführlicher.

Der Aufbau: Durchlaufdraht statt eingeklebter Ösen

Savage Gear baut den Freestyler V2 mit einem durchgehenden Draht vom vorderen Öhr bis zum Schwanzende. Bei vielen Hartködern sind die Ösen für Schnur und Drillinge dagegen als Schrauben in den Körper eingelassen oder eingeklebt.

Der Unterschied zeigt sich bei genau einem Ereignis: dem Drill eines großen Fisches oder einem festen Hänger. Bei einer eingeklebten Öse hängt die gesamte Zugkraft an der Verbindung zwischen Metall und Kunststoff. Ein Durchlaufdraht leitet die Kraft dagegen durch den Köder hindurch, der Körper trägt nichts davon. Bei einem Hechtköder in dieser Größenordnung ist das die richtige Bauweise.

SGY 1X BN-Drillinge und geschmiedete Sprengringe kommen ab Werk mit. Geschmiedet heißt hier, dass der Ringdraht unter Druck geformt statt nur gebogen wurde, was ihn gegen Aufbiegen unter Zug widerstandsfähiger macht. Ein Hakentuning, wie es bei günstigen Ködern oft nötig ist, entfällt damit.

Das bewegliche Gewicht und was es bewirkt

Savage Gear nennt das System Vivid Movement System und beschreibt die Balance als tiefliegend und nahezu schwebend. Dahinter steckt ein Gewicht, das sich im Körper verschieben kann.

Zwei Effekte ergeben sich daraus. Beim Wurf rutscht das Gewicht nach hinten und verlagert den Schwerpunkt zum Schwanz. Ein Köder mit hecklastigem Schwerpunkt fliegt stabiler und weiter, weil er nicht in der Luft trudelt. Bei 85 g auf 16 cm Länge sorgt das für Wurfweiten, die auch bei Gegenwind reichen.

Beim Absinken kehrt das Gewicht in seine Ruheposition zurück, und der Köder kippt zur Seite. Dabei zeigt er die Flanke, und genau dieser Lichtreflex ist laut Hersteller der Bissauslöser. Der tiefe Schwerpunkt sorgt gleichzeitig dafür, dass er sich immer wieder aufrichtet, statt auf der Seite zu bleiben.

Die drei Größen und ihre Einsatzbereiche

GrößeGewichtZielfischPassende Rute
11 cm28 gBarsch, Zander, kleiner Hechtab rund 40 g Wurfgewicht
13 cm46 gHecht mittlerer Größeab rund 60 g Wurfgewicht
16 cm85 gHecht, große Zanderab rund 100 g Wurfgewicht

Die Rutenangaben liegen bewusst über dem reinen Ködergewicht. Beim Twitchen reißt du den Köder gegen den Wasserwiderstand an, und diese Kraft addiert sich zur Ködermasse. Eine Rute, deren Wurfgewicht exakt dem Ködergewicht entspricht, arbeitet dabei ständig am Anschlag.

Für den 16-cm-Freestyler heißt das konkret: Eine klassische Hechtrute mit 40-100 g ist zu weich. Passend sind Ruten wie die Savage Gear Alpha SG2 Big Bait mit 70-150 g oder die Shimano Yasei Red Jerkbait 200H mit 70-110 g.

Wie du die Lauftiefe steuerst

Savage Gear gibt keine Lauftiefe an, und das ist bei diesem Ködertyp folgerichtig. Ein Wobbler läuft auf der Tiefe, die seine Schaufel vorgibt. Beim langsam sinkenden Stickbait bestimmst du sie selbst.

Das Prinzip ist einfach: Nach dem Wurf zählst du die Sekunden, bevor du den ersten Schlag setzt. Jede Sekunde bringt den Köder ein Stück tiefer. Zwischen den Schlägen entscheidet die Pausenlänge, ob er auf Tiefe bleibt oder weiter absinkt. Mit kurzen Pausen arbeitest du oberflächennah, mit langen Pausen tastest du dich bis zum Grundkontakt vor.

Diese Steuerbarkeit ist der eigentliche Vorteil gegenüber einem schwimmenden Köder. Wenn Hechte im Herbst tiefer stehen, passt du einfach die Pausenlänge an: länger warten, tiefer fischen, derselbe Köder an derselben Montage. Wann Hechte wo stehen, ordnet unser Ratgeber zum Hechtangeln ein.

Wo der Freestyler an Grenzen stößt

Zwei Punkte gehören genannt. Der erste ist der Kraut- und Hindernisbereich. Zwei freistehende Drillinge an einem 16-cm-Körper fangen alles ein, was im Wasser treibt. In verkrauteten Buchten oder über Totholz ist ein Gummifisch mit Offset-Haken die passendere Wahl.

Der zweite ist die Führungsarbeit. Ein Stickbait fängt nur, solange du ihn aktiv führst. Wer nebenher die Rutenspitze beobachtet oder mit zwei Ruten arbeitet, verschenkt diesen Köder. Als Ansitzköder taugt er nicht, und beim Schleppen fehlt ihm ohne Schaufel die Eigenbewegung.

Alternativen im Vergleich

KöderTypGrößeGewichtPreisniveau
Savage Gear Freestyler V2Stickbait16 cm85 grund 15 €
Savage Gear 3D Glide RoachGlidebait17 cm78 grund 19 €
Westin Swim GlidebaitGlidebait12 cm53 grund 16 €
Savage Gear 4D Line Thru TroutGummiköder25 cm193 grund 15 €

Der 3D Glide Roach ist der Glidebait in fast derselben Größe und bricht beim Führen breiter zur Seite aus. Der Westin Swim ist kompakter und läuft schon beim geraden Einholen in S-Form, also ohne aktive Führung. Der 4D Line Thru Trout ist der weiche Gegenentwurf in einer Größenklasse darüber, den ein Hecht länger im Maul behält.

Einordnung: ein Köder für aktive Angler

Datenbasiert betrachtet ist der Freestyler V2 sauber gebaut. Durchlaufdraht, geschmiedete Sprengringe und brauchbare Drillinge ab Werk sind in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit, und das langsame Absinken macht ihn über die Pausenlänge in jeder Wasserschicht fischbar.

Die Einschränkung liegt im Ködertyp selbst. Wer eine Eigenaktion beim geraden Einholen erwartet, greift zum Wobbler. Wer bereit ist, den Köder eine Stunde lang aktiv zu führen, bekommt dafür ein Laufbild, das kein Wobbler liefert. Mit 4,3 von 5 ist der Freestyler V2 die Empfehlung für Angler, die aktiv fischen und ihrem Hechtgewässer ein Muster zeigen wollen, das dort noch nicht jeder Fisch kennt. Als Einstiegsgröße empfiehlt sich der 13 cm, für gezieltes Hechtangeln der 16 cm.

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Häufige Fragen

Was ist ein Stickbait und wie unterscheidet er sich vom Wobbler?

Ein Stickbait ist ein länglicher Hartköder ohne Tauchschaufel. Ein Wobbler bekommt seine Bewegung von der Schaufel, die beim Einholen gegen das Wasser drückt. Beim Stickbait entsteht jede Bewegung durch den Angler: Ohne Rutenschläge zieht er nahezu regungslos durchs Wasser. Dafür ist seine Aktion unberechenbarer, weil sie nicht von der Schaufel vorgegeben wird.

Welche Größe des Freestyler V2 ist die richtige?

Der 11 cm mit 28 g passt auf Barsch und Zander sowie an normale Spinnruten ab etwa 40 g Wurfgewicht. Der 13 cm mit 46 g ist die Allroundgröße für mittlere Hechte. Der 16 cm mit 85 g ist die Hechtgröße und braucht eine Rute ab rund 100 g Wurfgewicht.

Wie führt man den Savage Gear Freestyler V2?

Savage Gear nennt drei Grundmuster: kurze Twitches aus dem Handgelenk, härteres Klopfen mit der Rutenspitze nach unten und Jerken mit längeren Zügen. Zwischen den Schlägen kommt eine Pause, in der der Köder langsam absinkt und dabei zur Seite kippt. Genau diese Pause löst die meisten Bisse aus.

Sinkt der Freestyler V2 oder schwimmt er?

Er sinkt langsam ab. Savage Gear bezeichnet das Verhalten als Slow Sink und die Balance als nahezu schwebend. Der Vorteil gegenüber einem schwimmenden Köder: Er bleibt in der Pause auf Tiefe, statt aufzusteigen, und du kannst über die Pausenlänge steuern, in welcher Wasserschicht er läuft.

Welche Rute passt zum Freestyler V2 in 16 cm?

85 g Ködergewicht brauchen eine Rute mit mindestens 100 g Wurfgewicht, besser mehr. Beim Twitchen kommt zur reinen Ködermasse der Wasserwiderstand beim Anreißen hinzu, deshalb sollte die Angabe deutlich über dem Ködergewicht liegen. Klassische Hechtruten mit 40-100 g sind für diese Größe zu schwach.

Braucht der Freestyler V2 ein Stahlvorfach?

Beim Hechtangeln ja. Ein Stickbait wird quer im Maul genommen, und die Zähne treffen dabei die Schnur direkt vor dem Köder. Fluorocarbon hält dem nur eingeschränkt stand. Für den 11-cm-Freestyler auf Barsch reicht ein starkes Fluorocarbon, sobald Hechtbeifang möglich ist, gehört Stahl oder Titan davor.

Wofür steht das Vivid Movement System?

Savage Gear bezeichnet damit ein bewegliches Gewicht im Körper. Es verlagert beim Wurf den Schwerpunkt nach hinten, was die Flugbahn stabilisiert, und rutscht beim Absinken zurück, wodurch der Köder zur Seite kippt und dabei die Flanke zeigt. Der Hersteller nennt diesen Bauchflash als Auslöser für aggressive Attacken.

Muss man Haken und Sprengringe tauschen?

Bei diesem Köder ist das nicht nötig. Savage Gear montiert SGY-1X-BN-Drillinge und geschmiedete Sprengringe ab Werk, beides ist auf Hechtgrößen ausgelegt. Nach einem harten Hänger oder mehreren Fischen lohnt trotzdem eine Sichtprüfung auf verbogene Hakenspitzen.

Funktioniert der Freestyler V2 auch im Salzwasser?

Savage Gear gibt Süß- und Salzwasser als Einsatzbereich an. Nach dem Angeln im Salz gehören Drillinge und Sprengringe mit Süßwasser abgespült, sonst setzt an den Stahlteilen Flugrost an. Der Körper selbst nimmt keinen Schaden.

Wie tief läuft der Freestyler V2?

Savage Gear gibt keine Lauftiefe an, was bei Stickbaits ohne Tauchschaufel folgerichtig ist: Die Tiefe steuerst du selbst über die Länge der Absinkphase. Mit kurzen Pausen bleibt der Köder oberflächennah, mit langen Pausen arbeitest du dich tiefer, bis er Grundkontakt bekommt.

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